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F/LIST: Zwischen Handwerk, Hightech und Atmosphäre – neue Impulse für die Luftfahrt

Wie verbindet man traditionelles Handwerk mit Hightech-Materialien, Leichtbau und emotionalen Kabinenkonzepten? Sophie Degenfeld, Director Marketing and Communications bei F/LIST, spricht über die Kultur eines Familienunternehmens, den Anspruch, Unmögliches möglich zu machen, und die wachsende Rolle von Materialität und Licht in der Aviation-Branche.
Sophie Degenfeld kam 2022 zu F/LIST und bringt umfassende Erfahrung in den Bereichen Medien und Kommunikation mit. Zuvor war sie u.a. für die ProSiebenSat.1 PULS 4-Gruppe tätig. Sie studierte Politikwissenschaft, Kommunikationswissenschaften und Kunstgeschichte an den Universitäten Wien (Österreich) und Genf (Schweiz). Seit 2026 hat sie die Position Director Marketing and Communications inne.
Sophie Degenfeld, Director Marketing and Communications at F/LIST
Sophie Degenfeld, Director Marketing and Communications bei F/LIST

Was zeichnet F/LIST als Unternehmen aus?

F/LIST ist ein familiengeführtes Unternehmen, und das spürt man einfach. Wir haben letztes Jahr unser 75-jähriges Jubiläum gefeiert: Es ist wirklich bewundernswert, was diese Familie über drei Generationen aufgebaut hat. Heute führt die Enkelin des Gründers das Unternehmen mit viel Herzblut und Leidenschaft. Wir sagen immer: Das „F“ steht nicht nur für unseren Gründer Franz List, sondern auch für Future, Family und Forward Thinking. Und genau das zieht sich bei uns durch ganz viele Bereiche.


Wofür steht F/LIST heute im Markt?

Wir sind spezialisiert auf hochwertige Interior-Lösungen und haben das Privileg, mit einigen der schönsten Immobilien, Yachten und Flugzeuginterieurs der Welt zu arbeiten. Aviation ist unser größter Bereich, aber gleichzeitig bieten wir auch Lösungen für Luxusresidenzen und, unter der Marke F/YACHTING, für die Yachtindustrie an. Das Besondere ist, dass wir wirklich alle Assets eines Kunden abdecken können – egal ob an Land, in der Luft oder am Meer. Das ist sicher einer der größten USPs der F/LIST Gruppe. 


F/LIST hat seine Wurzeln im Handwerk. Welche Rolle spielt diese Herkunft heute noch?

Eine ganz zentrale. Unser Fundament ist nach wie vor die Handwerkskunst. Sie hat uns groß gemacht, und sie zeichnet uns bis heute aus – dieser Blick für Qualität, Präzision und Materialität. Gleichzeitig sehen wir Handwerk und Technologie nicht als Gegensätze. Im Gegenteil: Für uns gehören sie zusammen. Genau in dieser Verbindung entsteht Innovation. Es gibt bei uns eigentlich keine Grenzen des Handwerks.


Wie zeigt sich dieser Innovationsanspruch konkret?

Für uns bedeutet Innovation, Grenzen ganz bewusst zu verschieben. Wir verbinden Handwerk mit Hightech-Materialien und digitalen Prozessen – aus einer tiefen Leidenschaft für neue Lösungen heraus. Unser Anspruch war immer, das möglich zu machen, was andere für unmöglich halten. Ein gutes Beispiel ist unser stone floor. Da war die Idee: Stein kann fliegen. Und wir haben gezeigt: Mit F/LIST kann er das. Oder Möbel, die sich in Richtungen bewegen und verbiegen, die man so nicht erwarten würde. Genau das meinen wir, wenn wir sagen: Handwerk und Technologie verschmelzen bei uns.

Wir verbinden Handwerk mit Hightech-Materialien und digitalen Prozessen – aus einer tiefen Leidenschaft für neue Lösungen heraus.
F/LAB – The F stands for Future: Das F/LAB ist ein dynamischer Hub für kreatives Denken, Co‑Creation und Experimentieren. Hier werden alternative Konzepte visualisiert und in reale Lösungen übersetzt – durch das Zusammenspiel von Materialien, Technologien und interdisziplinärer Expertise, mit dem Anspruch, Innenräume neu zu denken.
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Was macht F/LIST dabei besonders einzigartig?

Für mich sind es vor allem drei Dinge. Erstens unser Mindset: Wir haben den Mut, unkonventionelle Wege zu gehen und den Status quo zu hinterfragen. Wir fragen nicht: „Geht das?“, sondern: „Wie machen wir es möglich?“ Zweitens unser Innovationsbereich. Wir haben in den letzten Jahren ein 40-köpfiges R&D-Team aufgebaut, interdisziplinär, mit Menschen aus der Automobilbranche, Chemie, aus dem Design und der Materialforschung. Und drittens ist es ganz klar unsere Präzision in der Umsetzung. Am Ende entstehen durch das Zusammenspiel von Forschung, Prototyping und Handwerkskunst Lösungen, die leichter, robuster und ästhetisch wirklich besonders sind.


Welche Themen treiben Sie speziell in der Aviation-Industrie?

Die Luftfahrt ist natürlich ein sehr restriktiver Bereich, mit vielen Anforderungen und Auflagen. Ein ganz entscheidendes Thema ist Gewicht. Über Leichtbau kann man in der Aviation extrem viel erreichen, und genau in diese Richtung gehen auch unsere Material- und Cabinet-Innovationen. Das betrifft zum Beispiel ultraleichte Panels oder lightweight Composites, die trotz geringem Gewicht eine sehr hochwertige Haptik ermöglichen. Gleichzeitig wird in der Kabine das Thema Emotion und Wellbeing immer wichtiger. Airlines möchten stärker über Storytelling und Atmosphäre arbeiten – und da spielt Licht eine ganz zentrale Rolle.

Airlines möchten stärker über Storytelling und Atmosphäre arbeiten – und da spielt Licht eine ganz zentrale Rolle.

Warum wird Licht in diesem Kontext immer relevanter?

Weil Licht sehr viel zur Wahrnehmung eines Raumes beiträgt. Es geht um die nahtlose Integration in Oberflächen, um präzise Lichtführung und um stimmungsbasierte Szenarien. Gerade in der kommerziellen Luftfahrt sehen wir, dass das Kundenerlebnis stärker emotional aufgeladen wird. Menschen erinnern sich oft nicht an jedes Detail – aber daran, wie sie sich in einem Raum oder während eines Fluges gefühlt haben. Genau deshalb ist Licht so spannend: Es verbindet Funktion mit Atmosphäre.

SCHOTT® Opal Terra: SCHOTT und F/LIST erweitern das erfolgreiche Opal Reading Light Portfolio um eine neue Premium-Linie. Die Opal Terra Serie bringt natürliche Materialien wie Holz und Stein sowie weitere Innovationen aus dekorativem Material in die Beleuchtung von Flugzeugkabinen.
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Welche Rolle spielen Partnerschaften wie die mit SCHOTT?

Eine sehr wichtige. Für uns ist spannend, wie sich unsere Materialkompetenz mit innovativen Lichtlösungen verbinden lässt. Deshalb freuen wir uns immer über Partner, die ein ähnliches Mindset haben wie wir. Mit SCHOTT ist das aus meiner Sicht sehr schön gelungen. Da geht es darum, Innovation noch einmal neu aufzugreifen und aus einem anderen Blickwinkel in den Markt zu bringen. Besonders spannend ist, dass man mit Materialien wie ultradünnen Stein-Veneers ganz gezielt Akzente setzen kann – von einem einzelnen Highlight bis hin zu einem größeren Designkonzept in der Kabine.


Zum Schluss ganz persönlich: Was fasziniert Sie an Ihrer Arbeit bei F/LIST?

Mich fasziniert der Innovationsdrang dieses Unternehmens und auch die Kultur dahinter – dieses ständige Hinterfragen des Status quo. Hier tun sich Welten auf, mit denen man sonst wahrscheinlich nie in Berührung kommen würde.

 

Text: Dr. Haike Frank, SCHOTT
Fotos: F/LIST, SCHOTT

April 2026


Weitere Informationen über F/LIST: https://f-list.at/

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