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Stabiler Umsatz trotz schwieriger Marktbedingungen: SCHOTT Bilanz zeigt Licht und Schatten

Dienstag, 20. Jänner 2026, Deutschland, Mainz

  • SCHOTT erzielte im vergangenen Geschäftsjahr einen weltweiten Umsatz von 2,83 Mrd. Euro mit einem EBIT von 230 Mio. Euro und einem Jahresüberschuss von 165 Mio. Euro.
  • Getragen wurde die Umsatzentwicklung vom breit aufgestellten Portfolio, darunter Lösungen für Medikamentenaufbewahrung und -verabreichung von SCHOTT Pharma sowie fortschrittliche Materialien wie Glas-Metall-Verbindungen und Faseroptik.
  • Wachstumspotenziale sieht der internationale Technologiekonzern insbesondere in den Zukunftsmärkten Augmented Reality (AR), Halbleiter und Gesundheit, die SCHOTT mit umfangreichen Investitionen weltweit gezielt stärkt.
SCHOTT hat das Geschäftsjahr 2024/25 trotz eines von Unsicherheit geprägten globalen Geschäftsumfelds und einer insgesamt schwächeren Nachfrage mit einem stabilen Umsatz von 2,83 Mrd. Euro abgeschlossen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging auf 230 Mio. Euro zurück, belastet durch äußere Einflüsse, steigende Kosten und eine Wertminderung. Die Umsatzentwicklung wurde maßgeblich durch die Lösungen zur Medikamentenaufbewahrung und -verabreichung von SCHOTT Pharma sowie durch Glas-Metall-Verbindungen und faseroptische Technologien getragen. Gleichzeitig trieb SCHOTT wichtige Expansionsprojekte voran und positionierte das Unternehmen für zukünftiges Wachstum in den Bereichen Augmented Reality (AR), Halbleiter und Gesundheit.
Mann hält eine AR-Brille in den Händen und schaut hindurch.
Der Ausbau der Produktion von Geometric Reflective Waveguides macht SCHOTT zu einem wichtigen Partner für führende Marken im Bereich AR-Smartglasses. Bild: SCHOTT

„Die Märkte verhielten sich in den vergangenen Monaten sehr dynamisch und in Teilen herausfordernd. Das haben wir in zahlreichen Geschäftsbereichen deutlich gespürt“, sagt Dr. Torsten Derr, Vorstandsvorsitzender von SCHOTT. Im letzten Geschäftsjahr habe man sich auf wichtige Investitionen konzentriert und Programme zur Steigerung der Effizienz konsequent umgesetzt. „Indem wir das Innovationstempo beibehalten, verschaffen wir uns heute eine stabile Position, die zugleich eine solide Grundlage für zukünftiges Wachstum bietet. Insgesamt machen wir das Unternehmen damit fit für die nächste Phase“, so Derr weiter.

SCHOTT, ein internationaler Technologiekonzern und Materialhersteller mit einem globalen Produktionsnetzwerk, erzielte im Geschäftsjahr 2024/25 einen weitgehend stabilen Umsatz von 2,83 Mrd. Euro. Die Profitabilität ging jedoch zurück: Das EBIT lag bei nur 230 Mio. Euro (-170 Mio. Euro ggü. Vorjahr) und wurde maßgeblich durch eine Wertminderung in den Geschäftsbereichen Precision Materials und Home Appliances belastet.

Eine deutlich abgeschwächte Nachfrage in einzelnen Märkten, hohe Energiepreise in Deutschland, negative Währungseffekte, Zölle sowie globale wirtschaftliche Unsicherheiten stellten den Konzern vor Herausforderungen.

Trotzdem blieb die finanzielle Lage von SCHOTT robust: Mit einer Eigenkapitalquote von 68 % – was in Summe 3,3 Mrd. Euro entspricht – führt das Unternehmen seinen strategischen Investitionsfahrplan konsequent fort.

„Die Sicherung unserer finanziellen Stabilität hatte für uns im Geschäftsjahr 2024/25 höchste Priorität“, so SCHOTT CFO Marcus Knöbel. „Unsere starke Eigenkapitalquote verschafft uns die notwendige Flexibilität, um auch unter schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen weiterhin in Wachstum zu investieren.“

Operative und strategische Meilensteine

Im Geschäftsjahr 2024/25 erreichte SCHOTT wichtige Meilensteine zur Stärkung seiner geschäftlichen und operativen Ausrichtung. Durch die erfolgreiche Integration der QSIL GmbH Quarzschmelze Ilmenau baute SCHOTT seine Kompetenzen im Bereich Quarzglas aus, die insbesondere für Chip- und Wafer-Produktionsprozesse in der Halbleiterindustrie von großer Bedeutung sind.

Über seine börsennotierte Tochtergesellschaft SCHOTT Pharma (1SXP) erweiterte das Unternehmen sein globales Produktionsnetzwerk für Medikamentenaufbewahrungs- und -verabreichungslösungen, weihte ein neues Werk für Ampullen in Jagodina, Serbien, ein, begann mit dem Bau einer neuen Produktionsstätte für gebrauchsfertige (Ready-to-Use) Karpulen an seinem bestehenden Standort in Lukácsháza, Ungarn, und trieb weitere Kapazitätserweiterungen in Deutschland, der Schweiz, den USA und Indien voran.

Darüber hinaus begann SCHOTT mit dem Bau einer elektrischen Schmelzwanne für pharmazeutisches Glasrohr in Mitterteich. Gleichzeitig erzielte der Konzern am neuen Produktionsstandort Kulim in Malaysia einen Durchbruch bei der industriellen Fertigung von Geometric Reflective Waveguides (dt. geometrische reflektierende Wellenleiter) für Augmented-Reality-Brillen und Smart Glasses. Damit ist SCHOTT das erste Unternehmen, das diese Art von Wellenleitern in Serie produziert.

Innovationen und Zukunftstechnologien

Innovation bleibt ein zentraler Pfeiler der Strategie von SCHOTT und ein wesentlicher Treiber für künftiges Wachstum. Das erfolgreiche Hochfahren der Produktion von Geometric Reflective Waveguides positioniert das Unternehmen als starken Partner für Hersteller von smarten Datenbrillen und ebnet der AR-Technologie den Weg in den Massenmarkt. Der neue Hightech-Produktionsstandort in Malaysia, der 2025 die Serienfertigung von Geometric Reflective Waveguides aufnahm, erreichte in kürzester Zeit die geplante Zielauslastung. Um das Angebot weiter auszubauen und so der hohen Nachfrage zu begegnen, sind weitere Investitionen und der Ausbau der Kapazitäten bereits in Umsetzung.

Im Halbleiterbereich trieb SCHOTT zudem seine Materiallösungen für Chips der nächsten Generation weiter voran. Dazu zählen glasbasierte Substrate für fortschrittliches Chip-Packaging, hochreines Quarzglas für anspruchsvolle Waferprozesse sowie faseroptische Lösungen, die präzise optische Inspektions- und Messverfahren ermöglichen.

Über diese Märkte hinaus hat SCHOTT auch skalierbare Ultradünnglas (UTG)-Lösungen für Weltraumanwendungen vorangetrieben. Diese wurden in enger Zusammenarbeit mit dem in Heilbronn ansässigen Unternehmen AZUR SPACE entwickelt und durch Mittel der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) gefördert.

Ausblick

Mit Blick in die Zukunft rechnet SCHOTT für das Geschäftsjahr 2025/26 weiterhin mit schwierigen Marktbedingungen. Diesen begegnet das Stiftungsunternehmen mit konsequenter Kostendisziplin und der Umsetzung seines laufenden Effizienzprogramms, das auf Kosten- und Strukturoptimierungen sowie eine stärkere Automatisierung an den Produktionsstandorten setzt. Für das neue Geschäftsjahr erwartet SCHOTT ein Umsatzwachstum von 4 bis 5 % und plant Investitionen in Höhe von 400 Mio. Euro.

Gleichzeitig will der Konzern seine Innovationsdynamik aufrechterhalten, die Energieeffizienz weiter verbessern und gezielt Wachstumschancen nutzen – durch Expansionen, Kapazitätserweiterungen, starke Partnerschaften sowie Akquisitionen.

Eine Frau in Reinraumkleidung trägt ein Tablett mir mehreren Chips.

SCHOTT entwickelt und fertigt Spezialglaslösungen für innovative Substrate und modernes Chip-Packaging. Bild: SCHOTT

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Frau in blauer SCHOTT Arbeitskleidung in der Produktion von faseroptischen Leitern, die auf Rollen aufgewickelt sind.

Faseroptische Leiter von SCHOTT ermöglichen präzise Bild- und Lichtübertragung in Medizin & Industrie. Bild: SCHOTT

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Über SCHOTT

Der internationale Technologiekonzern SCHOTT produziert hochwertige Komponenten und leistungsfähige Materialien wie Spezialglas, Glaskeramik und Polymer. Viele Produkte von SCHOTT kommen in High-Tech-Anwendungen zum Einsatz, die heutige technologische Grenzen verschieben – beispielsweise als Wellenleiter in smarten AR-Datenbrillen, als Glaskeramik-Spiegelträger in den weltgrößten Teleskopen oder als Laserglas in der Kernfusionsforschung. Pioniergeist macht die rund 17.400 Mitarbeitenden in über 30 Ländern zu kompetenten Partnern für zahlreiche Branchen wie Gesundheit, Hausgeräte, Unterhaltungselektronik, Halbleiter, Optik, Astronomie, Energie sowie Luft- und Raumfahrt. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte SCHOTT einen Umsatz von 2,83 Milliarden Euro und ein EBIT in Höhe von 230 Millionen Euro. SCHOTT wurde 1884 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Mainz (Deutschland). Das Unternehmen gehört der Carl-Zeiss-Stiftung, die mit der Dividende die Wissenschaft fördert und ihre Geschäfte mit ausgeprägtem sozialem Verantwortungsbewusstsein führt. Weitere Informationen unter SCHOTT.com

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Salvatore Ruggiero, Vice President Marketing and Communication
Salvatore Ruggiero

Leiter Konzernkommunikation