Zukunftssichere Verglasung am Flughafen Bromma Stockholm
Kennzahlen
Hintergrund
Der Flughafen Bromma Stockholm befindet sich im Stadtteil Bromma, nur wenige Kilometer westlich von Stockholm in Schweden, und ist ein typisches Beispiel für die funktionalistische Architektur der 1930er Jahre. Die Fassade des Flughafengebäudes zeichnet sich durch klare horizontale Linien und eine flache, langgestreckte Gestaltung aus. Sie besteht aus Stahlbeton mit schmalen Stahlrahmen, die große Fensterbänder tragen, welche sich über die gesamte Länge des Terminals erstrecken. Diese großen Fenster ermöglichen einen hohen Lichteinfall in die Passagierbereiche und schaffen eine offene, transparente Verbindung zwischen dem Innen- und Außenbereich des Gebäudes.Aufgabe
Eine zentrale Herausforderung bei der Restaurierung der Fassade des Flughafens Bromma in Stockholm bestand darin, den denkmalgeschützten Status des Gebäudes zu bewahren und gleichzeitig modernen technischen Anforderungen zu entsprechen. Die filigrane Stahl- und Glasstruktur der Fassade ist typisch für die funktionalistische Architektur der 1930er Jahre.
Obwohl viele Teile der Fassade altersbedingt verschlissen waren, durften sie aus denkmalpflegerischer Sicht nicht einfach ersetzt werden. Stattdessen mussten sie erhalten, instandgesetzt oder – wo immer möglich – repliziert werden.
Eine weitere Herausforderung bestand darin, moderne Verglasungen in die historische Struktur zu integrieren. Die neuen Glaselemente mussten eine deutlich verbesserte Wärmedämmung und Schalldämmung bieten, ohne das optische Erscheinungsbild der ursprünglichen Fassade zu verändern. Dies erforderte speziell entwickelte Gläser und maßgeschneiderte Lösungen, da die vorhandenen Stahlprofile nur begrenzte Toleranzen zuließen und nicht für Standardformate ausgelegt waren.
Lösung
Die Lösung für dieses anspruchsvolle Restaurierungsprojekt bestand darin, die Verglasung mit modernem Wärme- und Vakuumisolierglas innerhalb der bestehenden Rahmen aufzurüsten. Dies wurde durch die einzigartigen Eigenschaften der FINEO-Vakuumverglasung ermöglicht, die eine Installation ohne bauliche Veränderungen erlaubte. Die Entscheidung für die FINEO „Heritage Classic“-Verglasung ermöglichte eine deutliche Steigerung der Energieeffizienz der Fassade, ohne deren optische Qualität zu beeinträchtigen.
Um dem Originalglas aus den 1950er Jahren zu entsprechen, wurde das Vakuumglas mit 4 mm starkem SCHOTT RESTOVER®-Glas laminiert, sodass eine Gesamtdicke von 13,5 mm erreicht wurde. Dadurch entsteht die gleiche unregelmäßige, leicht gewellte Oberfläche wie bei Glas aus dieser Zeit. Vakuumglas ist je nach Anforderung zwischen 6 und 10 mm dick und weist U-Werte von 0,6 bis 0,8 W/m2K auf. Um denselben U-Wert mit Isolierglas zu erzielen, müsste das Glas 35–40 mm dick sein.
Diese Lösung ermöglichte zudem den Erhalt der bestehenden Stahlkonstruktion, wodurch Kosten und Materialverbrauch reduziert sowie Bauzeit und Störungen des Flughafenbetriebs minimiert wurden. Die umfangreichen Renovierungsarbeiten begannen mit der Entfernung von Rost an der bestehenden Stahlfassade und dem Auftragen einer speziellen Beschichtung zur Korrosionsverhinderung. Ryds Glas entfernte außerdem mehrere tausend rostige Schrauben und ersetzte sie durch neue Edelstahlschrauben. Anschließend wurden die Glasscheiben ausgetauscht.
Die Restaurierung der Glasfassade vereinte denkmalpflegerische Ziele, moderne bauliche Anforderungen und praktische Lösungen, was zu einer beeindruckenden Erneuerung der Fassade führte und sie hinsichtlich Ästhetik und Funktionalität zukunftssicher machte. Das Projekt Flughafen Bromma Stockholm zeigt, wie hochmoderne Vakuumverglasung und historisches Glas die energieeffiziente Sanierung denkmalgeschützter Gebäude mit präzisen architektonischen Vorgaben ermöglichen können.
Verwendete Materialien
FINEO 10 mm „Heritage Classic“ mit SCHOTT RESTOVER®