Höchster Tragekomfort bei maximaler Immersion: SCHOTT senkt Gewicht von Augmented Reality Glas um 20%

Montag, 13. September 2021 , Mainz , Deutschland

  • Ein neu entwickeltes optisches Glas reduziert das Gewicht von Bildwellenleitern für Augmented Reality (AR) erheblich.
  • Das Sichtfeld (Engl. field of view, kurz FoV) der Nutzer vergrößert sich um fast 10° dank eines verbesserten Brechungsindex (auch refraktiver Index, kurz RI) von 1,9 im Vergleich zu aktuellen AR-Geräten, die Glaswafer mit einem RI von 1,8 verwenden.
  • Hersteller von AR-Geräten können dadurch das Gesamtgewicht des Geräts reduzieren und die Benutzerfreundlichkeit verbessern.
Einer der größten Nachteile von AR-Geräten ist das Gewicht der Brille, das vor allem auf der Nase des Benutzers unangenehm sein kann. Mit einem neuen, um 20% leichteren RI 1.9 High-Index-Glaswafer hilft SCHOTT dabei, das Gesamtgewicht eines AR-Wearables um etwa 7% reduzieren: SCHOTT RealView® 1.9 ligthweight. Diese Innovation wird der Welt erstmals auf der China International Optoelectronic Exposition (CIOE) im September vorgestellt.
Waage mit einer weißen Feder und einer Glasscheibe
Mit einem neuen, um 20% leichteren RI 1.9 High-Index-Glaswafer kann SCHOTT das Gesamtgewicht eines AR-Wearables um etwa 7% reduzieren. SCHOTT RealView® 1.9 lightweight ist ein Leichtgewichts-Glas, das trotz der drastischen Reduzierung der Dichte keine Abstriche bei der Bildqualität macht. Foto: SCHOTT
Die SCHOTT Pionierin Marga Faulstich, erste weibliche Führungskraft in der Firmengeschichte, erfand vor fast 50 Jahren das erste Leichtgewicht-Glas für Brillen namens „Schwerflint 64“ (SF 64). Diese Erfindung führte zu einer neuen, leichten Generation von Brillen und Sonnenbrillen, die bis heute Standard ist. Jetzt werden Augmented Reality (AR)-Brillen als „das nächste große Ding“ in der Unterhaltungselektronik bezeichnet. SCHOTT wandert auf den Spuren von Margas Erbe, indem das Unternehmen ein neues, leichtes optisches Glas einführt, das AR der breiten Masse zugänglich machen soll.

SCHOTT, Erfinder des Spezialglases und internationaler Technologiekonzern, stellt heute die nächste bahnbrechende Innovation im Bereich AR vor: SCHOTT RealView® 1.9 lightweight. Das neue optische Glas spart fünf Gramm Gewicht gegenüber den derzeit in AR-Geräten verwendeten Lichtwellenleiter ein, was für den Nutzer ein leichteres, komfortableres und immersiveres Erlebnis mit sich bringt. Hersteller, die Endkundenprodukte entwickeln, streben ein Geräte-Gesamtgewicht von 70 Gramm an. Die Einsparung von fünf Gramm alleine durch die Verwendung des neuen Leichtgewichts-Glases ist ein Meilenstein in der Material- und Geräteentwicklung.

Die Gewichtsreduzierung ist hauptsächlich auf eine geringere Dichte des Materials zurückzuführen. Das Ergebnis: AR-Geräte, die höchsten Tragekomfort bieten und dank des hohen Brechungsindex von 1,9 keine Kompromisse bei der Bildqualität eingehen.

Ein weiterer entscheidender Schritt zur Massentauglichkeit

Da die Ausgaben der Verbraucher für AR und VR bis 2024 voraussichtlich 72 Milliarden US-Dollar übersteigen werden, hat sich SCHOTT mit seiner neuesten Innovation für optische Glaswafer als Branchenführer positioniert. Diese neue Generation von SCHOTT RealView® bietet den höchsten verfügbaren RI, ermöglicht die individuelle Anpassung mit Antireflexionsbeschichtungen oder anderen Veredelungen, ist für die Massenproduktion mit Wafergrößen bis zu 300 mm (12 Zoll) geeignet und bietet eine hervorragende Bildqualität.

"Im Bereich Augmented Reality müssen Herstellungskosten optischer Komponenten in Hinblick auf den Massenmarkt möglichst niedrig gehalten werden, und das ganz ohne Kompromisse in Sachen Bildqualität, Gewicht, Sichtfeld und Immersion", sagt Dr. Rüdiger Sprengard, Vice President Augmented Reality bei SCHOTT. "Wir hatten diese Ziele bei der Entwicklung eines völlig neuen optischen Glases im Blick, das als Basis für unsere optische Wafer-Fertigung dient. Heraus kam ein für AR maßgeschneiderter Glaswafer, der bestehende Grenzen in Bezug auf Dichte, Reinheit und Robustheit verschiebt."

SCHOTT RealView® 1.9 lightweight ist ein komplett neu entwickeltes optisches Glas. Seine Formulierung und Verarbeitung wurden von Grund auf speziell für die AR-Anwendung spezifiziert. SCHOTT Forscher entwickelten die Glasrezeptur und nutzten dabei ihre mehr als 125-jährige Erfahrung im Bereich Optik. Die firmeneigene Schmelztechnologie wurde auf die Massenproduktion dieses innovativen Materials zugeschnitten und unterstreicht damit die Position von SCHOTT als führender Hersteller optischer Gläser, der einen globalen Markt mit Produkten bedient, die am Hauptsitz des Unternehmens in Mainz hergestellt werden.

Bewährte Kompatibilität

Die SCHOTT Industriepartner haben die gute Prozessierbarkeit der neuen Wafer noch vor Markteinführung unter Beweis gestellt. Der finnische Polymerchemie-Hersteller Inkron hat ein passgenaues Resin (dt. Kunstharz) entwickelt, das auf die Wafer zur Weiterverarbeitung aufgebracht wird. Die Kompatibilität des neuen SCHOTT RealView® 1.9 lightweight und des neuen Harzes mit Massenproduktionsanlagen des österreichischen Hightech-Unternehmens EV Group (EVG) wurde erfolgreich nachgewiesen.

Ein branchenführendes Unternehmen für optisches Glas

In Anbetracht der Vorreiterrolle von SCHOTT als führender Anbieter in der AR-Industrie ist das SCHOTT RealView® Produktportfolio in den letzten Jahren stetig gewachsen. SCHOTT beliefert Designhäuser, Fertigungsunternehmen und Consumer Brands. Das neueste Leichtgewicht-Substrat unterstreicht die Innovationskraft von SCHOTT und das starke Engagement des Unternehmens in der Branche. SCHOTT RealView® High-Index-Glaswafer wurden von der Society of Information Display (SID) mit dem Display Industry Award 2019 als Displaykomponente des Jahres ausgezeichnet. Optik-Pionierin Marga Faulstich wäre stolz.

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SCHOTT Ingenieur im Sicherheitsanzug beim Blick in eine Glasschmelzwanne

Die von SCHOTT entwickelte Schmelztechnologie wurde auf die Massenproduktion dieses innovativen Materials zugeschnitten. Damit unterstreicht SCHOTT seine Position als führender Hersteller von optischen Gläsern für einen globalen Markt, dessen Produkte am Hauptsitz des Unternehmens in Mainz hergestellt werden. Foto: SCHOTT

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Pioneering – responsibly – together.

Diese Attribute charakterisieren SCHOTT als Hersteller von High-Tech-Werkstoffen rund um Spezialglas. Gründer Otto Schott gilt als dessen Erfinder und wurde Wegbereiter einer ganzen Industrie. Mit Pioniergeist und Leidenschaft immer neue Märkte und Anwendungen zu erschließen – das treibt die #glasslovers von SCHOTT seit über 130 Jahren an. Präsent in 34 Ländern ist das Unternehmen kompetenter Partner für Hightech-Branchen: Gesundheit, Hausgeräte & Wohnen, Consumer Electronics, Halbleiter & Datacom, Optik, Industrie & Energie, Automotive, Astronomie, Luft- & Raumfahrt. Im Geschäftsjahr 2020 erzielten die 16.500 Mitarbeiter einen Umsatz von 2,24 Milliarden Euro. Mit den besten Teams, unterstützt durch die besten digitalen Tools, will der Konzern weiter wachsen. Die SCHOTT AG gehört der Carl-Zeiss-Stiftung, einer der ältesten Stiftungen in Deutschland. Mit der Dividende des Konzerns fördert sie die Wissenschaft. Als Stiftungsunternehmen hat SCHOTT die Verantwortung für Mitarbeiter, Gesellschaft und Umwelt tief in seiner DNA verankert. Ziel ist es, bis 2030 ein klimaneutrales Unternehmen zu werden.

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Michael Matthias Müller, Head of Innovation PR & Storytelling
Michael Matthias Müller

Leiter Innovation PR & Storytelling