Menschlicher Rumpf mit Organen

Untersuchung der Atemwege erleichtern

Der weltweite Kampf gegen COVID-19 hat unter anderen die Medizintechnik als eine systemkritische Industrie definiert. Da das lebensbedrohliche Coronavirus Rachen und Lunge angreift, kommt es nicht von Ungefähr, dass die Nachfrage nach Untersuchungen der Atemwege gestiegen ist. Dies erfordert innovative endoskopische Systeme, die die präzisesten Diagnosen und besten Therapien ermöglichen.

„SCHOTT beliefert den wichtigen medizintechnischen Markt für Laryngoskope, Intubationsendoskope, HNO-Endoskope und Bronchoskope mit Lichtleitern und Bildleitern aus Glasfasern“, sagt Ralf Daferner, Global Head of Sales Medical bei SCHOTT Lighting and Imaging. Das Unternehmen ist seit rund 60 Jahren als zuverlässiger Hersteller von Faseroptik für hochwertige Licht- und Bildgebung weltweit bekannt.

Beim Intubieren unterstützen

Laryngoskope werden von Ärzten eingesetzt, um den Kehlkopf auf Verschlüsse zu überprüfen oder einen Patienten zu intubieren. Die Intubation wird im Allgemeinen entweder mit einem Laryngoskop oder einem Intubationsendoskop durchgeführt, um die Stimmbänder zu identifizieren und den Tubus sicher in die Luftröhre zu führen, ohne dabei die Speiseröhre versehentlich zu treffen. Wichtig ist, dass qualitativ hochwertiges Licht an den Ort des Geschehens gebracht wird, das es dem Chirurgen ermöglicht, besser zu sehen. Dazu transportieren flexible oder starre optische Glasfasern das Licht von der externen Lichtquelle in den Körper.

Endoskope werden auch für HNO-Untersuchungen (Hals-Nasen-Ohren) immer häufiger eingesetzt. Der Blick in sehr kleine und enge Körperbereiche erfordert Instrumente mit kleinen Durchmessern. Hierfür eignen sich Glasfasern sehr gut. Dies bringt gleich zwei Vorteile: Das Endoskop lässt sich für den Operateur leichter bedienen und gleichzeitig erhöht sich der Komfort für den Patienten.

HNO-Endoskope werden traditionell mehrfach verwendet. So werden sie nach jedem Einsatz mit einem Hochtemperaturverfahren wie dem Autoklavieren sterilisiert, um Keime, Viren und Bakterien vollumfänglich abzutöten. Beim Autoklavieren werden Temperaturen von bis zu 137°Celsius erreicht, denen Glasfasern problemlos standhalten können. In jüngster Zeit ist auch ein Trend hin zur Entwicklung von Einweg-HNO-Endoskopen zu beobachten. Hierfür sind die neuen SCHOTT® SingleEZ-Lichtleiter bestens geeignet.

Lungen und Bronkoskop
Ärtzin mit Atemschutzmaske
Foto: SCHOTT

Tief in die Lunge blicken

Mit einem Bronchoskop wird das gesamte Atmungssystem von Kehlkopf und Luftröhre bis zu den dünnen, verästelten Atemwegen unserer Lungen betrachtet. Meist werden sie bei der Diagnose von Lungentumoren oder chronischem Husten eingesetzt. Darüber hinaus können Bronchoskope auch zur Untersuchung von Infektionen in der Lunge oder bei der Reinigung der Atemwege nach einer Langzeitintubation herangezogen werden.

Bronchoskope verfügen über einen flexiblen faseroptischen Lichtleiter, der von einer externen Lichtquelle gespeist wird und das zu untersuchende Gewebe detailliert beleuchtet. Glasfasern von SCHOTT leiten das weiße Licht von LED- oder Xenon-Lichtquellen nahezu verlustfrei zur Spitze des Endoskops. Aufgrund der hohen Farbneutralität und geringen Farbverschiebung des Lichtes können Ärzte darauf vertrauen, dass sie die Farben naturgetreu sehen. Bronchoskope enthalten auch einen flexiblen Bildleiter, der ein realistisches Bild aus dem Körper transportiert.

Den weltweiten Bedarf an Medizintechnik unterstützen

„Da wir über mehrere unabhängige Produktionsstätten verfügen, können wir das Risiko von Lieferunterbrechungen deutlich reduzieren,“ so Daferner. „Wir konzentrieren uns darauf, unseren Beitrag innerhalb der globalen Lieferkette zu leisten, um die Versorgung mit lebensrettenden medizinischen Komponenten und Geräten aufrechtzuerhalten.“

08. April 2020

Kontakt

Simone Berkefeld
Lighting & Imaging
SCHOTT AG

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