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Pink tissue with a white light beam

Faseroptische Laserlösungen für medizinische Anwendungen

Medizinische Lasersysteme erfordern eine präzise Kontrolle der Lichtübertragung, Lichtemission und Bestrahlungsstärke. SCHOTT vereint Anwendungsentwicklung, optisches Design und Fertigungskompetenz, um kundenspezifische Lösungen für die gezielte Übertragung und Abgabe von Laserlicht zu realisieren – für minimalinvasive und oberflächenbasierte Therapien, vom ersten Prototyp bis zur Serienproduktion.
Laserlicht-Behandlung

Was ist eine medizinische Laserlicht-Behandlung?

Bei der Laserlicht-Behandlung wird präzise gesteuerte Lichtenergie eingesetzt, um Gewebe im oder am Körper zu diagnostizieren, beleuchten oder behandeln. Je nach medizinischer Anwendung kann Laserlicht:

  • photosensitive Wirkstoffe aktivieren
  • lokal Wärme erzeugen
  • gezielt Gewebe zerstören
  • biologische Reaktionen stimulieren
  • die Visualisierung verbessern.


Warum ist die Lichtabgabe entscheidend?

Entscheidend für die Wirksamkeit laserbasierter medizinischer Behandlungen ist, dass Lichtdosis, Wellenlänge und Emissionsprofil präzise auf den jeweiligen Zielbereich abgestimmt sind. Absorptions- und Streuverluste an optischen Schnittstellen sowie entlang des Übertragungswegs können die Systemleistung beeinträchtigen. Eine ungleichmäßige Lichtverteilung birgt zudem das Risiko lokaler Hotspots und uneinheitlicher Behandlungsergebnisse. Durch die Optimierung des gesamten optischen Pfads von der Einkopplung an der Lichtquelle bis zur Lichtabgabe im Zielbereich lässt sich eine präzise, homogene und reproduzierbare Lichtverteilung für unterschiedliche medizinische Anwendungen erreichen.

Anwendungen

Anwendungen medizinischer Laserlicht-Übertragungssysteme

Die medizinische Laserlicht-Übertragung ist eine Schlüsseltechnologie für minimalinvasive Verfahren und Oberflächentherapien. Jede Anwendung stellt eigene Anforderungen an die optische Übertragung und erfordert einen sorgfältig ausgelegten optischen Pfad aus einer spezifischen Kombination von Laserquelle, faseroptischer Baugruppe und Emissionsprofil.

Lichtabgabe in Hohlräumen und bei endoskopischen Anwendungen

Bei einigen medizinischen Laseranwendungen muss Licht in Hohlorgane, luminale Strukturen, endoskopische Zugangsstellen oder Hohlräume nach einer Resektion eingebracht werden, typischerweise zur Diagnose oder Behandlung von Krebs. Beispiele sind Anwendungen in Blase, Magen-Darm-Trakt, Bronchialsystem, Pleuraraum oder chirurgischen Kavitäten. Je nach Therapiekonzept kann das Licht für die photodynamische Therapie (PDT), Photoimmuntherapie (PIT), photodynamische Diagnostik (PDD), Beleuchtung oder lokale Behandlung eingesetzt werden.

Diese Verfahren erfordern eine kontrollierte und homogene Lichtverteilung in beengten und meist komplexen Geometrien. Zylindrische, sphärische oder anwendungsspezifische Diffusorgeometrien und faseroptische Sonden ermöglichen definierte Emissionsprofile und eine reproduzierbare Bestrahlungsstärke am Behandlungsort.
A white rod-like object against a vibrant, textured red background, illuminated dramatically from above.
Zu den optischen Anforderungen zählt eine homogene radiale Beleuchtung innerhalb eines Hohlraums.

Interstitielle und intratumorale Lichtabgabe

Bei interstitiellen und intratumoralen Therapien wird optische Energie über minimalinvasive faserbasierte Sonden oder Applikatoren direkt in das Gewebe eingebracht. Dieser Ansatz kommt zum Einsatz, wenn das Ziel, etwa ein Tumor oder ein epileptischer Knoten, im Gewebe liegt und sich nicht an einer zugänglichen Oberfläche oder in einem offenen Lumen befindet. Beispiele sind die laserinduzierte interstitielle Thermotherapie (LITT), die interstitielle photodynamische Therapie (I-PDT), die fokale Tumorablation und weitere lokale onkologische Verfahren.

Diese Anwendungen erfordern eine kontrollierte Energiedeposition in einem definierten Gewebevolumen. Je nach Therapiemechanismus kann das Ziel in der thermischen Gewebeablation, der Aktivierung eines Photosensibilisators oder der kontrollierten Beleuchtung eines Zielvolumens bestehen.
Close-up of a walnut surface with a white stick crossing over, emitting a red glow at one end.
Zu den optischen Anforderungen zählt die lokale Energiedeposition im Gewebe.

Endovenöse Lichtabgabe

Bei diesen Therapien wird Laserenergie innerhalb von Blutgefäßen abgegeben, um Gefäßerkrankungen so gezielt zu behandeln, dass das umliegende Gewebe möglichst wenig traumatisiert wird. Die endovenöse Lasertherapie (EVLT) wird häufig zur Behandlung von Krampfadern, chronischer Veneninsuffizienz und anderen Formen des venösen Refluxes eingesetzt.

Diese Verfahren erfordern eine kontrollierte und gleichmäßige Energieabgabe entlang der Gefäßwand, um eine zuverlässige thermische Wechselwirkung und den Verschluss des Gefäßes zu erzielen. Laserdiffusoren und Laserfasersonden erzeugen homogene radiale Emissionsprofile und unterstützen so eine gleichmäßige Bestrahlung der Behandlungszone. Eine optimierte Faserübertragung und Emissionsgeometrie sind daher entscheidende Auslegungsfaktoren für reproduzierbare Ergebnisse bei vaskulären Laseranwendungen.
A close-up illustration showing a tool emitting a blue light in front of a textured golden surface.
Zu den optischen Anforderungen zählt eine gleichmäßige umlaufende Beleuchtung innerhalb der Gefäße.

Gerichtete endoskopische Laserlichtabgabe

Gerichtete endoskopische Laseranwendungen erfordern die präzise Abgabe optischer Energie an ein definiertes Ziel statt einer großflächigen homogenen Beleuchtung. Beispiele hierfüt sind die Laserlithotripsie zur Zertrümmerung von Harnsteinen sowie die laserbasierte Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung, auch benigne Prostatahyperplasie (BPH) genannt. Bei diesen Verfahren wird Laserlicht typischerweise über vorwärts oder seitlich emittierende Faserspitzen abgegeben, um eine kontrollierte Steinfragmentierung, Gewebeablation, Vaporisation oder Koagulation zu erreichen.

Diese Anwendungen kommen typischerweise  lokal begrenzt zum Einsatz, wobei der gewünschte Effekt durch die direkte Wechselwirkung zwischen Laser und Gewebe oder Stein entsteht. Die optische Leistung hängt daher von einer effizienten Übertragung, einem stabilen Verhalten der Faserspitze, einer präzisen Strahlführung und robusten Faserdesigns ab.
Gray crystals arranged on a surface, illuminated by a red light from a metal-tipped probe
Zu den optischen Anforderungen zählen eine präzise gerichtete Energieabgabe und eine kontrollierte Gewebewechselwirkung.

Antimikrobielle photodynamische Lichtabgabe

Bei der lokal angewendeten antimikrobiellen photodynamischen Therapie (aPDT) aktiviert Licht photosensitive Wirkstoffe, die Bakterien und andere Mikroorganismen zerstören. Je nach Indikation kann die aPDT  Oberflächen und Taschen beleuchten oder einen endoluminalen Zugang bzw. eine faserbasierte Lichtabgabe in enge anatomische Räume erfordern.

Typische Beispiele im Dentalbereich sind Parodontaltaschen, Periimplantitis, endodontische Räume, infizierte Wunden und andere lokale Infektionsstellen. Diese Anwendungen erfordern eine kontrollierte Lichtabgabe an den mit Photosensibilisator angereicherten Zielbereich. Gleichzeitig soll das umliegende Gewebe dem Licht nicht unnötig ausgesetzt sein.
Close-up of a red-colored, textured surface resembling the interior of a grapefruit, with a vertical rod featuring a glowing red section.
Zu den optischen Anforderungen zählt eine lokale und homogene Beleuchtung des infizierten Gewebes.

Oberflächliche und topische Lichtabgabe

Anwendungen zur oberflächlichen und topischen Laserlicht-Abgabe erfordern eine kontrollierte Bestrahlung des betroffenen Gewebes. Beispiele sind die dermatologische PDT, Phototherapie, ausgewählte dermatologische oder ästhetische Verfahren, lichtbasierte Wundbehandlungen und die lokale Behandlung oberflächlicher Läsionen.

Die optische Herausforderung besteht darin, auf eine definierten freiliegenden Fläche eine reproduzierbare Lichtverteilung zu erzielen. Frontemittierende Faserbaugruppen, angepasste Faserspitzen, Lichtleiter oder Diffusortechnologien können eingesetzt werden, wenn eine kontrollierte Bestrahlung einer Oberfläche oder definiertem Punkt sowie  eine reproduzierbare Behandlung erwünscht ist.
Close-up view of a red apple surface with a yellow spray emitted from a nozzle on the left.
Zu den optischen Anforderungen zählt eine kontrollierte und homogene Oberflächenbeleuchtung.
Optischer Pfad

Optimierung des gesamten optischenLaserlicht-Pfads

In medizinischen Lasersystemen wird die Leistung durch das Zusammenspiel aller optischen Komponenten bestimmt. Kopplungseffizienz, Übertragungsverluste, Emissionsgeometrie und Homogenität der Bestrahlung sind voneinander abhängig und müssen gemeinsam optimiert werden.

Über die Faserspitze oder den Diffusor hinaus sorgen beispielsweise vollständige Baugruppen einschließlich Steckverbindern, Beschichtungen und Schutzschichten für Stabilität bei Handhabung, Sterilisation und klinischem Einsatz. Das Ergebnis ist ein zuverlässiger optischer Übertragungsweg, der die Strahlqualität erhält und Verluste von der Quelle bis zum Austritt minimiert.
Illustration depicting an optical system with labeled components including a light source, coupling optics, fiber assembly, beam shaping module, delivery fiber assembly, and human tissue with varying distal end configurations.

Quellenkopplung und faseroptische Übertragungssysteme

Eine effiziente Quellenkopplung und die Auslegung der optischen Schnittstelle sind für die Leistung jedes medizinischen Laserlicht-Übertragungssystems entscheidend. Von Faser- und CO₂-Lasern bis zu LED-Lichtquellen erarbeitet SCHOTT den gesamten optischen Pfad, optimiert die Kopplung zwischen Quelle und Faser und stimmt die Laserquelle auf die gesamte Systemarchitektur ab, um die Übertragungseffizienz zu maximieren.

Nach der Einkopplung in das System muss das Laserlicht auch unter anspruchsvollen mechanischen und thermischen Bedingungen zuverlässig übertragen werden. SCHOTT entwickelt kundenspezifische faseroptische Baugruppen für anwendungsspezifische Wellenlängen- und Leistungsanforderungen und integriert dabei optische Fasern, Steckverbinder, Schutzschläuche, Beschichtungen und spezielle Emissionsstrukturen. Quarzglasfasern bieten eine hohe Transmission, Biokompatibilität und ausgezeichnete Belastbarkeit bei hoher Leistung. Polykristalline Fasern ermöglichen darüber hinaus die Lichtübertragung bei erweiterten Wellenlängen bis in den mittleren Infrarotbereich und unterstützen eine nahtlose Geräteintegration.

Laserdiffusoren und präzise Emissionen

Am distalen Ende formt das Austrittselement das eingekoppelte Laser- oder LED-Licht in das für die jeweilige Anwendung benötigte Emissionsprofil um. Dabei kann es sich um eine geschnitten und polierte oder strukturierte Faserspitze, eine getaperte Quarzglasfaser sowie einen glas- oder polymerbasierten Diffusor handeln.

Die Geometrie ist so ausgelegt, dass das Licht nach vorne, radial oder entlang einer definierten Länge mit der vorgegebenen Intensitätsverteilung am Behandlungsort abgegeben wird. Das Ziel ist nicht nur eine maximale Streuung, sondern eine reproduzierbare Lichtabgabe, die auf das Behandlungsprotokoll und die Gerätegeometrie abgestimmt ist.

SCHOTT bietet eine Reihe medizinisch geeigneter Lösungen für Lichtleiterbaugruppen, die auf optische Effizienz, präzise Emissionssteuerung und skalierbare Fertigung ausgelegt sind:

  • Faserspitzen auf Quarzglasbasis (fused silica)
  • fortschrittliche glasbasierte Diffusorlösungen 
  • polymerbasierte Assemblierungen
  • getaperte und strukturierte Fasern sowie Beschichtungen auf Anfrage.

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Gemeinsame Entwicklung

Warum gemeinsam mit SCHOTT entwickeln?

 

Von optischen Komponenten bis zu integrierten Laserlicht-Übertragungslösungen

Medizinische Lasergeräte basieren auf einem komplexen optischen Pfad, in dem Quellenkopplung, Faserauswahl, Lichtformung und Auslegung des Übertragungssystems als integriertes System zusammenwirken müssen. Mit mehr als 60 Jahren Erfahrung in der medizinischen Faseroptik vereint SCHOTT Kompetenz in optischer Systemtechnik, Laserdiffusor-Design und Präzisionsfertigung. In enger Zusammenarbeit mit Medizintechnikherstellern entwickeln wir Lösungen, die optische Leistung, Fertigbarkeit und regulatorische Anforderungen in Einklang bringen.

Von Machbarkeitsstudien und Prototypenentwicklung bis zur Qualifizierung und Serienfertigung unterstützen unsere Application-Engineering-Teams Kunden über den gesamten Produktlebenszyklus. Der konsequente Fokus auf fertigungsgerechte Entwicklung beschleunigt die Entwicklung und gewährleistet einen reibungslosen Übergang vom Prototyp zur Serienproduktion.

FAQs

Eine Faser-Baugruppe ist ein kundenspezifisch entwickeltes optisches Faser-Subsystem zur Integration in ein medizinisches Gerät. Typische Baugruppen umfassen Quarzglasfasern, Steckverbinder, Schutzschläuche, Zugentlastungselemente und kundenspezifische Lichtaustrittselemente wie Laserdiffusoren oder Laserfasersonden. Diese Baugruppen werden für die jeweilige Wellenlänge, das Leistungsniveau und die mechanischen Anforderungen der medizinischen Anwendung optimiert.

Ein Laserdiffusor, auch faseroptischer Diffusor oder diffusive Faserspitze genannt, wandelt gelenktes Laserlicht in ein kontrolliertes Emissionsprofil um. Statt Licht ausschließlich nach vorne abzugeben, verteilen Diffusoren es gleichmäßig über einen definierten Bereich, beispielsweise radial (360°), zylindrisch oder in einem nach vorne gerichteten Muster. Diese kontrollierte Lichtstreuung ermöglicht eine homogene Bestrahlungsstärke am Behandlungsort, die für konsistente und wirksame medizinische Therapien entscheidend ist.

Eine Laserlicht-Übertragungsfaser (optische Faser) überträgt Laserlicht mit minimalen Verlusten von der Quelle zum Anwendungsort. Diese Übertragungsfasern werden auch als blanke Fasern (bare fibers) bezeichnet und besitzen eine mechanisch geformte Faserspitze. Ein Laserdiffusor hingegen verändert die Emission dieses Lichts am distalen Ende der Faser. Während Standardfasern einen fokussierten Strahl abgeben, erzeugen Diffusoren definierte und homogene Lichtverteilungen. Dadurch eignen sie sich für Anwendungen, die eine gleichmäßige Bestrahlungsstärke statt einer Punktbeleuchtung erfordern.

Eine gleichmäßige beziehungsweise homogene Strahlung oder Bestrahlungsstärke stellt sicher, dass die abgegebene Lichtenergie gleichmäßig über das Zielgewebe verteilt wird. Dies ist bei Therapien wie der photodynamischen Therapie (PDT) oder der laserinduzierten interstitiellen Thermotherapie (LITT) entscheidend, da eine ungleichmäßige Lichtverteilung zu Unter- oder Überbelichtung führen kann. Eine homogene Bestrahlungsstärke reduziert Hotspots, verbessert die Reproduzierbarkeit der Behandlung und trägt zu konsistenten klinischen Ergebnissen bei.

Laserfaserdiffusoren kommen in zahlreichen medizinischen Anwendungen zum Einsatz, darunter:

  • photodynamische Therapie (PDT) und Photoimmuntherapie (PIT)
  • laserinduzierte interstitielle Thermotherapie (LITT)
  • endovenöse Lasertherapie (EVLT)
  • antimikrobielle photodynamische Therapie (aPDT)
  • intrakavitäre und endoskopische Beleuchtung
  • dermatologische und ästhetische Behandlungen

Diese Anwendungen erfordern eine kontrollierte und gleichmäßige Lichtabgabe in begrenzten oder empfindlichen Umgebungen.

Laserdiffusoren sind je nach Anwendung in verschiedenen Emissionsgeometrien erhältlich:

  • zylindrische Diffusoren (radiale Emission entlang einer definierten Länge)
  • sphärische oder 360°-Diffusoren
  • frontemittierende Diffusoren
  • kundenspezifisch geformte Emissionsprofile

Die Wahl der Geometrie hängt von Faktoren wie Behandlungsbereich, Form des Hohlraums und erforderlicher Verteilung der Bestrahlungsstärke ab.

Laserdiffusoren können je nach Leistungsanforderungen aus unterschiedlichen Materialien gefertigt werden:

  • optische Polymerfasern (POF) für kostensensitive Anwendungen oder Anwendungen mit geringerer Leistung
  • glasbasierte Lösungen (z. B. auf Basis von Quarzglas oder Spezialglas) für höhere Leistung, Präzision und Stabilität

Glasbasierte Diffusoren wie SCHOTT® Luminous Diffusoren bieten Vorteile bei optischer Effizienz, Langlebigkeit und Reproduzierbarkeit.

Laserlicht wird über eine sorgfältig ausgelegte Schnittstelle zwischen Laserquelle und Fasereingang in eine optische Faser eingekoppelt. Zu den wichtigsten Parametern zählen Wellenlänge, Strahlprofil, numerische Apertur und Ausrichtungsgenauigkeit. Eine effiziente Kopplung maximiert die nutzbare optische Leistung und minimiert Verluste, was insbesondere bei medizinischen Hochleistungslasersystemen wichtig ist.

Am häufigsten werden Quarzglasfasern eingesetzt. Sie bieten eine hohe Transmission, eine ausgezeichnete Belastbarkeit bei hoher Leistung und Biokompatibilität. Für erweiterte Wellenlängenbereiche, beispielsweise Anwendungen im mittleren Infrarotbereich (~3 µm), können Spezialfasern wie polykristalline Fasern verwendet werden. Die Wahl hängt von der Laserquelle und der klinischen Anwendung ab.

Zu den wichtigsten Leistungsfaktoren zählen:

  • Kopplungseffizienz an der Quelle
  • optische Übertragungsverluste in der Faser
  • Fasergeometrie und numerische Apertur
  • Emissionsprofil des Diffusors
  • Verteilung der Bestrahlungsstärke am Ziel
  • Thermomanagement und Belastbarkeit bei hoher Leistung

Die gemeinsame Optimierung dieser Parameter ist entscheidend für eine zuverlässige und wirksame Systemleistung.

Ja, Laserdiffusoren und Laserfasersonden können hinsichtlich Länge, Durchmesser, Emissionsprofil und Geometrie an spezifische Anwendungsanforderungen angepasst werden. Eine kundenspezifische Anpassung ist häufig für die Integration in medizinische Geräte wie Katheter oder Endoskope, bei denen begrenzter Bauraum und definierte Beleuchtungszonen berücksichtigt werden müssen, erforderlich.

Laserfasern und Diffusoren werden typischerweise in Baugruppen integriert, die Steckverbinder, Schutzbeschichtungen und mechanische Schnittstellen umfassen. Diese Baugruppen müssen mit Gerätekonzepten wie Kathetern oder Sonden kompatibel sein und Sterilisationsverfahren, Handhabung sowie klinischen Einsatzbedingungen standhalten, während sie eine gleichbleibende optische Leistung abgeben.

Glasbasierte Laserdiffusoren bieten mehrere Vorteile:

  • hohe optische Effizienz
  • stabile und reproduzierbare Emissionsprofile
  • hohe Belastbarkeit bei hoher Leistung
  • Kompatibilität mit einem breiten Wellenlängenbereich
  • Robustheit gegenüber thermischen und mechanischen Belastungen

Diese Eigenschaften machen sie besonders geeignet für anspruchsvolle medizinische Anwendungen, die eine zuverlässige und skalierbare Leistung erfordern.

SCHOTT unterstützt OEMs über den gesamten Entwicklungsprozess: vom Konzept und optischen Design über die Prototypenentwicklung bis zur Großserienfertigung. Dazu gehören Faserauswahl, Kopplungsoptimierung, Diffusorentwicklung und Integration auf Systemebene. So entstehen maßgeschneiderte Lösungen für spezifische medizinische Anwendungen.

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