Restaurierungsglas

Hergestellt im historisch korrekten Fourcault-Verfahren, passen SCHOTT Restaurierungsgläser perfekt zu Gebäuden aus dem 18., 19. und frühen 20. Jahrhundert sowie der klassischen Moderne. Mit ETA-Zulassung und einer Reihe von Verarbeitungsoptionen besitzen sie alle Qualitäten, die von zeitgemäßer Verglasung erwartet wird.

Sehr anpassungsfähiges Glas für authentische historische Projekte

Wellen schlagen

Das Fourcault-Verfahren erzeugt eine unverkennbare Wellenbewegung auf dem Glas, die für Restaurierungsprojekte häufig reproduziert werden soll. Dieser Effekt kann mit GOETHEGLAS, TIKANA® und mehreren RESTOVER® Varianten nachgebildet und auf Kundenwunsch reduziert oder akzentuiert werden.

Ohne störende Reflexionen

Dank ihrer welligen Oberfläche sind SCHOTT Restaurierungsgläser ideal für die Restaurierung von Fenstern und Türen an historischen Gebäuden und Denkmälern. Obwohl der Reflexionsgrad dem von modernem Floatglas entspricht, reduziert die wellige Oberfläche des Glases die Intensität der Reflexion.

Mit ETA Zulassung

SCHOTT Restaurierungsglas wird im Fourcault-Verfahren hergestellt. Daher unterliegt es nicht den regulären europäischen Glasnormen und auch keiner automatischen Regelung. Im Rahmen der ETA-Zulassung wurde jedoch bestätigt, dass unsere Produkte die Normen EN 12150-2, EN 14179-2, EN 14449 und EN 1279-5 erfüllen.

Mit einem Bein in der Vergangenheit, mit dem anderen in der Gegenwart

SCHOTT Restaurierungsgläser können zum Ausgleich von Dickenschwankungen beschichtet werden, als Isolier- oder Brandschutzglas mit bis zu 10 mm Dicke hergestellt oder auch mit Sicherheitsmerkmalen des 21. Jahrhunderts ausgestattet werden. Mit zusätzlichen Sonnenschutzschichten oder UV- bzw. IR-Filterfolien können zudem unterschiedliche Lichtanforderungen erfüllt werden.

Abmessungen

GOETHEGLAS

Abmessungen GOETHEGLAS
Max. Abmessungen* 2.100 x 1.500 mm
Standarddicke* 4,5 mm
Lichttransmission: > 90 %

* Weitere Abmessungen und Dicken auf Anfrage erhältlich

 

RESTOVER®

Abmessungen RESTOVER®
RESTOVER® light
Max. Abmessungen 1.600 x 1.500 mm
Standarddicke 2,75 mm
Lichttransmission > 90 %
RESTOVER®
Max. Abmessungen 1.600 x 1.500 mm
Standarddicke 2,0 mm, 2,75 mm
Lichttransmission > 90 %
RESTOVER® plus
Max. Abmessungen 1.600 x 1.500 mm
Standarddicke 2,95 mm
Lichttransmission > 90 %

 

TIKANA®

Abmessungen TIKANA®
Standardabmessungen* 2.400 x 1.500 mm
Standarddicke* 4,0 mm
Max. Abmessung in
6 mm Dicke
2.900 x 1.500 mm
Lichttransmission > 90 %

* Weitere Abmessungen und Dicken auf Anfrage erhältlich

ETA

Glas, das von SCHOTT im speziellen Fourcault-Verfahren hergestellt wird, ist nicht durch die gängigen Glasnormen bestimmt. Daher unterliegen Gläser, die mit diesem Verfahren hergestellt werden, auch keiner automatischen Regelung. Die ETA (Europäische Technische Bewertung) hat bestätigt, dass SCHOTT Fourcault-Glas die Anforderungen der Normen EN 12150-2, EN 14179-2, EN 14449 und EN 1279-5 erfüllt.

Die ETA ist ein unabhängiger, europaweit gültiger Leistungsnachweis für SCHOTT Fourcaultgläser, sowohl als Grundglas als auch als verarbeitetes Produkt (ESG, VSG, VG und MIG). Umfangreiche Materialprüfungen bei einem akkreditierten Prüfinstitut bestätigen die zertifizierten Produkteigenschaften.

ETA 

 

ETA oder abZ?

Im Rahmen der europäischen Harmonisierung wird die landesübliche allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ) nur noch dann national angewendet, wenn keine harmonisierten europäischen Spezifikationen vorliegen. Die Europäische Technische Bewertung (ETA) ersetzt die abZ für Mitgliedstaaten der Europäischen Union.

Ansprechpartner für beide Zertifizierungen ist das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt). 

 

Ihr Kundenvorteil

Kunden haben die Sicherheit, dass SCHOTT Fourcaultgläser normkonform zu Standardbauprodukten wie Einscheibensicherheitsglas (ESG), Verbundsicherheitsglas (VSG), Verbundglas (VG) und Mehrscheiben-Isolierglas (MIG) verarbeitet und als solche bezeichnet werden können.

Das bedeutet, dass keine zeitaufwendigen Dokumentations- und Zulassungsverfahren mehr erforderlich sind und die Verarbeitungsmöglichkeiten den Kunden mit vertrauter Terminologie klar kommuniziert werden können.

Herstellungsprozess

SCHOTT Restaurierungsgläser werden im Fourcault-Verfahren hergestellt. Bei diesem Verfahren wird geschmolzenes Glas durch eine Fourcault-Düse gezogen, die mit einer bestimmten Dickentoleranz und Wellenoberfläche das unverwechselbare Erscheinungsbild von maschinengezogenem Glas erzeugt.

Fourcault-Prozessdiagramm 

 

Das Fourcault-Verfahren umfasst sechs verschiedene Phasen: 

  1. Gemengevorbereitung
  2. Einfüllen des Gemenges
  3. Glasschmelze
  4. Vertikales Ziehen (Up-Draw Prozess)
  5. Abkühlen
  6. Zuschneiden

Häufige Fragen (FAQ)

Allgemeines

1. Was ist Restaurierungsglas und wodurch unterscheidet es sich von herkömmlichem Fensterglas?

SCHOTT Restaurierungsglas ist speziell darauf ausgelegt, genaue Verglasungslösungen für historische Gebäude entsprechend ihres zeitgenössischen Ursprungs anzubieten. Es bietet die typischen Oberflächeneigenschaften verschiedener historischer Epochen, die sich an die heutigen Anforderungen für Isolier- und Verbundsicherheitsglas anpassen lassen.
Im Vergleich zu herkömmlichem Fensterglas bietet SCHOTT Restaurierungsglas modernste Technologie in einem historisch korrekten Design.

2. Welche Farbe haben SCHOTT Restaurierungsgläser?

SCHOTT Restaurierungsgläser sind farblos und besonders eisenoxidarm. Sie sind daher besonders rein und haben nicht den für herkömmliches Floatglas typischen Grünstich. SCHOTT Restaurierungsglas hat eine hohe Transmission des sichtbaren Lichts. Dadurch ist es ideal für die Verglasung von Gebäuden, in denen es auf helle natürliche Lichtverhältnisse im Gebäudeinneren ankommt.

3. Wodurch unterscheiden sich die verschiedenen SCHOTT Restaurierungsgläser?

SCHOTT Restaurierungsglas hat die typische durch das Herstellungsverfahren erzeugte Oberflächenstruktur. Darüber hinaus sind sie – je nach Produkt – mehr oder weniger wellig.

  • RESTOVER® light: leicht unebene Oberfläche
  • RESTOVER®: unregelmäßige Oberfläche, wellig und ausdrucksstark
  • RESTOVER® plus: stark strukturierte Oberfläche mit ausgeprägter Welligkeit
  • GOETHEGLAS: charaktervoll und unregelmäßig
  • TIKANA®: leichte Ziehstreifen

SCHOTT empfiehlt ein Muster von mindestens 500 mm x 500 mm als Basis für die Selektion des richtigen Glases. Bitte prüfen Sie die Optik in der Reflexion (Außenansicht) und der Transmission (Innenansicht).

4. Wie werden SCHOTT Restaurierungsgläser hergestellt?

SCHOTT Restaurierungsgläser werden im traditionellen Fourcault-Verfahren hergestellt. Das flüssige Glas wird durch eine Düse aus der Schmelze über einen Ziehschacht senkrecht nach oben gezogen. Am Ende der Ziehschachts wird das Glas auf Scheibengröße zugeschnitten.
Innerhalb eines Produkts/einer Platte sind gewisse Schwankungen in der Oberflächenstruktur möglich und zulässig.

5. Was bedeutet Ziehstreifigkeit?

Beim vertikalen Ziehen der Glasmasse durch die Düse wird die Glasoberfläche in Ziehrichtung verformt. Wird die Glasscheibe vertikal statt horizontal eingebaut, treten diese Verformungen deutlicher hervor. Auch hier empfehlen wir vorab eine Bemusterung.

6. Haben SCHOTT Restaurierungsgläser Blasen, Knoten, Einschlüsse oder ähnliches?

Diese Glaseigenschaften sind aufgrund der Schmelzbedingungen möglich und innerhalb bestimmter Spezifikationen zulässig. Sie ragen jedoch nicht über die Glasoberfläche hinaus.

7. Was sind die maximalen Abmessungen?

SCHOTT Restaurierungsglas kann bis zu einer Länge von 2.900 mm hergestellt werden. Es eignet sich daher für viele Gebäudestile, von der Neugotik über das viktorianische Zeitalter und die Edwardische Epoche bis hin zu Art Deco und postmoderner Architektur.

 

Verarbeitung

1. Was ist beim Schneiden der Gläser zu beachten?

Bedingt durch das Herstellungsverfahren hat maschinengezogenes Glas eine höhere Restkühlspannung und größere Verwerfungen als Floatglas. Der Zuschnitt muss daher mit einem Entspannungsschnitt und unter Berücksichtigung bestimmter Schneidrädchenwinkel und Schneiddrücke durchgeführt werden.

2. Ist thermisches Vorspannen möglich?

SCHOTT Restaurierungsgläser können thermisch gehärtet werden. Bei Detailfragen steht Ihnen unsere Abteilung für Anwendungstechnik gerne zur Verfügung. Klicken Sie hier, um unser Kontaktformular zu öffnen.

3. Ist es möglich, Verbundglas herzustellen?

Die Verarbeitung zu Verbundglas mit herkömmlichen PVB-Folien ist möglich. Eine dickere Folie ist erforderlich, um Schwankungen in der Dicke auszugleichen. Wird eine Gegenscheibe aus Floatglas verwendet, nimmt der optische Eindruck des Restaurierungsglases bei Durchsicht ab. Wir empfehlen eine Bemusterung. Werden für die Beschichtung spezielle UV- oder IR-Filterfolien verwendet, ist SCHOTT Restaurierungsglas ideal für die Verglasung von Museen und Sakralbauten, die im Rahmen des Denkmalschutzes höheren Lichtanforderungen unterliegen. Schallschutzfolien tragen zur Reduzierung der Lärmbelästigung in Gebäuden bei.

4. Kann Restaurierungsglas als Isolierglas verwendet werden?

Isolierglas kann mit Restaurierungsglas hergestellt werden. Die Außenscheibe des Isolierglases wird in der Regel als Restaurierungsglas ausgeführt, die Innenscheibe besteht aus Weißglas oder Floatglas, bei Bedarf mit einer Wärmeschutzbeschichtung. Ausgewählte Restaurierungsgläser können auch mit direkten Sonnenschutzschichten versehen werden, um den Wärmeschutz im Sommer zu verbessern. Werden 4 mm breite Abstandhalter im Isolierglas verwendet, kann Isolierglas mit einer Gesamtdicke von circa 10 mm aufgebaut werden.

5. Gibt es Spezifikationen und bauliche Zulassungen für SCHOTT Restaurierungsglas?

Die physikalischen, chemischen und technischen Eigenschaften aller SCHOTT Restaurierungsgläser sind in den Spezifikationen beschrieben. Zudem verfügen alle SCHOTT Restaurierungsgläser über die Europäische Technische Bewertung ETA-12/0159 des Deutschen Institutes für Bautechnik, d. h. sie können je nach Glasdicke zu Standardbauprodukten wie Einscheibensicherheitsglas, Verbundsicherheitsglas und Isolierglas verarbeitet und ohne bürokratischen Aufwand auf den Markt gebracht werden.


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