100 Jahre Bauhaus

Das Bauhaus weist in seiner Bestandsgeschichte von insgesamt nur 14 Jahren drei bedeutende Meilensteine vor: als „Staatliches Bauhaus“ in Weimar, als „Hochschule für Gestaltung“ in Dessau und als private Lehranstalt in Berlin. Gegründet wurde das Staatliche Bauhaus 1919 von Walter Gropius als Kunstschule in Weimar. Es stellte eine Zusammenführung von Kunst und Handwerk dar und war zur damaligen Zeit etwas völlig Neues. Heute stellt das historische Bauhaus die einflussreichste Bildungsstätte im Bereich Architektur, der Kunst und des Designs im 20. Jahrhundert dar und gilt weltweit als Heimstätte der Avantgarde der Klassischen Moderne auf allen Gebieten der freien und angewandten Kunst und Architektur.

Sein 100 jähriges Bestehen wird 2019 mit verschiedenen Veranstaltungen an zahlreichen Orten gefeiert, so auch mit einer Festwoche vom 1. bis 7. April in Weimar, der Gründungsstätte.

Bis 1919 - Die Vorgeschichte

Vorgängerorganisation für das Bauhaus war das im Jahr 1902 vom belgischen Architekten Henry van de Velde gegründete "Kunstgewerbliche Seminar" und das etwas später als Lehranstalt konzipierte "Kunstgewerbliche Institut", das seinen Lehrbetrieb im Jahr 1907 aufnahm. Ihm zu Ehren wurde der als UNESCO Weltkulturerbe ausgezeichnete Van-de-Velde-Bau aus den Jahren 1905/06 und das 1886 erbaute Bauhaus Atelier gebaut. Aufgrund seiner umfassenden Erfahrung im Bereich historischer Glasrenovierungen wurde SCHOTT als Spezialglas-Experte für die Restaurierung gewonnen. Für den Van-de-Velde-Bau wurde eine Isolierverglasung aus SCHOTT TIKANA® mit einer Sonnen- und Wämeschutzschicht eingesetzt, für das Bauhaus Atelier das Restaurierungsglas RESTOVER®.
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1919-1925 - Bauhaus Weimar

Das Staatliche Bauhaus wurde am 1. April 1919 von Walter Gropius in Weimar gegründet. Es entstand aus der Vereinigung der Großherzoglich-Sächsichen Hochschule für Bildene Kunst in Weimar, dort unter der Leitung des belgischen Architekten Henry van de Velde und der 1915 aufgelösten Kunstgewerbeschule Weimar. Walter Gropius berief hochkarätige Künstler als Meister an das Weimarer Bauhaus, darunter Gerhard Marcks, Lyonel Feininger, Johannes Itten, Paul Klee, Oskar Schlemmer, Wassily Kandinsky und László Moholy-Nagy. Internationalität, Weltoffenheit und künstlerische Vielfalt kennzeichneten seine Berufungspolitik. Das Bauhaus wurde während seines Bestehens in Weimar bis Ende März 1925 zu einem wichtigen Treffpunkt der europäischen Avantgarde.
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1925-1932 - Bauhaus Dessau

Nach der politisch erzwungenen Schließung des Bauhauses in Weimar, fand eine Verlagerung nach Dessau statt. Dort bot der Flugzeugbauer Hugo Junkers eine Förderung, ebenfalls herrschte in dieser Industriestadt eine stabile sozialdemoktratisch und limeral orientierte Mehrheit. Dennoch verliesen nach dem Umzug nach Dessau zahlreiche Lehrkräfte die Institution, darunter auch der Architekt Adolf Meyer und der Grafiker Karl Peter Röhl.

Ein Jahr nach der Verlagerung nach Dessau wurde das neue, von Walter Gropius entworfene Bauhausgebäude eingeweiht. 1928 trat dieser als Direktor des Bauhauses zurück und der Schweizer Architekt Hannes Meyer übernahm diesen Posten. Der Architekt Ludwig Mies übernamm im Jahr 1930 die Position als Direktor. Durch den Sieg der NSDAP 1931 erfolgte ein Jahr später die Schließung des Staatlichen Bauhauses. Ludwig Mies versuchte durch einen erneuten Umzug nach Berlin das Bauhaus als private Einrichtung fortzuführen.
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1932-1933 - Bauhaus Berlin

Die als private Einrichtung geführte Institution wurde allerdings auch an ihrem neuen Ort in Berlin-Lankwitz durch Repressalien durch die Nationalsozialisten endgültig zur Selbstauflösung gezwungen. Viele Bauhausmitglieder emigrierten und trugen so zur internationalen Verbreitung der Ideen des Bauhauses bei.
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Ab 1933 -  Nachwirkungen

Es gehört zu den Besonderheiten des Bauhauses, dass es ganz unterschiedliche internationale Strömungen in sich bündelte und sich auf Grund der erzwungenen Migration in ständig veränderten Kontexten neu erfinden musste. Ab den 1930er Jahren errichteten jüdische Bauhaus-Architekten in Tel Aviv mehr als 4.000 Gebäude. Diese "Weiße Stadt" besitzt seit 2003 den Status eines UNESCO-Weltkulturerbes. Dort befindet sich die größte Ansammlung von Gebäuden im Bauhaus-Stil.

1996 wurde das Bauhaus-Gebäude in Desseau in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Heute ist es Sitz der 1994 gegründeten Stiftung Bauhaus Dessau.

Unser Beitrag

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Unser Produkt

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