SCHOTT solutions Nr. 2/2014 > Umwelttechnik

Ingenieure bei Triplan Umwelttechnik haben photokatalytische Belüftungssysteme mit hohem Wirkungsgrad entwickelt. Als Trägermaterial für den Katalysator wird Spezialglas von SCHOTT eingesetzt. Foto: SCHOTT/ H.-J. Schulz
Waschgang für die Luft
Mit einer innovativen Idee bringt das bayerische Unternehmen Triplan Umwelttechnik frische Luft in alte Gebäude: Mittels UV-Licht säubern die Harburger Ingenieure Räume von muffig-modrigen Gerüchen. Doch erst Spezialglas von SCHOTT sorgt für die optimale Beseitigung von unerwünschten Düften.
Sebastian Kirschner
Korkender Wein oder muffige Räume: Beides ist unangenehm – und beides hat häufig die gleiche Ursache. Imprägnierte Paletten und Gebälk alter Häuser gasen über Jahrzehnte Fragmente ihrer Holzschutzmittel aus. Dabei entstehen modrig riechende Aerosole, dieselben Moleküle, die sich an Korken anlagern und aus köstlichem Wein den gefürchteten „Korkschmecker” machen. Abhilfe schafft hierbei die sogenannte Photokatalyse – eine Technik, die mit Katalysator und UV-Strahlung die ungeliebten Gase zersetzt. Doch bisherige Lösungen haben Nachteile: „Die Geräte haben weder einen guten Wirkungsgrad noch sind sie besonders nachhaltig”, erklärt Andreas Beck, Geschäftsführer der Firma Triplan Umwelttechnik. Beck hat deshalb mit seinem Team die Lüftungslösung TRIPLAN LightClean® entwickelt. Das Besondere dabei: Statt auf Papier setzt Beck auf Glas als Trägermaterial für den Katalysator.

DURAN® Röhren sind ein ideales Trägermaterial für das katalytische Halbleitermaterial. Außerdem sind sie besonders lange haltbar. Foto: SCHOTT/ H.-J. Schulz
Für diesen innovativen Kniff setzt der Harburger Unternehmer auf DURAN® Glasrohre aus Borosilikatglas von SCHOTT. Denn das Spezialglas hat als Katalysator-Träger für Beck entscheidende Vorteile: „Im Gegensatz zu allen anderen Materialien erreichen wir damit einen viel höheren Wirkungsgrad”, erklärt Beck. „Durch die hohe Transparenz von DURAN® kann das UV-Licht tief in den Reaktor eindringen und erreicht bei gleichem Energieeinsatz viel mehr Aktivierungsfläche”, erläutert Dietmar Katlun, Area Sales Manager bei SCHOTT Technical Tubing. Gleichzeitig macht es TRIPLAN LightClean® auch besonders nachhaltig: „Anders als herkömmliche Filter kann das beschichtete Glas endlos genutzt werden, da es von der Oxidation nicht angegriffen wird”, sagt Beck. Denn die Spezialglasröhren sind chemisch hoch resistent und halten größten Temperaturwechseln stand.

Triplan Geschäftsführer Andreas Beck (rechts) denkt bereits über weitere Einsatzbereiche des innovativen Belüftungssystems nach. Foto: SCHOTT/ H.-J. Schulz
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