Mirador El Palmeral
Kennzahlen
Hintergrund
Der Mirador El Palmeral befindet sich an der Nordwestfassade des Rathauses von Vitoria-Gasteiz in der Calle Mateo Moraza im Baskenland, Spanien. Die Struktur erstreckt sich über zwei Etagen, wobei jede Etage neun Fenster aufweist, die in drei Zonen unterteilt sind: unten Klappfenster, in der Mitte Gitterfenster und oben farbige Buntglasfenster. Der modernistische Erker tritt aus der Fassade hervor und bietet einen großzügigen Ausblick auf den Außenbereich.
Die Holzkonstruktion wurde mit traditionellen nagelfreien Kasten- und Zapfenverbindungen gefertigt, mit Metallelementen an beweglichen Teilen wie Scharnieren, Griffen und Sicherheitsstangen. El Palmeral ist ein charakteristisches Gebäude aus dem frühen 20. Jahrhundert mit großflächigen Verglasungen, die Licht, Wärme und den Schutz vor Witterung in einer ästhetisch und funktional harmonischen architektonischen Struktur vereinen.
Herausforderung
Die Restaurierung des Mirador El Palmeral stellte das Projektteam vor die anspruchsvolle Aufgabe, die historische Bedeutung des Gebäudes zu bewahren und zugleich modernen technischen und funktionalen Anforderungen gerecht zu werden.
Besonders herausfordernd war der Prozess, einige der antiken Fenster zu erhalten und andere zu rekonstruieren. Das ursprüngliche Material war mundgeblasenes Glas, das einzigartige Unregelmäßigkeiten aufwies, die nachgebildet werden mussten. Hinzu kam die Vielfalt der Fensterformen, -größen und -muster, die eine präzise Entwurfsplanung und Dokumentation erforderten. Jedes Glaselement musste demontiert, nummeriert und analysiert werden, um Schäden zu identifizieren und eine exakte Restaurierung sicherzustellen.
Lösung
Im Rahmen der Restaurierung wurde SCHOTT RESTOVER® plus Glas ausgewählt, um das historische Erscheinungsbild der Fensterfront zu bewahren. Dieses Glas wurde speziell für Restaurierungsprojekte entwickelt und bildet die optischen Eigenschaften des historischen Materials, einschließlich seiner charakteristischen Unregelmäßigkeiten und Lichtbrechungen, präzise nach.
Wo immer möglich, wurden beschädigte Originalscheiben mit Techniken wie der Tiffany-Methode repariert oder restauriert. Falls ein Austausch erforderlich war, kamen passgenaue Repliken aus SCHOTT RESTOVER® plus zum Einsatz. Dank detaillierter, nach dem CVMA-Standard (Corpus Vitrearum Medii Aevi) erstellter Pläne und der engen Zusammenarbeit zwischen SCHOTT, Landa-Ochandiano Arquitectos und dem Glasrestaurator Mikel Delika konnte jedes Element präzise gefertigt und originalgetreu installiert werden.
Das Ergebnis ist eine gelungene Verbindung aus Denkmalpflege, präziser Handwerkskunst und moderner Glastechnologie.