Ein ambitioniertes Ziel

Pioniergeist und Verantwortung sind Kernelemente des SCHOTT Spirits. Folgerichtig will das Unternehmen seine Anstrengungen gegen den Klimawandel forcieren und erklärt deshalb „Zero Carbon“ zum strategischen Ziel.

Pioniergeist und Verantwortung sind Kernelemente des SCHOTT Spirits. Folgerichtig will das Unternehmen seine Anstrengungen gegen den Klimawandel forcieren und erklärt deshalb „Zero Carbon“ zum strategischen Ziel.

Auch wenn es manche immer noch nicht wahrhaben wollen, die Wissenschaft hat es längst nachgewiesen: Der fortschreitende Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Wenn es nicht gelingt, den weltweiten Temperaturanstieg zu begrenzen, gerät die Lebensgrundlage von immer mehr Menschen in Gefahr. Vor diesem Hintergrund verpflichteten sich 2015 im Pariser Klimaabkommen rund 200 Staaten, die menschengemachte Erwärmung der Erde auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Und die Europäische Union hat sich zum Ziel gesetzt, Europa bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent der Erde zu machen. SCHOTT ist deutlich ehrgeiziger und will bereits bis 2030 ein klimaneutrales Unternehmen werden. Kein anderes Unternehmen der Spezialglasindustrie hat sich bisher ein solch ambitioniertes Ziel gesetzt. „Mit Blick auf die Zukunft unseres Planeten müssen alle gesellschaftlichen Akteure Verantwortung übernehmen. Wir wollen aktiv einen Beitrag für den Klimaschutz leisten“, erklärt Dr. Frank Heinricht, Vorsitzender des Vorstandes der SCHOTT AG. Ganz in diesem Sinne erklärte das Unternehmen das Ziel „Zero Carbon“ zu einer der Säulen seiner neuen Konzernstrategie.

Glasherstellung ist energieintensiv

Als Spezialglashersteller benötigt SCHOTT viel Energie – ähnlich wie Unternehmen der Kunststoff-, Stahl-, Papier und Baustoffindustrie, die als Materialhersteller am Anfang der Wertschöpfungskette stehen. Spezialgläser und Glaskeramiken werden in großen Schmelzwannen bei Temperaturen von bis zu 1.700 Grad Celsius geschmolzen. Bisher werden die Schmelzwannen mit den fossilen Energieträgern Erdgas und Heizöl oder mit Elektrizität beheizt. Durch den hohen Energiebedarf beträgt der klimarelevante Fußabdruck rund eine Million Tonnen CO₂e (CO₂-Äquivalente) pro Jahr. Dies entspricht in etwa dem CO2-Ausstoß einer Stadt in Europa mit 150.000 Einwohnern.

Aktionsplan mit vier Handlungsfeldern

„Auf unserem Weg Richtung Klimaneutralität wollen wir klimaschädliche Emissionen vermeiden, reduzieren oder kompensieren“, sagt Konzernchef Heinricht. Der Aktionsplan umfasst vier Handlungsfelder: Steigerung der Energieeffizienz, Umstieg auf Grünstrom, Technologiewandel und Kompensation technologisch nicht vermeidbarer Emissionen. Mit der Verbesserung der Energieeffizienz beschäftigt sich der Technologiekonzern schon seit Jahrzehnten. Durch die Einführung der Oxy-Fuel-Schmelztechnologie und die zunehmende Nutzung von Strom zur Beheizung der Schmelzwannen seit den 1990er-Jahren gelang es bereits, den spezifischen Energieverbrauch um über 30 Prozent zu senken. Im Rahmen des bewährten Energiemanagements arbeiten die Experten permanent daran, weitere Energieeinsparpotenziale zu identifizieren und zu nutzen. Bei elektrischer Energie setzt SCHOTT künftig vollständig auf Grünstrom. Bereits 2021 will der Konzern seinen Strombedarf zu 100 Prozent durch erneuerbare Energien wie Wasserkraft, Windkraft, Solarenergie und Biomasse mit entsprechenden Herkunftsnachweisen decken. Langfristig will man mit der Entwicklung neuer Technologien auf die Nutzung fossiler Energieträger verzichten – soweit es technologisch machbar ist. Dieser Transformationsprozess braucht allerdings Zeit und erfordert enorme Entwicklungs- und Investitionskosten. Einen vielversprechenden Lösungsansatz sieht das Unternehmen dabei in der Wasserstofftechnologie. Daneben prüfen Forscher und Schmelztechnologen auch die Machbarkeit weiterer technologischer Ansätze. Bis in der Spezialglasherstellung großtechnische CO2-freie Lösungen zur Verfügung stehen, wird es noch viele Jahre dauern. So lange will der Konzern technologisch nicht vermeidbare Emissionen durch Investitionen in Klimaschutzprojekte kompensieren. Zu einem solchen Kompensations-Portfolio kann zum Beispiel das Engagement in nachhaltige Aufforstungsprojekte gehören.

Leitprinzipien Pioniergeist und Verantwortung

Mit dem Strategieprojekt „Zero Carbon“ läutet SCHOTT eine neue Ära seines Umwelt- und Klimamanagements ein. „Pioniergeist, langfristiges Denken und verantwortungsvolles Handeln sind seit den Gründertagen tief in der Unternehmens-DNA verankert. Von diesen Prinzipien wollen wir uns auch beim Kampf gegen den Klimawandel leiten lassen“, sagt Frank Heinricht.

29. Januar 2021

Kontakt

Dr. Jürgen Steiner
Marketing & Communication
SCHOTT AG

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