Mit Leuchtkraft aus Fasern gegen Krebs

Am 4. Februar ist internationaler Weltkrebstag. Nach Angaben der UICC erkranken weltweit jährlich über 12 Millionen Menschen an Krebs und etwa 8 Millionen sterben an den Folgen. SCHOTT unterstützt den Kampf gegen die Krankheit mit einer vielseitig einsetzbaren Waffe: Licht aus Glasfasern und Diffusoren.

Am 4. Februar ist internationaler Weltkrebstag. Nach Angaben der UICC erkranken weltweit jährlich über 12 Millionen Menschen an Krebs und etwa 8 Millionen sterben an den Folgen. SCHOTT unterstützt den Kampf gegen die Krankheit mit einer vielseitig einsetzbaren Waffe: Licht aus Glasfasern und Diffusoren.

Es gibt zwei wichtige Faktoren, welche die Heilungschancen bei Krebs erhöhen: Ein möglichst frühzeitiges Erkennen der Erkrankung und die richtige Behandlung. Denn Krebs hat viele Gesichter, man unterscheidet heute mehr als 200 Erscheinungsformen. Je früher eine Krebserkrankung diagnostiziert werden kann, desto besser sind die Aussichten auf eine Heilung.

Bei der optimalen Diagnose spielt Licht eine große Rolle. Denn viele Tumore sind visuell schwer auszumachen und einzuschätzen, vor allem im Frühstadium. Mediziner benötigen dafür eine Beleuchtung hoher Qualität, die sie darin unterstützt, verändertes Gewebe im natürlichen Farbton zu betrachten und sichere Diagnosen stellen zu können.

Hochwertiges Licht bei minimal Invasiven Operationen in den Körper zu bringen ist eine Herausforderung. Mithilfe von Glasfasern kann weißes Licht aus LED oder halogen Lichtquellen an die Spitze von Endoskopen oder anderen medizinischen Geräten geführt werden. Bei langen Lichtleitern kann es jedoch zu Verlusten oder Farbverschiebungen durch das Material kommen.

Die PURAVIS® Hochleistungsglasfasern von SCHOTT haben deswegen ein sehr reines Kernglas. Auch über lange Strecken leiten sie Licht nahezu verlustfrei und weisen eine hohe Farbneutralität auf. Somit kann das Gewebe im inneren des Körpers in seiner natürlichen Farbe betrachtet werden.

Dank dieser Eigenschaften eignen sich PURAVIS® Fasern sehr gut für die neuen Beleuchtungsverfahren der Krebsmedizin. In der Fluoreszenzdiagnostik werden Tumore farblich markiert, sodass der Arzt sämtliche Tumorherde im Rahmen einer Operation leichter erkennen und entfernen kann. Dazu wird dem Patienten ein fluoreszierender Farbstoff verabreicht, der sich selektiv im Tumor anreichert. Wird der Farbstoff mit UV-Licht bestrahlt, leuchtet er rot. PURAVIS® Glasfasern ermöglichen, dass Endoskope also auch UV-Licht in den Körper tragen können.

Endoskopie
PURAVIS® Glasfasern ermöglichen, dass Endoskope UV-Licht in den Körper tragen können. Foto: SCHOTT.
SCHOTT® Luminous Diffusoren eignen sich besonders für lichtbasierte medizinische Behandlungen. Foto: SCHOTT

Laserdiffusoren für die Photodynamische Therapie

Auch in der Photodynamische Therapie (PDT) erhält der Patient eine Farbsubstanz, die sich vor allem im Tumorgewebe anreichert. Dieser so genannten Photosensitizer entwickelt mithilfe des in der Haut vorhandenen Sauerstoffs gewebsschädigende Stoffe, wenn er mit Licht einer speziellen Wellenlänge bestrahlt wird. So kann der Tumor zerstört werden.

Schott unterstützt den Kampf gegen Krebs mit einer Neuentwicklung: Die SCHOTT® Luminous Diffusoren auf Glasbasis strahlen Laserlicht äußerst homogen und effizient ab und eignen sich besonders für lichtbasierte medizinische Behandlungen wie PDT. Die zum Patent angemeldeten laserstrahlenden Materialien erreichen mit Hilfe vielfältiger Strahlungsprofile eine gezielte Diffusion von Laserenergie mit einer hervorragenden Strahlungshomogenität und einem sehr hohen optischen Wirkungsgrad von über 80 Prozent.

Mögliche weitere Anwendungen in der Tumormedizin sind die laserinduzierte Wärmetherapie oder auch die Behandlung mit Infrarot-Lasern, um die Lebensqualität von Krebspatienten zu verbessern oder Schmerzen zu lindern. So kann beispielsweise die orale Mukositis, eine Entzündung der Mundschleimhaut, die als Nebenwirkung einer Krebstherapie auftreten kann, mit diesem laserbasierten Ansatz behandelt werden. Hierbei spielt Licht erneut seine gute Verträglichkeit für Patienten aus, denn es unterstützt nicht-medikamentöse und nicht-invasive Therapien.

4. Februar 2021

Kontakt

Michaela Georg
Lighting and Imaging
SCHOTT AG

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