04.06.2018, Mainz, Deutschland

Drohnen zuverlässig kennzeichnen – mit ultradünnem Glas

Die Firma Roboterwerk bietet jetzt eine zuverlässige Lösung für die Kennzeichnung von Drohnen, die im Ernstfall auch Brände und Explosionen von Lithium-Ionen-Akkus übersteht, wie vom Gesetzgeber gefordert. Basismaterial dafür ist das ultradünne Glas von SCHOTT. Gegenüber Metallen bietet Glas vielfältige Vorteile: So verändert es sich im Brandfall erst bei Temperaturen über 600° Celsius, ist äußerst leicht und nimmt keinerlei Einfluss auf Sensoren und Fluglagesystem.
Drohnen zuverlässig kennzeichnen – möglich macht das der Werkstoff Glas und die Expertise von Roboterwerk. Bild: Roboterwerk
Drohnen zuverlässig kennzeichnen – möglich macht das der Werkstoff Glas und die Expertise von Roboterwerk. Bild: Roboterwerk
Ob im privaten oder professionellen Bereich: Drohnen sind so hochentwickelt wie nie, und deshalb beliebter denn je. Die unbemannten Luftfahrzeuge – in der Regel als Multicopter oder Quadrocopter konzipiert – unterstehen seit April 2017 einer gesetzlich vorgeschriebenen Kennzeichnungspflicht. Besitzer einer Flugdrohne ab einer Startmasse von 0,25 Kilogramm sind seitdem dazu angehalten, das Flugobjekt mit Name und Adresse zu kennzeichnen. So kann im Schadensfall schnell der Halter festgestellt werden. Dabei ist es wichtig, dass die Kennzeichnung „dauerhaft und feuerfest beschriftet und fest mit dem Gerät verbunden ist“, schreibt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) auf seiner Website.

Glas als zuverlässiges Kennzeichen
Die Firma Roboterwerk hat jetzt Glas als ideales Trägermaterial für die Kennzeichnung von Flugdrohnen identifiziert und bietet eine passende Kennzeichen-Lösung an. Dabei wird das ultradünne Glas von SCHOTT in einem speziellen Verfahren mit einer Beschriftung aus einem Glas-Titan-Kohlenstoffverbund (Keramik) versehen. Die Keramik hält Temperaturen von über 1000° Celsius stand.

„Das ultradünne Glas von SCHOTT ist zugleich feuerfest, stabil und leicht. Es eignet sich daher ideal als Trägerstoff für Drohnen-Kennzeichen, da es im Gegensatz zum weit verbreiteten Aluminium sehr viel feuerfester ist“, so Moritz Aßmus-Hubrich, Pressesprecher der Roboterwerk GmbH.

Das in Deutschland gefertigte Aluminosilikatglas SCHOTT AS 87 eco, das gehärtet in einer Dicke von unter 150 Mikrometer von Roboterwerk eingesetzt wird, verändert seine Form erst bei Temperaturen von 870°C und übersteht auch die über 660°C heißen Brände von Lithium-Ionen-Akkus. Zum Vergleich: Aluminium schmilzt bereits bei 660,3°C.

„Made in Germany“
„Viele Länder haben bereits eine verpflichtende Kennzeichnungspflicht für Flugdrohnen eingeführt. In Deutschland muss dieses Kennzeichen darüber hinaus laut Gesetzgeber ‚feuerfest‘ sein“, sagt Aßmus-Hubrich. „Da der Begriff ‚feuerfest‘ aber nicht eindeutig definiert ist, gehen wir mit dem ultradünnen Glas von SCHOTT auf Nummer sicher: Es behält seine Form im Brandfall zuverlässig bei, ohne einen negativen Einfluss auf das Gewicht zu nehmen oder die Sensoren zu stören. Glas ist damit anderen Kennzeichnungslösungen einen großen Schritt voraus.“

Kennzeichnungspflicht: Andere Länder könnten folgen
Interessant: In den USA ist aktuell eine Registrierung von Drohnen bei der Bundesluftfahrtbehörde FAA ausreichend. Im Rahmen der Registrierung erhält jede Drohne eine eindeutige Identifikationsnummer. Im Gegensatz zu Deutschland ist es allerdings nicht notwendig, diese ID oder sonstige Identifizierungsmerkmale sichtbar an der Drohne anzubringen. Noch nicht. Aktuelle Medienberichte legen nahe, dass sich dies in Kürze ändern könnte und eine sichtbare Kennzeichnungspflicht auch in den USA erforderlich wird.

„Wir freuen uns sehr, dass Roboterwerk mit der Idee an uns herangetreten ist“, so Dr. Thomas Werninghaus, Senior Sales Manager bei SCHOTT Advanced Optics. „Das Beispiel zeigt die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von ultradünnem Glas und lädt Ingenieure und Produktentwickler in allen Branchen dazu ein, die Einsatzgebiete von Glas immer wieder neu zu denken.“

Roboterwerk verkauft die gravierten Drohnen-Kennzeichen aus Glas beim Online-Händler Amazon. Eine Ausweitung der Vertriebsaktivitäten auf den lokalen Elektronikfachhandel ist angedacht. Besitzer einer Drohne können sich auf der Website des BMVI über die rechtlichen Notwendigkeiten informieren – das Ministerium hat alle Regeln zum Betrieb von Drohnen auf einer Website zusammengefasst (www.bmvi.de/drohnen).

Alles rund um das ultradünne Glas von SCHOTT: https://www.schott.com/innovation/de/#ultrathinglass
Produktseite zu SCHOTT AS 87 eco: https://www.schott.com/advanced_optics/german/products/optical-materials/thin-glass/as-87-eco/index.html

SCHOTT ist ein international führender Technologiekonzern auf den Gebieten Spezialglas und Glaskeramik. Mit der Erfahrung von über 130 Jahren herausragender Entwicklungs-, Material- und Technologiekompetenz bietet das Unternehmen ein breites Portfolio hochwertiger Produkte und intelligenter Lösungen an. Damit ist SCHOTT ein innovativer Partner für viele Branchen, zum Beispiel Hausgeräteindustrie, Pharma, Elektronik, Optik, Life Sciences, Automobil- und Luftfahrtindustrie. SCHOTT hat das Ziel, mit seinen Produkten zu einem wichtigen Bestandteil im Leben jedes Menschen zu werden. Das Unternehmen setzt auf Innovationen und nachhaltigen Erfolg. Mit Produktions- und Vertriebsstandorten in 33 Ländern ist der Konzern weltweit präsent. Rund 15.000 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2016/2017 einen Umsatz von 2,05 Milliarden Euro. Die Muttergesellschaft SCHOTT AG hat ihren Hauptsitz in Mainz und ist zu 100 Prozent im Besitz der Carl-Zeiss-Stiftung. Als Stiftungsunternehmen nimmt SCHOTT eine besondere Verantwortung für Mitarbeiter, Gesellschaft und Umwelt wahr. www.schott.com
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