22.02.2018, Mainz, Deutschland

Otto-Schott-Forschungspreis geht an renommierten US-Glaswissenschaftler

Eindrucksvolle Arbeiten zu Dynamik und Prozessen in Flüssigkeiten überzeugten/ Einstimmiges Votum des Kuratoriums

Der 15. Otto-Schott-Forschungspreis wird 2018 an Prof. Dr. C. Austen Angell verliehen. Der angesehene Glaswissenschaftler an der Arizona State University, USA, erhält die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung für die beispielhaften und nachhaltig prägenden wissenschaftlichen Beiträge in seiner langjährigen Forscher-Vita.
Der beeindruckende Beitrag von Prof. Angell in der Welt der Glaswissenschaft lässt sich in Zahlen fassen: 100 seiner bisher 523 Abhandlungen wurden jeweils über 100-mal zitiert, die Zitationen seiner Publikationen summieren sich auf fast 58.000, davon 17.500 in den letzten fünf Jahren. Allein für diesen Zeitraum ergibt sich daher ein beachtlicher sogenannter h-Index (= Kennzahl für das weltweite Ansehen eines Wissenschaftlers in Fachkreisen) von 64; 106 sind es in seiner gesamten Laufbahn.

Für die Glas-Community hochinteressant sind die Inhalte und respektablen Leistungen dieser Werke. Der US-amerikanische Wissenschaftler ist bekannt für seine eigenständigen Arbeiten zum Verständnis der Dynamik von Flüssigkeiten, insbesondere der Klassifikation viskoser Fluide, sowie der Beschreibung kooperativer Prozesse in Flüssigkeiten in Form einer „energy landscape for cooperative processes in liquids“.

Charles Austen Angell wurde 1933 in Canberra, Australien, geboren und studierte Chemie und Metallurgie an der Universität Melbourne. Wichtige Stationen seiner Laufbahn sind die Universität Pennsylvania, USA, das Imperial College of Science, London (Ph.D.-Abschluss, Armstrong medal for graduate research 1959-1961) sowie das Argonne National Laboratory und die Purdue Universität (1971: Full Professor) in den USA. 1989 wechselte er zur Arizona State Universität, wo er heute als Regents' Professor für Chemie und Biochemie arbeitet. Angell erhielt von 1990 bis 2010 Forschungspreise von fünf Fachgesellschaften und ist Träger des Alexander von Humboldt Senior Research Award sowie des Fulbright Awards. Er war aktiv im Redaktionsvorstand namhafter wissenschaftlicher Journale wie etwa dem Journal of Physical Chemistry, das ihn 1998 mit einer Sonderausgabe ehrte.

Beim mehrstufigen Auswahlprozess zum Otto-Schott-Forschungspreisträger unter 16 Nominierten und 13 Einreichungen spielte neben der Lebensleistung des 84-Jährigen auch seine beispielhafte Kontinuität und Aktualität, mit der er die Glaswissenschaft immer wieder neu bereicherte, eine maßgebliche Rolle. „Prof. Angell ist als Forscher stets aktiv und sichtbar geblieben. Er hat viele einflussreiche wissenschaftliche Arbeiten als erster oder sogar einziger Autor veröffentlicht“, begründeten Prof. Kathleen Richardson und Prof. Tanguy Rouxel vom Kuratorium des 15. Otto-Schott-Forschungspreises die Empfehlung und schließlich einstimmige Preisvergabe. Diese soll auf der 15th International Conference on the Physics of Non-Crystalline Solids zusammen mit der 14. European Society of Glass Conference in St. Malo, Frankreich, am 9.7.2018 offiziell vollzogen werden.

Der mit 25.000 Euro dotierte Otto-Schott-Forschungspreis wird seit 1990 vergeben. Die Preisträger erhalten ihn für hervorragende wissenschaftliche und technologische Leistungen auf dem Gesamtgebiet „Gläser und Glaskeramiken“ in Grundlagenforschung und Anwendung.
 
SCHOTT ist ein international führender Technologiekonzern auf den Gebieten Spezialglas und Glaskeramik. Mit der Erfahrung von über 130 Jahren herausragender Entwicklungs-, Material- und Technologiekompetenz bietet das Unternehmen ein breites Portfolio hochwertiger Produkte und intelligenter Lösungen an. Damit ist SCHOTT ein innovativer Partner für viele Branchen, zum Beispiel die Hausgeräteindustrie, Pharmazie, Elektronik, Optik, Automotive und Aviation. SCHOTT hat das Ziel, mit seinen Produkten zu einem wichtigen Bestandteil im Leben jedes Menschen zu werden. Das Unternehmen setzt auf Innovationen und nachhaltigen Erfolg. Mit Produktions- und Vertriebsstandorten in 33 Ländern ist der Konzern weltweit präsent. Rund 15.000 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2016/2017 einen Umsatz von 2,05 Milliarden Euro. Die Muttergesellschaft SCHOTT AG hat ihren Hauptsitz in Mainz und ist zu 100 Prozent im Besitz der Carl-Zeiss-Stiftung. Als Stiftungsunternehmen nimmt SCHOTT eine besondere Verantwortung für Mitarbeiter, Gesellschaft und Umwelt wahr.
Der Otto-Schott-Forschungspreis geht in diesem Jahr an den angesehenen Glaswissenschaftler Prof. Dr. C. Austen Angell von der Arizona State University, USA.
Der Otto-Schott-Forschungspreis geht in diesem Jahr an den angesehenen Glaswissenschaftler Prof. Dr. C. Austen Angell von der Arizona State University, USA.
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