Klimaneutral bis 2030

Als Spezialglashersteller ist SCHOTT ein energieintensives Unternehmen. Spezialgläser und Glaskeramiken werden in großen Schmelzwannen bei Temperaturen von bis 1.700 Grad Celsius geschmolzen. Bisher werden die Schmelzwannen mit den fossilen Energieträgern Erdgas und Heizöl oder mit Elektrizität beheizt. Auch bei der Weiterverarbeitung der Gläser wird viel Energie benötigt.

Durch diesen Energiebedarf beträgt der klimarelevante Fußabdruck rund 1 Million Tonnen CO2e pro Jahr.

In seiner neuen Konzernstrategie hat sich SCHOTT ein ambitioniertes Ziel gesetzt:

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„Wir wollen bis 2030 ein klimaneutrales Unternehmen werden und damit aktiv einen Beitrag für den Klimaschutz leisten.“


Dr. Frank Heinricht,
Vorsitzender des Vorstandes der SCHOTT AG
Auf dem Weg Richtung Klimaneutralität will SCHOTT klimaschädliche Emissionen vermeiden, reduzieren oder kompensieren.

Der Aktionsplan umfasst vier Handlungsfelder

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Kontinuierliche Verbesserung der Energieeffizienz
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Umstieg auf 100 Prozent Grünstrom
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Technologiewandel
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Kompensation technologisch nicht vermeidbarer Emissionen
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Die Verbesserung der Energieeffizienz ist für SCHOTT schon seit Jahrzehnten eine Daueraufgabe. Im Rahmen des bewährten Energiemanagements arbeiten Experten permanent daran, Energieeinsparpotenziale zu identifizieren und zu nutzen.

Bereits 2021 will SCHOTT seinen Strombedarf zu 100 Prozent durch erneuerbare Energien wie Wasserkraft, Windkraft, Solarenergie und Biomasse mit entsprechenden Herkunftsnachweisen decken. Hierbei legt SCHOTT Wert darauf, dass der Grünstrom eine hochwertige Zertifizierung aufweist und so einen starken Beitrag zur Energiewende leistet.

Langfristig will SCHOTT ganz auf die Nutzung fossiler Energieträger verzichten, soweit es technologisch machbar ist. Forscher und Schmelztechnologen prüfen verschiedene technologische Lösungsansätze, darunter die Wasserstofftechnologie.

Bei der Kompensation technologisch nicht vermeidbarer Emissionen setzt SCHOTT auf das Engagement in nachhaltige Klimaschutzprojekte, die nach strengen Standards zertifiziert sind.
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„Wenn wir unseren CO2-Fußabdruck senken, ist das nicht nur gut für die Umwelt und das Klima. Wir sind dadurch auch für unsere Kunden ein noch nachhaltigerer Partner.“


Dr. Jens Schulte,
Mitglied des Vorstandes der SCHOTT AG
Zur Berechnung seiner klimarelevanten Emissionen betrachtet SCHOTT den Ausstoß aller Treibhausgase. Dabei bezieht das Unternehmen aktuell die Emissionen aus der eigenen Produktion (Scope 1 des Greenhouse Gas Protocol) und aus eingekaufter Energie (Scope 2) in die Berechnung ein. Von Scope 3 werden auch die Dienstreisen und die Mobilität der Mitarbeiter berücksichtigt. Mittelfristig sollen dann die weiteren Scope 3-Emissionen mit einbezogen werden, die unter anderem auch die Emissionen in der Lieferkette betrachten. Um eine Vergleichbarkeit bezüglich ihrer Klimawirksamkeit herzustellen, werden die Treibhausgasemissionen in CO2-Äquivalenten (CO2e) angegeben.