SCHOTT NARIMA® Farbeffektglas - Die Nanotechnolgie als Inspiration
  

NEU: Carnegie Mellon University, Pittsburgh, Pennsylvania, USA

Preisgekröntes Architekturprojekt - Das Ergebnis ist überwältigend.

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Projekt

Hintergrund

Am 30. April 2016 wurde die neu Sherman und Joyce Bowie Scott Hall der Carnegie Mellon University in Pittsburgh, Pennsylvania, USA eröffnet. Mit der Gestaltung des 10.220 qm großen Gebäudes für Nanowissenschaften, Biowissenschaften und Energietechnologien für das College of Engineering wurden die Architekten Michelle LaFoe und Isaac Campbell und ihr OFFICE 52 Architecture Design Team beauftragt.

Herausforderung

Im Entwurf sollte sich die interdisziplinäre und kooperative Kultur der Carnegie Mellon University widerspiegeln. Das Team hatte die Aufgabe ein lebendiges und energieeffizientes Forschungszentrum zu erschaffen, das einen Spitzenplatz im Bereich der fortgeschrittenen Nanotechnologie und komplexer technischer Systeme einnimmt. 

Eine zentrale Aufgabenstellung und Herausforderung für die Architekten war es, die wissenschaftliche und ingenieurtechnische Arbeit, die im Inneren des Gebäudes geleistet wird, in der äußeren Gebäudestruktur und -optik einzufangen.

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Material

Lösung

Das Architektenteam entwarf eine Glasvorhangfassade, die metaphorisch Konzepte der Nanowissenschaften, des Maßstabs, der Photonen und des Lichts verkörpert und den Innen- und Außenraum von Scott Hall zum Leuchten bringt.

Nach Durchführung einer Reihe von Licht- und Farbstudien mit den SCHOTT NARIMA® Glasmustern im Designstudio des Architektenbüros, fiel die Entscheidung auf die Verwendung der Glassorte SCHOTT NARIMA® Orange mit silbrigblauer Reflexion für die vertikalen und SCHOTT NARIMA® Blau-Gold für die horizontalen Sonnenschutzlamellen. Diese bestehen aus einer dichroitischen Glasmittelscheibe, die zwischen zwei Außenscheiben – eine davon mattiert – laminiert wurde. Der Glasverbund wird mit speziell angefertigten Edelstahlclips befestigt. Das Gesamtbild des Gebäudes ähnelt einer geometrischen Darstellung einer photonischen Quasikristallstruktur, die in der Nanowissenschaft als optisches Material verwendet wird. Die Form der Lamellen erinnert an ein Labyrinth, aus der Ferne betrachtet reflektieren sie hellblaue, lavendelfarbene und blaugrüne Farben.

Diese außergewöhnliche Glasbearbeitung und -anordnung in Verbindung mit dem SCHOTT NARIMA® Glas verleihen dem Gebäude eine visuelle Tiefe und ein reflektierendes Muster. Damit wurde eine suggestive Welt aus ständig wechselnden Farben, Texturen und Licht geschaffen, deren Wahrnehmung sich mit den Jahreszeiten, dem Winkel und der Intensität des Sonnenlichts sowie der Position des Betrachters ändert. Ein zusätzlicher Nebeneffekt: Das schillernde Farbspiel hindert Vögel daran versehentlich gegen das Glas zu fliegen.

Das dichroitische NARIMA®-Glas reflektiert bestimmte Farbanteile des weißen Lichts und lässt andere durch. NARIMA® ist ein Floatglas, das im Tauchverfahren mit verschiedenen Metalloxidschichten versehen wird. Anschließend werden diese in einem Ofen bei über 450 °C in die Glasoberfläche eingebrannt. Die hauchdünnen Schichten bewirken den charakteristischen dichroitischen Effekt des Glases sowie Kratzfestigkeit und chemische Resistenz, die wiederum die Langlebigkeit und Wartungsfreundlichkeit des Produkts sicherstellen.
NARIMA® in der Carnegie Mellon University, Pittsburgh, Pennsylvania, USA
Foto: Jeremy Bittermann/JBSA
NARIMA® in der Carnegie Mellon University, Pittsburgh, Pennsylvania, USA
Foto: Jeremy Bittermann/JBSA