Glaspulver: Funktion und Anwendungen
Ihr breites Spektrum an Eigenschaften macht Spezialglaspulver zu einem äußerst vielseitigen Material, das für eine Vielzahl von Anwendungen geeignet ist.
Versiegeln und Löten von Metallen, Keramik oder Gläsern
Bei der elektrischen Isolierung, Abdichtung oder Verbindung unterschiedlicher Materialien sind die Wärmeausdehnungskoeffizienten (CTE) der zu verbindenden Materialien einer der wichtigsten Aspekte für eine dauerhaft stabile Verbindung. Anwendungsbeispiele sind Glas-Metall-Versiegelungen, Hochtemperaturanwendungen (z. B. Festoxid-Brennstoffzellen), optoelektronische und MEMS-Gehäuse oder die Sensortechnologie.
Funktionsmaterialien
Nano- und makroporöse Glaspulver bieten hervorragende Absorptions- und Trenneigenschaften, die sich ideal für Anwendungen wie Filtration, chromatographische Trennung oder als Träger für Flüssigkeiten und Wirkstoffe eignen.
Anorganische Füllstoffe
Materialien auf Polymerbasis können mit thermischer Stabilität oder optischen Eigenschaften aufgewertet werden, während Glas durch mechanische oder chemische Beständigkeitsmerkmale verbessert werden kann. Einige Glastypen haben sogar (re-)aktive Eigenschaften wie Bioaktivität oder Ionenfreisetzung. Anwendungsbeispiele sind Zahnfüllungen, Kosmetika, medizinische und Polymer-Verbundstoffe.
Schutz für Halbleitergeräte
Zum Beispiel zur Passivierung und Kapselung von Thyristoren, Leistungstransistoren und Dioden, Sinterglasdioden und Gleichrichtern sowie Hochspannungsgeräten.
Druckmaterialien
Zu den Anwendungen zählen Glas-Keramik-Siebdruck, Silizium-Wafer-Passivierung oder die Sensortechnologie. Auch für den 3D-Druck komplexer Glaskörper bieten Glaspulver interessante Einsatzmöglichkeiten – zum Beispiel für Dentalanwendungen wie Zahnimplantate, Kronen oder Brücken.