Interferometrie

Die Brechzahlhomogenität hochhomogener Gläser wird mittels Fizeau-Interferometer bestimmt. Anhand der Wellenfrontdeformation eines Laserstrahls von 632,8 nm Wellenlänge wird bei doppeltem Durchtritt durch den Prüfkörper die relative Änderung der Brechzahl im Prüfkörper gemessen.

Hierzu verfügt SCHOTT über Interferometer von Carl Zeiss des Typs Direct 100 mit Aperturen von Ø = 300 mm und Ø = 500 mm, die den Nachweis von Wellenfrontabweichungen < 10 nm bzw. Brechzahlhomogenitäten < 5 · 10–7 erlauben. Die Messungen können an Blöcken und Rundscheiben bis zu einem Durchmesser von 1500 mm und einer Dicke von 300 mm durchgeführt werden, wobei durch eine Stitching-Software Einzelmessungen an Glasstücken größer als die Apertur des Interferometers zu einem homogenen Bild zusammengesetzt werden können.

Die erforderliche optische Homogenität leitet sich aus den Anforderungen der späteren Anwendung und der Größe des optischen Bauteils im Einsatz ab, wobei die Homogenitätsverteilung im optischen Glas durch eine Zernike-Analyse berücksichtigt werden kann. Dabei entspricht die optische Homogenität im Allgemeinen der maximalen Brechzahlschwankung innerhalb der gewünschten Prüfapertur. Der Gradient der Homogenitätsverteilung kann auf Anfrage mittels der Brechzahl-Änderung pro cm Apertur ermittelt werden.

SCHOTT bietet eine große Auswahl an feingekühlten zugerichteten Gläsern mit hoher Homogenität ab Lager an.
SCHOTT verwendet auf dieser Website Cookies, um die Seiten optimiert darzustellen und das Nutzererlebnis zu verbessern. Durch die Nutzung unserer Seiten erklären Sie sich damit einverstanden.