FAQ's SCHOTT Restaurierungsglas

1. Was sind Restaurierungsgläser und wodurch zeichnen sich diese im Vergleich zu normalem Fensterglas aus?
SCHOTT Restaurierungsgläser werden eigens für den Zweck der historisch korrekten Verglasung von Gebäuden gemäß ihrer ursprünglichen Entstehungszeit angeboten. Sie bieten die typische Oberflächencharakteristik unterschiedlicher historischer Epochen können aber zu technisch modernen Isolier- und Verbundgläsern verarbeitet werden.
D.h. im Vergleich zu normalem Fensterglas bietet SCHOTT Restaurierungsglas modernste Technik im historisch korrekten Gewand.

2. Welche Farbe haben SCHOTT Restaurierungsgläser?
SCHOTT Restaurierungsgläser sind farblos und besonders eisenoxidarm. Sie sind damit hoch rein und haben keinen „Grünstich“, den man typischerweise bei herkömmlichen Floatglas findet. SCHOTT Restaurierungsgläser haben eine hohe Transmission des sichtbaren Lichtes. Sie eigenen sich daher hervorragend für die Verglasung von Gebäuden, bei denen auf tageslichtähnliche Innenverhältnisse Wert gelegt wird.

3. Wodurch unterscheiden sich die verschiedenen SCHOTT Restaurierungsgläser?
SCHOTT Restaurierungsgläser weisen die für das Herstellungsverfahren typische Ziehstreifigkeit auf. Zudem sind sie – je nach Produkt - mehr oder weniger wellig.
  • RESTOVER® light: leicht unruhige Oberfläche
  • RESTOVER®: unregelmäßige Oberfläche, wellig und ausdrucksstark
  • RESTOVER® plus: stark strukturiert, Oberfläche mit deutlicher Welligkeit
  • GOETHEGLAS: charaktervoll und unregelmäßig
  • TIKANA®: leichte Ziehstreifigkeit
SCHOTT empfiehlt zur richtigen Glasauswahl eine Bemusterung am Bauobjekt mit Mustergläsern mindestens im Format 500 mm x 500 mm. Bitte beurteilen Sie die Optik in der Reflexion (Betrachtung von außen) und in der Transmission (Betrachtung von innen).
SCHOTT Restaurierungsglas in der Anwendung

SCHOTT Restaurierungsglas in der Anwendung

Darstellung der Herstellung von SCHOTT Restaurierungsgläsern nach dem Maschinen-Up-Draw Prozess
Herstellung von SCHOTT Restaurierungsgläsern nach dem Maschinen-Up-Draw Prozess
  1. Vorbereitung des Gemenges
  2. Einfüllen des Gemenges
  3. Glasschmelze
  4. Up-Draw Prozess
  5. Abkühlen
  6. Schneiden
4. Wie werden SCHOTT Restaurierungsgläser hergestellt?
SCHOTT Restaurierungsgläser werden im traditionellen Fourcault-Verfahren hergestellt. Dabei wird das Glas aus der flüssigen Schmelze durch eine Düse über einen Ziehschacht vertikal nach oben gezogen. Am Ende des Ziehschachtes wird das Glas auf Tafelgröße geschnitten.
Dabei sind bestimmte Schwankungen der Oberflächenstrukturen auch innerhalb eines Produktes/ einer Tafel möglich und zulässig.

5. Was bedeutet Ziehstreifigkeit?
Durch das vertikale Ziehen der Glasmasse durch die Düse erhalten die Gläser eine zur Ziehrichtung parallele Streifigkeit. In der Durchsicht wird diese Streifigkeit stärker wahrgenommen, wenn die Gläser mit vertikal verlaufender Ziehstreifigkeit eingebaut werden. Wird das Glas mit horizontal verlaufender Ziehstreifigkeit verbaut, wirkt es weniger unruhig. Auch hier empfiehlt sich eine Bemusterung.


6. Haben SCHOTT Restaurierungsgläser Blasen, Knoten, Steinchen oder ähnliches?
Derartige Glasmerkmale sind schmelztechnisch bedingt möglich und innerhalb bestimmter Spezifikationen zulässig. Sie ragen jedoch nicht aus der Glasoberfläche heraus.

7. Wie groß sind die maximal Abmessungen?
SCHOTT Restaurierungsglas lässt sich bis zu einer Länge von 2.900 mm herstellen und ist damit auch für viele Gebäude aus der Zeit des Bauhauses und der Klassischen Moderne geeignet. 
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