Glas schützt Glas am Kölner Dom dank SCHOTT AMIRAN® Heritage Protect

NEU: Kölner Dom, Deutschland

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Projekt

Der Hintergrund
Mit Fenstern aus sieben Jahrhunderten besitzt das Weltkulturerbe Kölner Dom einen der größten Bestände historischer Glasgemälde überhaupt. Die ältesten darunter stammen aus dem 13. und 14. Jahrhundert. Solch gläserne Kunstwerke erfüllen nicht nur inhaltliche und dekorative Aufgaben. Als Fenster müssen sie zugleich den Lichteinfall in einen Innenraum gewähren, diesen nach außen abschließen und vor Wind und Regen schützen.

Die Herausforderung
Glasmalereien sind substanziell dauerhaft gefährdet. Dies beginnt bei den Glasoberflächen, die empfindlich auf Wasser und wässrige Lösungen reagieren. Das gilt selbst für modernes Glas, weit mehr jedoch für mittelalterliche Gläser. Deren hoher Kalzium- und Kaliumgehalt vermindert zusätzlich die Stabilität und Witterungsbeständigkeit. Beschleunigt wird dies durch aggressive Schadstoffe aus der Umgebungsluft, vor allem Schwefeldioxid. Als Folge entstehen Ablagerungen, die mittelalterliche Gläser trüben oder gar völlig verdunkeln können.
Die Lösung
Die Glasexperten von SCHOTT in Grünenplan, die auf die Anfertigung von Architekturgläsern mit speziellen Antireflexbeschichtungen spezialisiert sind, entwickelten eine maßgeschneiderte interferenzoptische Beschichtung.

Üblicherweise sind Entspiegelungssysteme auf einen Betrachtungswinkel von 90 Grad zur Glasoberfläche ausgerichtet. Dies senkt den visuellen Reflexionsgrad auf nur noch rund 1 Prozent, optimiert auch die Reflexionsfarben und ist bei den meisten Anwendungen wie etwa bei Schaufenstern, Displays, Bilderverglasungen oder Vitrinen sinnvoll. Der Betrachtungswinkel für Schutzverglasungen an historischen Gebäuden weicht jedoch regelmäßig deutlich von 90 Grad ab. Bei einem Blickwinkel von rund 45 Grad auf ein Fenster am Kölner Dom, betrachtet vom Roncalliplatz aus, zeigten selbst interferenzoptisch entspiegelte Musterverglasungen verschiedener Hersteller erkennbar hohe Reflexionsgrade und intensive Reflexionsfarben. Das Entspiegelungssystem von SCHOTT minimiert diese Reflexionen und ermöglicht einen nahezu unverfälschten Blick auf die Originalverglasung.

Im Frühjahr 2018 erhielt das erste Chorobergadenfenster am Kölner Dom die neue Schutzverglasung SCHOTT AMIRAN® Heritage Protect. Weitere Fenster sollen folgen.
SCHOTT AMIRAN® Heritage Protect am Kölner Dom
SCHOTT AMIRAN® Heritage Protect
Floatglas

Das Material

  • SCHOTT AMIRAN® Heritage Protect in 6,76 mm Dicke
  • Extrem hohe Transmission und minimal sichtbare Reflexion (1%, anstatt 8% bei Floatglas)
  • Reduzierung von Reflexionsgrad und - farbe unter ungünstigen Betrachtungswinkeln
  • Verbundglas mit Schutz gegen Witterungseinflüsse, UV-Strahlung und mechanische Angriffe

Downloads

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