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AR / MR: So funktioniert die Light Guide-Technologie

Die Light Guide-Technologie ermöglicht eine immer nahtlosere Vermischung digitaler und realer Inhalte in Augmented und Mixed Reality. So funktioniert sie.

Die Light Guide-Technologie ermöglicht eine immer nahtlosere Vermischung digitaler und realer Inhalte in Augmented und Mixed Reality. So funktioniert sie.

Die Zukunft von Augmented Reality (AR) und Mixed Reality (MR) liegt im wahrsten Sinne des Wortes direkt vor unseren Augen: Denn nachdem die Lichtwellen aus dem Projektor der Datenbrille in sogenannten ebenen Wellen das Auge passiert haben, erreichen sie die menschliche Retina als Bildpunkt. Um ein möglichst klares und scharfes Bild zu produzieren, müssen AR- und MR-Brillen diese ebenen Lichtwellen möglichst gleichmäßig ins Auge leiten.

Mit der neuen Generation von SCHOTT RealView™ High-Index-Glaswafern können Hersteller von AR- und MR-Brillen nie dagewesene smarte Geräte realisieren. Mit einem Brechungsindex von 1,9 ermöglicht das neue Produktportfolio von SCHOTT ein Sichtfeld (FoV) von bis zu 53° in der Horizontalen und bis zu 65° in der Diagonalen – was im Vergleich zu aktuell erhältlichen AR-Anwendungen, die bei 40° liegen, ein deutlicher Fortschritt ist (Stand Juni 2019). Die Entwicklung kommt also nicht nur den spezifischen Bedürfnissen der Branche entgegen, sondern macht noch immersivere AR- und MR-Erlebnisse möglich.

Und so funktioniert die Light Guide-Technologie:

1

Projektor emittiert die Lichtwellen des digitalen Bildes in Richtung des Lichtleiters (SCHOTT RealView™).

2

Die Lichtwellen des Projektors werden an einer definierten Stelle mit Hilfe eines Gitters in den Lichtleiter (engl. light guide) eingekoppelt.

3

Lichtwellen jeder Farbe werden im definierten Gitter-Bereich n-mal ausgekoppelt. Da jedes Auge individuell geformt ist, müssen die Lichtwellen n-mal ausgekoppelt werden. (Bei der Lightguide-Technologie kommen typischerweise drei Glaswafer zum Einsatz, wobei jeder Wafer als Lichtleiter für eine Farbe im Rot-Grün-Blau-Farbraum (RGB) dient. Im vereinfachten Bild ist nur ein RGB-Bild dargestellt.)

4

Das bewegliche, nicht fix positionierte menschliche Auge nimmt sowohl das digitale als auch das reale Bild wahr. Dadurch entsteht der Eindruck einer erweiterten Realität (Augmented Reality/Mixed Reality).

9. Mai 2019

Kontakt

Dr. Ruediger Sprengard
Advanced Optics
SCHOTT AG

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