(Nicht nur) Spieglein an der Wand in der Elbphilharmonie

TV-Spiegel-Displays für die Innenräume der Elbphilharmonie - Hamburg, Deutschland

Hintergrund

Auf dem Sockel des ehemaligen, im Jahr 1875 erbauten Kaispeichers an der westlichen Spitze von Hamburgs Hafencity erhebt sich der gläserne Neubau mit seiner kühn geschwungenen Dachlandschaft.

Wie eine Welle scheint die geschwungene Glasfassade der Hamburger Elbphilharmonie in 110 Metern Höhe über dem Strom der Elbe zu schweben. Glas, das höchst wandelbare Material, hat jedoch nicht nur die Außenarchitektur dieses faszinierenden Konzerthauses inspiriert ...
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Herausforderung

Die Elbphilharmonie nach dem Entwurf der Schweizer Architekten Herzog & de Meuron überwältigt mit einem Feuerwerk der Formensprache.

Eine zentrale Aufgabenstellung war es, gleichzeitig auch überraschende architektonische Akzente für das Innere dieses imposanten Bauwerks zu finden. So galt es insbesondere, ein Konzept für die kreative Gestaltung und Platzierung von TV-Displays im ganzen Haus zu entwickeln, die sowohl als Informationsdisplays als auch als dekoratives, extravagantes Gestaltungselement dienen sollten.
Mehr über die Funktionsweise von MIRONA®

Lösung

Das Gebäude der Hamburger Elbphilharmonie von außen
Die Hamburger Elbphilharmonie von außen
Staunen – das drückt wohl am besten aus, was der Betrachter beim Anblick dieser architektonischen Raffinesse der Superlative empfindet.

Zur verblüffenden gestalterischen Inszenierung im Gebäudeinneren wurden 32 runde TV-Spiegel-Displays mit 90, 140 oder 169 Zentimetern Durchmesser entwickelt. Aufgehängt an verschiedenen Wänden im ganzen Haus, neigen sich die bullaugenartigen Objekte dem Besucher entgegen und scheinen mit ihren Spiegelungen den Blick in neue Räume freizugeben. TV-Spiegel-Displays setzen überraschende Akzente – im ersten Moment als Spiegel, im nächsten als Bildschirm zur Übertragung von Informationen.

Ein Spiel mit buchstäblich doppeltem Boden: Grundlage der Konstruktion ist das halbtransparente Verwandlungsglas MIRONA® von SCHOTT. Auf dessen Rückseite wurde ein Passepartout aufgedruckt, um die Konturen eines dahinter verborgenen TV-Displays zu verbergen.

Bleibt der Bildschirm hinter dem Glas ausgeschaltet, wirkt das beidseitig beschichtete Mineralglas wie ein Spiegel. Im eingeschalteten Zustand lassen die Interferenzschichten die Lichtstrahlung der Bilder auf dem Display passieren. Dann wird das Glas plötzlich zum Bildschirm und dient als Oberfläche für die Abbildung von Informationen an Konzertbesucher, etwa zur Wegeführung oder zum Veranstaltungsprogramm.

„Dieses spannende Wechselspiel zwischen Reflexion und Transmission ermöglicht eine raffinierte Raum- und Objektinszenierung“, sagt dazu Moritz Busch, der für das Projekt verantwortliche Sales Manager Processed Glass bei SCHOTT. Das Konzept für die Elbphilharmonie setzte SCHOTT in Zusammenarbeit mit dem Partner Cristalux, Spezialist für Glasanwendungen aus Kirchberg, und im Auftrag der Amptown System Company, Hamburg (ASC) um.

ASC übernahm die Installation medientechnischer Systeme und Sonderbauten in der Elbphilharmonie und wählte für die TV-Spiegel-Displays MIRONA® Glasscheiben in zehn Millimeter Sonderdicke. Die Ränder des Einscheiben-Sicherheitsglases (ESG) erhielten zudem einen C-Kantenschliff. „Mit der Elbphilharmonie konnten wir ein repräsentatives Projekt speziell für Hidden-TV-Anwendungen gewinnen. Diese Anwendungsmärkte wollen wir mit MIRONA® künftig intensiver bearbeiten“, ergänzt Busch.

Der Aha-Effekt beim Wechsel zwischen Spiegel und durchscheinendem Glas macht MIRONA® interessant für viele technische Applikationen, von Informationsstelen und Möbelinstallationen bis zu dekorativen Trennwänden. Dazu bietet SCHOTT fünf verschiedene Produktvarianten in mehreren Standard-Abmessungen und -Dicken an.
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