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MEMS pressure sensor package used in precision pressure sensing systems

Drucksensoren

Drucksensoren arbeiten unter kontinuierlicher mechanischer Belastung, bei der sich selbst geringfügige Materialveränderungen im Laufe der Zeit akkumulieren. Was als mikroskopische Verformung oder Drift beginnt, kann letztlich die Messgenauigkeit und Systemzuverlässigkeit beeinträchtigen. SCHOTT Glasmaterialien sind so entwickelt, dass sie unter diesen Bedingungen Dimensionsstabilität, mechanische Integrität und langfristige Leistungsfähigkeit gewährleisten.

Diese Seite zeigt auf, wie die Glasperformance an kritischen Systemschnittstellen die mechanische Stabilität, die Dimensionskontrolle und die langfristige Barriereintegrität beeinflusst – entscheidende Faktoren, die die Zuverlässigkeit des Sensors über die Zeit hinweg unmittelbar bestimmen.

Übersicht

Wenn der Druck entscheidet, machen die Materialien den Unterschied

Drucksensoren sind unerbittlichen mechanischen Belastungen ausgesetzt.  Sie müssen in chemisch aggressiven, thermisch instabilen oder mechanisch anspruchsvollen Umgebungen kontinuierlich – oft über Jahre hinweg – präzise und zuverlässige Daten liefern.

In der Praxis fallen Drucksensoren selten aufgrund von Elektronik oder Signalverarbeitung aus. Sie versagen, wenn Materialien driften, sich verformen, altern oder ihre Integrität verlieren. Deshalb ist die Materialauswahl eine kritische Konstruktionsentscheidung.

 

Kein Spielraum für Fehler bei der Druckmessung in Echtzeit

Druck ist kein vorübergehendes Ereignis. Es ist ein kontinuierlicher Zustand.

Auch materielle Veränderungen summieren sich im Laufe der Zeit. Kleine Verformungen, mikroskopische Leckagen oder allmähliche Drift bleiben zunächst oft unbemerkt – bis sie die Messgenauigkeit, die Systemsicherheit oder das Vertrauen in den Betrieb beeinträchtigen.

Zuverlässige Druckmessung erfordert Materialien, die über die Zeit hinweg konstant funktionieren – nicht nur innerhalb der ursprünglichen Spezifikationen.

Herausforderungen

Im Gegensatz zu optischen Systemen, die abrupt ausfallen können, verschlechtern sich Drucksensoren schrittweise. Letztlich bestimmt das Verhalten des Materials, wie lange die Messstabilität erhalten bleibt.

Warum Drucksensoren im Laufe der Zeit ausfallen

Drucksensoren fallen in der Regel nicht plötzlich aus. Sie versagen schrittweise.

Zu den häufigsten Ausfallmechanismen zählen:

  • Mechanisches Kriechen unter Dauerbelastung
  • Thermische Ausdehnungsunterschiede zwischen Materialien
  • Verschlechterung der Dichtungsschnittstelle
  • Stressbedingte Drift bei längerer Nutzung

Sind diese Effekte erst einmal aufgetreten, können sie durch nachgelagerte Signalverarbeitung nicht mehr korrigiert werden. Das Verhalten des Materials definiert die Betriebsgrenzen des Systems.

Druckmessung: Keine zweite Möglichkeit

Im Gegensatz zu vielen elektronischen Systemen können Drucksensoren nicht kontinuierlich und unterbrechungsfrei neu kalibriert werden. Sind sie erst einmal im Einsatz, lassen sich Materialverformungen, Drift oder Leckagen nicht mehr in Echtzeit beheben.

Die Druckmessung macht das Materialverhalten auf Systemebene vollständig sichtbar.

Die Messstabilität hängt ausschließlich davon ab, wie sich die Materialien unter Last verhalten – und nicht von nachgelagerten Korrekturen.
Wearable pressure sensing device measuring physiological signals with stable and continuous data acquisition

Dichtigkeit: Eine materielle Herausforderung, kein Marketing-Claim

Langfristige leckdichte Leistung wird oft versprochen, aber selten klar definiert. Die tatsächliche Leistungsfähigkeit ergibt sich nicht aus kurzfristigen Testergebnissen, sondern daraus, wie beständig Materialien die Barriereintegrität unter dauerhaft mechanischer Belastung, Temperaturzyklen und Umwelteinflüssen aufrechterhalten.

In Druckmesssystemen summieren sich selbst mikroskopisch kleine Leckagen oder eine allmähliche Degradation der Grenzfläche im Laufe der Zeit. Was zunächst unbedeutend erschien, kann letztlich die Messgenauigkeit, die Systemsicherheit oder die langfristige Zuverlässigkeit beeinträchtigen.

Die tatsächliche Dichtigkeit hängt von der Materialstabilität auf Grenzflächenebene ab. Sie ist kein optionales Merkmal – sie ist grundlegend für die Zuverlässigkeit des Sensors.

Materialverhalten

Materialstabilität: Die Grundlage für die Druckmessleistung

Bei Druckmessanwendungen sind Materialeigenschaften nicht nur Optimierungsfaktoren. Sie bestimmen, wie lange ein Sensor unter Dauerlast zuverlässig funktioniert. Glas bietet einzigartige Eigenschaften, die die Stabilität selbst dort erhalten, wo andere Materialien mit der Zeit nachgeben.

Warum Materialverhalten für die Echtzeiterfassung entscheidend ist

Die Echtzeitleistung hängt von der Vorhersagbarkeit ab, nicht von Spitzenspezifikationen. Wenn das Materialverhalten stabil bleibt, bleiben Drucksignale zuverlässig – ganz ohne Neukalibrierung, Kompensation oder Verzögerung.

Bei der Druckmessung beginnt die Echtzeitleistung mit dem Verhalten der Materialien unter Last, nicht bei der Elektronik.


Glas: Eine aktive Komponente in der Druckmessung

Bei Hochleistungs-Drucksensoren ist Glas weit mehr als nur ein Schutz. Präzise gesteuerte Dicke, Homogenität und Oberflächenqualität ermöglichen eine definierte mechanische Verformung unter Druck.

Diese Reproduzierbarkeit hat direkten Einfluss auf:

  • Gleichmäßige Kraftübertragung
  • Stabile Messeigenschaften
  • Einheitliche Leistung über alle Produktionschargen hinweg
Glaslösungen

Glaslösungen für Herausforderungen bei der Druckmessung

SCHOTT bietet Drucksensorentwicklern Material-Know-how und anwendungsspezifische Glasplattformen, die die grundlegenden Einschränkungen von Druckmesssystemen adressieren. Glasmaterialien kommen an kritischen Systemschnittstellen zum Einsatz, bei denen mechanische Stabilität, Maßkontrolle und langfristige Barriereintegrität die Zuverlässigkeit des Sensors direkt beeinflussen.
    Video showing the range of applications of pressure sensors
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    SCHOTT-FLEXINITY®-Picture-Pressure Sensor MEMS-2021 04 20
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    Video showing the manufacture of a MEMS die and how it's used in a pressure sensor
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    Spezialisierte Glasplattformen

    Verschiedene Druckmessanwendungen erfordern jeweils spezifische Glaslösungen. Die Materialauswahl sollte sich an den Systemanforderungen orientieren und nicht auf Standardoptionen beruhen.

    MEMpax®

    Für Druckmessanwendungen mit hoher Beanspruchung, die außergewöhnliche Stabilität erfordern.

    MEMpax® bewährt sich besonders in Anwendungen, bei denen Drucksensoren einer kontinuierlichen mechanischen Belastung ausgesetzt sind und eine langfristige Dimensionsstabilität benötigt wird. Die definierten mechanischen Eigenschaften sorgen für eine verlässliche Leistung und minimale Drift während der gesamten Betriebsdauer des Sensors.
    Glass substrates for pressure sensors designed for long-term stability under continuous mechanical load

    D 263® T eco

    Für kompakte, skalierbare Drucksensordesigns.

    D 263® T eco ermöglicht dünne, kompakte Sensorarchitekturen mit engen Toleranzen. Die überlegene Oberflächenqualität und Prozesskompatibilität unterstützen miniaturisierte Designs und gewährleisten eine gleichbleibende Leistung in der Großserienproduktion.
    Thin precision glass substrates enabling compact and scalable pressure sensor designs with tight tolerances

    BOROFLOAT® 33

    BOROFLOAT® 33 vereint thermische Stabilität, mechanische Festigkeit und ausgezeichnete chemische Beständigkeit und ist somit ideal für anspruchsvolle Drucksensoranwendungen. Die geringe Wärmeausdehnung gewährleistet Dimensionsstabilität und Kompatibilität mit Silizium und ermöglicht eine zuverlässige Verbindung sowie eine langfristige Messgenauigkeit, selbst bei wechselnden Temperaturen und unter rauen Bedingungen.
    Borosilicate glass for pressure sensing in aggressive media and high-temperature environments
    Die Wahl der richtigen Glasplattform bestimmt direkt die Stabilität und langfristige Zuverlässigkeit des Drucksensors.

    Kleine Sensoren, große Materialherausforderungen

    Mit der Verkleinerung von Drucksensoren werden die Toleranzen immer enger und das Materialverhalten gewinnt weiter an Bedeutung. Lösungen, die in größeren Maßstäben funktionieren, versagen häufig, wenn die Abmessungen schrumpfen.

    Dünnglas ermöglicht kompakte Sensordesigns, ohne mechanische Stabilität oder langfristige Barriereintegrität zu beeinträchtigen. Durch seine Kompatibilität mit skalierbaren Fertigungsprozessen wird eine gleichbleibende Messstabilität in der Großserienproduktion gewährleistet.


    Gebaut für die härtesten Bedingungen

    Drucksensoren kommen überall dort zum Einsatz, wo Materialien extremen Herausforderungen standhalten müssen:

    • Aggressive Chemikalien und Flüssigkeiten
    • Dynamische Druckwechsel
    • Sicherheitskritische Betriebsbedingungen

    In Automobil-, Industrie- und Medizinanwendungen ist Materialabbau schlicht keine Option. Glas behält seine Leistungsfähigkeit auch dort, wo andere Materialien aufquellen, altern oder versagen würden.

    Anwendungen

    Druckmessung im Kontext

    Die Druckmessung ist Teil eines umfassenderen Echtzeit-Sensorökosystems, in dem das Materialverhalten die Systemstabilität bestimmt.
    Automotive in-cabin sensing system with driver-assistance perception overlay

    Automotive-Anwendungen

    Drucksensoren in Automotive-Systemen müssen über Jahre hinweg unter Dauerbelastung, Vibrationen und Temperaturzyklen stabil bleiben. Materialdrift oder eine Verschlechterung der Grenzfläche wirken sich direkt auf die Sicherheit und Zuverlässigkeit des Systems aus. Die Langzeitstabilität entscheidet darüber, ob die Sensorik über die gesamte Lebensdauer des Fahrzeugs vertrauenswürdig bleibt.
    CMOS image sensor module used in 3D sensing applications

    Bildgebungssysteme

    In komplexen Sensorarchitekturen unterstützt die Drucküberwachung die Systemstabilität und die Umweltkontrolle. Kleine, materialbedingte Veränderungen können die Kalibrierung, Ausrichtung oder Signalkonsistenz in integrierten Systemen beeinflussen. Zuverlässige Leistung hängt von einem stabilen Materialverhalten unter wechselnden Bedingungen ab.
    Person using smartphone for mobile sensing applications

    Mobile Endgeräte

    Mobile Drucksensorik arbeitet in stark miniaturisierten Umgebungen mit enger Integration und konstanten Nutzungszyklen. Materialverformung, -drift oder -ermüdung beeinträchtigen direkt die Messgenauigkeit über Millionen von Geräten hinweg. Die Konsistenz im großen Maßstab hängt vom vorhersehbaren Materialverhalten unter wiederholter Beanspruchung ab.
    Medical monitoring using digital devices to measure vital signs

    Medizinische Geräte

    Medizinische Druckmessungen erfordern präzise und stabile Ergebnisse im Dauerbetrieb und unter strengen regulatorischen Vorgaben. Materialdrift, Leckagen oder Degradation können die Diagnosegenauigkeit und Patientensicherheit beeinträchtigen. Die langfristige Zuverlässigkeit hängt von Materialien ab, die auch unter Belastung und Exposition ihre Stabilität wahren.

    Wenn der Druck entscheidet, ist das Materialverhalten entscheidend.

    Kontinuierliche Belastung, Temperaturschwankungen und Medienexposition bestimmen das Langzeitverhalten von Drucksensoren. Teilen Sie uns Ihre Anwendung mit, und wir unterstützen Sie dabei, passende Glaseigenschaften auszuwählen, die eine stabile und vorhersehbare Leistung sicherstellen.

    Martin Naß

    Martin Naß

    Produktmanager Sensing Vision

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    Materialeigenschaften bestimmen das Verhalten von Systemen. Erfahren Sie, wie Signalqualität, Systemarchitektur und reale Bedingungen die Sensorleistung in unterschiedlichen Anwendungen prägen.
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