Paradigmenwechsel


Der Trend zu (personalisierten) Biotech-Medikamenten zwingt Pharmaunternehmen zu mehr Flexibilität. Gregor Deutschle, Business Development Manager für die Ready-to-Use-Platform adaptiQ®, über Herausforderungen für die Pharmaproduktion.

Was bewegt derzeit die Hersteller von Biotech-Medikamenten?

Da Medikamente immer gezielter auf die Behandlung bestimmter Krankheiten hinwirken, werden die Losgrößen tendenziell kleiner. Also brauchen die Hersteller ein Fertigungsprinzip, mit dem sie auf einer Produktionslinie mehrere Medikamente in verschiedene Packmittel abfüllen können. Ready-to-Use-Ansätze helfen ihnen dabei.

Wie würde das in der Praxis aussehen?

Ein Beispiel: Pharmaunternehmen X möchte Medikament A, B und C auf einer Produktionslinie in unterschiedliche Verpackungen abfüllen. Dazwischen müsste das Equipment gewechselt werden, was jeweils einen Tag dauert. Jedes Produkt wird für zwei Wochen abgefüllt. Allerdings würden nach dieser Rechnung 30 Tage vergehen, bis die Produktion von Medikament A wieder losgehen könnte. Innerhalb dieser Zeit kann sich die Nachfragesituation allerdings geändert haben.

Wenn alle Verpackungsformate abfüllfertig in einem standardisierten Nest fixiert sind, reduziert sich die Umbauzeit auf einige Stunden. Falls nötig, könnten alle drei Medikamente an einem Tag abgefüllt werden.

Wie unterstützt SCHOTT die Hersteller dabei?

Unser Ready-to-Use-Konzept stößt in der Pharmaindustrie auf großes Interesse. Wir haben heute abfüllfertige Fläschchen in ISO-Formaten von 2R bis 30R im Portfolio. Diese lassen sich auf über 30 verschiedenen Anlagentypen verarbeiten.

Gregor Deutschle, Business Development Manager, SCHOTT Pharmaceutical Systems
Ready-to-use Pharmaverpackungen ermöglichen Pharmaunternehmen mehr Flexibilität in der Produktion.

22. Februar 2017

Kontakt

Gregor Deutschle
SCHOTT Pharmaceutical Systems

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