Alltagsbegleiter Design

„In Zeiten der Selbst-Isolation wegen Covid-19 richten wir unseren Blick auf die Bedeutung der alltäglichen Dinge, die uns trösten, uns Freude bereiten, unsere Produktivität steigern oder ein Gefühl der Stabilität vermitteln“, schreibt die World Design Organisation. Heute, am 29. Juni, ist Welttag des Industriedesigns. In diesem Jahr sollen Alltagsdesigns gewürdigt werden, frei nach dem Motto: „Alles sieht irgendwie aus“.

Für viele entspricht Design Ästhetik. Sie preisen ihr Sofa als Designer-Möbel an und meinen damit eine auffällige Spielart des Sitzmöbels – oder auch nur, dass es besonders teuer war. Dabei ist Design keine Eigenschaft, sondern der Plan, um das Produkt zu realisieren. Die Notwendigkeit für einen solchen Plan, gibt es seit der industriellen Revolution, da Prototypen für die Massenproduktion entwickelt wurden. Der Leitsatz „Form follows function“ grenzt Design von früherer Kunst oder Architektur ab: Industriedesign ist ein Problemlösungsprozess, bei dem Funktion und Endnutzer im Mittelpunkt stehen, der Innovationen vorantreibt und zu einer besseren Lebensqualität führt.

Das weiß SCHOTT schon lange und arbeitet mit den Partnern jetlite und Lufthansa Technik zum Beispiel an Human Centric Lighting, einem Beleuchtungskonzept, bei dem der Mensch und sein Empfinden im Mittelpunkt stehen. Denn Licht kann Ambiente schaffen und in sonst eher ungemütlichen Innenräumen wie Flugzeugkabinen Sonnenauf- und untergänge simulieren, sodass Reisende Zeitverschiebungen als weniger unangenehm empfinden. Dank in die Kabinendecke eingelassener faseroptischer Lichtleiter mit winzigen Lichtaustrittspunkten meint der Reisende, unter dem Sternenhimmel zu sitzen, und seine Fortbewegung selbst wird zum Erlebnis. Das neue Flugzeug-Leselicht Jade ist nicht nur schön anzusehen, sondern auch intuitiv per Berührung bedienbar. „Als Designer von Flugzeugsitzprodukten für verschiedene Kunden wissen wir, dass jede Fluggesellschaft andere Anforderungen stellt”, so Ben Rowan, Direktor der Designagentur PriestmanGoode, die gemeinsam mit SCHOTT das neue Jade entwickelt hat. „Wir wollten einen Entwurf schaffen, der sich an die Ästhetik eines Sitzes anpasst, anstatt sie zu behindern“.

Auch in der Medizin können Licht und Farbe zum Wohlbefinden und der Genesung von Patienten beitragen. Doch hauptsächlich hilft funktionales Licht in Medizin und Mikroskopie, besser zu sehen – und somit besser zu diagnostizieren. Hier ist es wichtig, dass Ärzte oder Laboranten Geräte leicht bedienen können. Für jedes Anwendungsfeld gibt es eine passende Lichtquelle: Einige Lichtquellen müssen mechanisch robust oder temperaturresistent sein, andere haben eine komplexe Geometrie oder erlauben eine besondere Kontrolle über die Lichttemperatur.
In begrenzten Räumen, wie dem menschlichen Körper, können Glasfasern in kleinsten Radien gebogen werden und das Licht von der Quelle aus in hoher Qualität an den Ort des Geschehens leiten. Wieder stehen neben dem Aussehen Funktion und Endnutzer im Vordergrund. Dabei erarbeitet SCHOTT zusammen mit seinen Kunden maßgeschneiderte Lösungen. Die Designs, die sich daraus ergeben, sind so vielseitig wie der Alltag ihrer Kunden.

29. Juni 2020

Kontakt

Dr. Haike Frank
Lighting & Imaging
SCHOTT AG

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