Licht ins Dunkle bringen –
Mit Glasfasern in den Körper sehen

Per Lichtschalter das Abendessen im Hellen verbringen, bei rotem Licht auf der Straße stehenbleiben oder auf Bildschirme aus tausenden, kleinen Lichtpunkten sehen: Das ist alles ganz selbstverständlich und alltäglich für uns. Deswegen feiert die UNESCO am 16. Mai die Rolle des Lichts in der Gesellschaft. Zum dritten Mal findet der Internationaler Tag des Lichts dieses Jahr statt. Weniger sichtbar – doch darum nicht weniger wichtig – ist die Rolle des Lichts in der Medizin. Denn gute Sichtverhältnisse für Ärzte können über Leben entscheiden.

Den ersten Versuch Licht in den menschlichen Körper zu bringen wagte Philipp Bozzini, der vor mehr als 200 Jahren in Mainz geboren wurde. Er erfand den „Lichtleiter“, ein Instrument aus einer Kerze, einem Rohr und einem Spiegel, mit dem er die inneren Hohlräume des menschlichen Körpers beleuchten konnte. Wenig später sollte der „Augenspiegel“, den man an einem Stirnband trug, Licht so reflektieren, dass der Arzt keinen Schatten auf seinen Patienten wirft. Heute ist Licht in Untersuchungen und Operationen kaum noch wegzudenken: Dank Endoskopen, die Licht und Bilder in hoher Qualität über Glasfasern leiten, können Atemwege und Verdauungstrakt leichter untersucht und Krankheiten frühzeitig erkannt werden. Auch minimalinvasive Operationen wie Blinddarmentfernungen sind möglich. Wo Chirurgen früher einen Schnitt setzen musste, operieren sie heute durch drei winzige Wunden. Beim Zahnarzt werden Füllungen mit blauem Licht ausgehärtet und dank Laser-Diffusoren kann Krebs-Gewebe gezielter bestrahlt werden. Nach Operationen kann Licht ein erholsames Ambiente schaffen und Patienten bei der Heilung unterstützen.

Sehr dünn, aber leistungsfähig: Die Glasfasern von SCHOTT. Fotos: SCHOTT.

Bei SCHOTT Lighting und Imaging dreht sich Alles rund um Licht und Sehen. Aus Glas stellt das Unternehmen hauchdünne Fasern zur Licht- und Bildübertragung her. Dabei ist es nicht selbstverständlich Licht über lange Strecken durch Glas zu leiten ohne an Leuchtkraft und Qualität zu verlieren. Die PURAVIS® Hochleistungsglasfasern von SCHOTT führen weißes Licht mit hoher Farbneutralität und geringer Farbverschiebung nahezu verlustfrei an die Spitze von Endoskopen. So kann in Untersuchungen beleuchtetes Gewebe in seinem natürlichen Farbton betrachtet werden. Das erleichtert die Diagnose von Krankheiten im Frühstadium und bringt uns Philipp Bozzinis Traum, Licht ins Dunkle des menschlichen Körpers zu bringen, etwas näher.

16. Mai 2020

Kontakt

Dr. Haike Frank
Lighting & Imaging
SCHOTT AG

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