Auf den Punkt gebracht

Am 15. September ist internationaler Tag des Punktes. Obwohl der Punkt als Form auf den ersten Blick so eindeutig und simpel erscheint, kann er vieles sein: Vom Zeitpunkt über den Notenpunkt bis zu dem Punkt, den man verliert, wenn man zu schnell Auto fährt. Der kleine Fleck ärgert uns in der Mathematik und beendet all unsere Sätze. Ebenso abwechslungsreich wie der Punkt ist das Material Glas – Das auch etwas mit Punkten zu tun hat, versprochen!

Am 15. September ist internationaler Tag des Punktes. Obwohl der Punkt als Form auf den ersten Blick so eindeutig und simpel erscheint, kann er vieles sein: Vom Zeitpunkt über den Notenpunkt bis zu dem Punkt, den man verliert, wenn man zu schnell Auto fährt. Der kleine Fleck ärgert uns in der Mathematik und beendet all unsere Sätze. Ebenso abwechslungsreich wie der Punkt ist das Material Glas – Das auch etwas mit Punkten zu tun hat, versprochen!

Im Alltag kommen wir beim Trinken oder Blick aus dem Fenstern häufig in Kontakt mit Glas. Dabei ist das Material vielseitig einsetzbar. So kann es zum Beispiel zu hauchdünnen Fasern gezogen werden, die Licht von Punkt zu Punkt transportieren.

Hält man eine Lichtquelle an eine Handvoll Glasfasern, erhält man am anderen Ende abertausende Lichtpunkte. Da die Glasfasern flexibel sind und in engen Radien gebogen werden können, kann Licht genau dorthin gebracht werden, wo es gebraucht wird. Das kann zum Beispiel bei einer Operation im menschlichen Körper sein: Zu einem Lichtleiterkabel gebündelt beleuchten die feinen Fäden punktgenau das, was gesehen werden muss.

Gleichzeitig bedeutet das, dass nur eine Lichtquelle genügt, um Licht an etliche Punkte zu bringen. In Anwendungsfeldern wie dem Flugzeugkabinendesign leiten mehrere Faserstränge das Licht von einer LED-Quelle in bis zu 30 verschiedene Richtungen. Werden ihre Enden in eine Decke eingelassen, können beeindruckende „Sternenhimmel“ konzipiert werden, die ein angenehmes Ambiente schaffen und das Wohlbefinden des Menschen steigern. Dabei sind Glasfasern so fein, dass es 300 Glasfasern braucht, um einen „Stern“ zu bilden.

Glasfasern erzeugen wunderschöne Lichtakzente. Fotos: SCHOTT.

Die optischen Fasern von SCHOTT überwinden außerdem Probleme wie Platz, Gewicht oder Wärme, die in Flugzeugen eine große Rolle spielen. Da es nur eine Lichtquelle für mehrere Lichtpunkte braucht kann das System, das 30 % leichter als herkömmliche LED-Lösungen ist, an einer Stelle platziert werden, an der ausreichend Platz für die Wärmezirkulation ist. Weil Glasfasern nur Licht und keinen Strom leiten, gibt es keine elektrischen Interferenzen an Bord. Diese Vorteile machen die Glasfaser-Sternenhimmel auch geeignet für stilvolle Saunen und Schwimmbäder.

Mithilfe intelligenter Software kann die SCHOTT-Sterndecke eine Reihe von Effekten erzeugen. Das Constellation Stars System ermöglicht es der Kabinenbesatzung, eine bestimmte “Konstellation” heller leuchten zu lassen, die Option Background Stars erzeugt den Eindruck einer weit entfernten Galaxie und die Variante Flickering Stars schimmert wie die Milchstraße.

So wird der kindliche Gedanke, dass Sterne, die riesigen brennenden Gasbälle im All, nur funkelnde Punkte sind, zum Leben erweckt. Wie heißt es nicht schon in dem Kindermusical „Der kleine Tag“? „Vielleicht sind die Sterne, die funkelnden Punkte im Dunkeln, vielleicht sind die Sterne nur Löcher. Reingepikste, winzige Löcher im Himmel.“ Vielleicht sind sie auch Glasfaser-Enden…

15. September 2020

Kontakt

Dr. Haike Frank
Lighting & Imaging
SCHOTT AG

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