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Geschichte

Vor über 130 Jahren entwickelt Otto Schott völlig neuartige Gläser. Mit seinem bahnbrechenden Pioniergeist wird er zum Wegbereiter der Spezialglasindustrie. Seitdem verändern Innovationen von SCHOTT die Welt. Ein weiterer Erfolgsfaktor in dieser langen Geschichte ist das Leitprinzip Nachhaltigkeit. 
Erfolgsgeschichte in Spezialglas: Wie SCHOTT vom Start-up zum Global Player wurde

Entdecke unsere Geschichte

Pioniere prägen das Unternehmen

Immer wieder sind es herausragende Pioniere, die Geschichte schreiben. Sie leisten Großartiges, sind Vorbilder und reißen andere Menschen mit.
Otto Schott

Otto Schott

Der Wegbereiter

Otto Schott (1851–1935) gilt als Begründer der modernen Glaswissenschaft und Wegbereiter der Spezialglasindustrie. Mit seinen systematischen Forschungen ist der Chemiker der erste, der Gläser mit genau vorherbestimmbaren und jederzeit reproduzierbaren Eigenschaften entwickelt. Seine völlig neuartigen optischen und technischen Spezialgläser übertreffen alles bisher Dagewesene.

1884 gründet er gemeinsam mit dem Physiker Ernst Abbe und dem Optiker und Feinmechaniker Carl Zeiss in Jena ein kleines Glaslabor, das Glastechnische Laboratorium Schott & Genossen. Mit seinen bahnbrechenden Glasentwicklungen verankert er den Pioniergeist tief in der DNA von SCHOTT. Zugleich ermöglichen seine Spezialgläser vielfältige Fortschritte in Wissenschaft und Technik.

Auf Grund seines Lebenswerkes nimmt Otto Schott in der Geschichte des Werkstoffs Glas eine herausragende Position ein. Auch als Unternehmer zeigt er große Verantwortung: Indem er die visionären Ideen von Ernst Abbe unterstützt, wird er zum Mitbegründer der Carl-Zeiss-Stiftung.
Ernst Abbe

Ernst Abbe

Der Visionär

Ernst Abbe (1840–1905) etabliert ein einzigartiges Unternehmensmodell und wird damit zu einem Pionier in Sachen Nachhaltigkeit. Als Physik-Professor an der Universität Jena wurde Ernst Abbe zum Begründer der wissenschaftlichen Optik. Als Teilhaber der Optischen Werkstätte von Carl Zeiss hob er die Herstellung der Mikroskop-Objektive auf eine wissenschaftliche Grundlage. Mit dieser Expertise holt er den Glaspionier Otto Schott nach Jena, wo dieser die so dringend benötigten neuartigen optischen Gläser für die weitere Verbesserung der ZEISS-Mikroskope entwickelt.

1884 gehört Abbe gemeinsam mit Otto Schott und Carl Zeiss zu den Gründern des Glastechnischen Laboratoriums. 1889 gründet er zum Gedenken an den verstorbenen Partner die Carl-Zeiss-Stiftung. Mit Unterstützung von Otto Schott macht er diese zur alleinigen Eigentümerin der Unternehmen ZEISS und SCHOTT.

Mit dem Stiftungsstatut von 1896 etabliert Abbe in beiden Stiftungsunternehmen ein einzigartiges visionäres Unternehmensmodell, das schon damals vom Leitprinzip Nachhaltigkeit geprägt ist.
Erich Schott Erich Schott
  • Erich Schott
  • Erich Schott

Erich Schott

Der Leader

Erich Schott (1891–1989) tritt in die Fußstapfen seines Vaters und führt das Unternehmen durch seine schwierigste Zeit. 1945, als amerikanische Truppen nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges bei ihrem Rückzug aus Thüringen ausgewählte Spezialisten mit in den Westen Deutschlands nehmen, steht er an der Spitze des sogenannten „Zuges der 41 Glasmacher“.

Nach der Enteignung des Stammhauses in Jena und der Spaltung Deutschlands in Ost und West leitet Erich Schott 1952 den Aufbau eines neuen modernen Hauptwerkes in Mainz. Von hier aus führt er das Unternehmen wieder zu Weltgeltung. Dazu tragen auch die Erschließung neuer Geschäftsfelder, wie zum Beispiel Fernsehglas, und der Aufbau erster Produktions- und Vertriebsstandorte außerhalb von Deutschland bei.

Erich Schott gilt als einer der Pioniere des „Wirtschaftswunders“, des wirtschaftlichen Wiederaufbaus in Westdeutschland nach dem Zweiten Weltkrieg.
Marga Faulstich

Marga Faulstich

Die Leidenschaftliche

Marga Faulstich (1916–1998) ist die erste weibliche Führungskraft bei SCHOTT. 1945, als amerikanische Truppen nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges bei ihrem Rückzug aus Thüringen ausgewählte Spezialisten mit in den Westen Deutschlands nehmen, gehört sie zu den Auserwählten und nimmt am „Zug der 41 Glasmacher“ teil. Sie gehört zu den Ausgewählten und nimmt am „Zug der 41 Glasmacher“ teil.

Nach dem Neubeginn in Mainz steigt sie von der Laborantin zur hochqualifizierten Glaschemikerin und einer führenden Expertin für optische Gläser auf. Mit großer Energie und Leidenschaft wirkt sie maßgeblich an der Entwicklung von über 300 optischen Glastypen für Anwendungen in hochwertigen Kameraobjektiven, optischen Instrumenten, Brillengläsern und in der Faseroptik mit. Fast 40 Patente tragen ihren Namen.

Ihre bedeutendste Entwicklung ist ein hochbrechendes Leichtgewichtsbrillenglas. Es bringt Brillenträgern mit einer hohen Dioptrie zwei bedeutende Annehmlichkeiten: Es macht die Brille wesentlich leichter und zugleich ästhetischer.
Jürgen Petzoldt

Jürgen Petzoldt

Der Mutige

Jürgen Petzoldt (1935–2011) ist ab 1966 die treibende Kraft bei der Entwicklung eines neuen Werkstoffs – der Glaskeramik. Mit Mut und Beharrlichkeit setzt der Chemiker seine Überzeugung gegen interne Zweifler durch.

Der Erfolg gibt ihm recht. ZERODUR® Glaskeramik mit einer thermischen Ausdehnung nahe null leitet eine neue Ära von Telekopspiegelträgern ein und wird zu einem neuen Flaggschiff von SCHOTT. Später zählt Jürgen Petzoldt zu den „Vätern“ der CERAN® Glaskeramik-Kochfläche.

Mit seiner Zielstrebigkeit steigt er vom wissenschaftlichen Mitarbeiter zum Leiter Forschung und Entwicklung und schließlich zum Mitglied des Vorstandes auf. Jürgen Petzoldt ist weltweit als Kapazität auf dem Glassektor anerkannt. Von 1991 bis 1994 führt er als Präsident die International Commission on Glass.

Entdecken Sie die ganze Geschichte von SCHOTT

An unserem Gründungsstandort Jena können Sie tiefer eintauchen in unsere Geschichte. Besuchen Sie die SCHOTT Villa, unser Museum, oder das SCHOTT Archiv, unser historisches Gedächtnis.

Die SCHOTT Villa in Jena ist das Museum des SCHOTT Konzerns. Früher hat Firmengründer Otto Schott mit seiner Familie hier gelebt. Heute werden hier sein Lebenswerk sowie die Unternehmens- und Innovationsgeschichte des SCHOTT Konzerns in verschiedenen Ausstellungen präsentiert.

Wenn Sie die SCHOTT Villa in Jena besuchen, können Sie sich vor Ort mit Ihrem Smartphone und der SCHOTT Villa App auf eine virtuelle Zeitreise begeben. Laden Sie sich zu diesem Zweck über den entsprechenden Button die kostenlose SCHOTT Villa App auf Ihr Smartphone oder Tablet.  


SCHOTT Villa App

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Unabhängig von einem Besuch in der SCHOTT Villa können Sie hier einen virtuellen Rundgang durch die Villa machen.


SCHOTT Villa
Otto-Schott-Strasse 5
07745 Jena
Deutschland

Öffnungszeiten
Dienstag - Donnerstag 13–17 Uhr
Der Eintritt ist frei.
Die SCHOTT Villa ist barrierefrei.
Busparkplatz vorhanden. 

Kontakt
Ute Haubold
Unternehmenskommunikation
Jena
Tel.: +49 (0) 3641 / 681–5304
E-Mail

Statue von Otto Schott vor der SCHOTT Villa

Außenansicht der SCHOTT Villa in Jena

Innenansicht der SCHOTT Villa in Jena

Das SCHOTT Archiv in Jena ist das historische Gedächtnis des SCHOTT Konzerns. Hier werden wichtige Dokumente und Objekte aus über 130 Jahren Unternehmensgeschichte gesammelt, aufbewahrt und für die Nutzung erschlossen. Zu den historisch wertvollsten Archivbeständen gehören der Briefwechsel zwischen Firmengründer Otto Schott und Ernst Abbe, Glasschmelzbücher, Patente, Geschäftsberichte, Werbedruckschriften, Mitarbeiter- und Kundenmagazine sowie historische Fotosammlungen.

Das SCHOTT Archiv bietet Wissenschaftlern, Publizisten, Studierenden, Schülern und Journalisten die Möglichkeit für persönliche Archivrecherchen vor Ort. Die persönliche Nutzung des Archivs ist nur nach telefonischer oder schriftlicher Anfrage möglich.

Kontakt
SCHOTT Archiv
Otto-Schott-Straße 13
07745 Jena
Deutschland

Judith Hanft
Archivarin
Telefon +49 (0)3641/681–5697
E-Mail