04.12.2017, Berlin, Deutschland

Effizient und biologisch sicher: Algenzucht in gläsernen Röhren

In geschlossenen Photobioreaktoren (PBR) aus Glas können Algen effizient und in hervorragender Qualität gezüchtet werden. Die Vorteile dieser Technologie gegenüber der weitverbreiteten Methode der Algenzucht in offenen Teichsystemen sowie eine neuartige Abwasseraufbereitung, die Algen als Biomasse generiert, stellt der Technologiekonzern SCHOTT auf der AlgaEurope Konferenz in Berlin (05.- 07. Dezember 2017) vor. Detaillierte Informationen gibt es zudem am 2. Konferenztag (06. Dezember 2017) um 10:40 Uhr im Vortrag des SCHOTT Experten Fritz Wintersteller mit dem Titel „Tubular Glass Photobioreactors: Think Outside the Pond“.
Welche Methode eignet sich am besten zur Produktion von Algen? Und: Sind offene Teiche (Open Raceway Ponds, ORP) noch zeitgemäß? Antworten auf diese Fragen gibt der Technologiekonzern SCHOTT, der hochwertige Glasröhren für Photobioreaktoren produziert, jetzt auf einer Fachkonferenz in Berlin.

Mit Glasröhren ausgestattete kommerzielle Photobioreaktoren arbeiten seit nahezu zwei Jahrzehnten profitabel, zahlreiche Neuanlagen zur Algenproduktion befinden sich im Bau. Das hat Gründe: Die Systeme aus Glasröhren ermöglichen die Kultivierung von Algen in einer hohen Dichte und mit einer sehr hohen Produktivität. Dabei ist die Produktion in geschlossenen Systemen nicht nur plan- und kalkulierbar, sondern auch nachhaltig aufgrund der hohen biologischen Sicherheit und indem kein Wasser verdunstet. Weitere Pluspunkte: Die verwendeten Glaskomponenten sind als unbedenklich eingestuft (GRAS; generally recognized as safe), eine Kontamination der Biomasse (wie etwa in offenen Teichen) ist aufgrund des geschlossenen Systems extrem gering. Auch bei jahrelanger hoher UV-Einwirkung bleiben die Glasröhren äußerst lichtdurchlässig (> 90 Prozent). Die glatte und harte Oberfläche der Röhren verhindert in hohem Maß, dass sich ein Biofilm bildet. Aufgrund der Kratzfestigkeit und Stabilität sind die Komponenten chemisch und mechanisch einfach zu reinigen.

„Die hohen Anschaffungskosten von Photobioreaktoren aus Glas sind übrigens ein Mythos“, erklärt Fritz W. Wintersteller, Director Business Development bei SCHOTT Tubing. „Eine Lebensdauer von über 50 Jahren führt zu wesentlich geringeren Gesamtbetriebskosten als Systeme mit häufig auszutauschenden Einwegmaterialien, Kunststoff-Röhren oder offene Folienteichen. Die Investition bei Glasröhren beträgt rund einen Euro pro Liter bei einer Lebensdauer von 50 Jahren.“

Eines der neusten Projekte mit SCHOTT Beteiligung ist eine ein Hektar große PBR-Anlage des Mikroalgenherstellers ecoduna, die gerade in Österreich entsteht. SCHOTT lieferte für die vertikalen Photobioreaktoren 43.000 DURAN® Glasröhren. Der Betreiber ecoduna rechnet mit einem Output von etwa 100 Tonnen trockener Biomasse verschiedener Algenstränge pro Jahr. Auch bei der Wasseraufbereitung lässt sich in gläsernen Photobioreaktoren wertvolle Biomasse herstellen: Das amerikanische Unternehmen CLEARAS Water Recovery hat hierfür mit ABNR™ (Advanced Biological Nutrition Recovery) eine Technologie entwickelt, bei der ein Mix aus Algen und Bakterien in riesigen Photobioreaktoren Abwasser reinigen und zugleich ein Überschuss an Algen – eine zusätzliche Einnahmequelle für den Betreiber - generiert wird. Auch hier ist SCHOTT dabei und liefert hochwertige Glasröhren.  

DURAN® ist eine eingetragene Marke der DWK Life Sciences GmbH.

SCHOTT ist ein international führender Technologiekonzern auf den Gebieten Spezialglas und Glaskeramik. Mit der Erfahrung von über 130 Jahren herausragender Entwicklungs-, Material- und Technologiekompetenz bietet das Unternehmen ein breites Portfolio hochwertiger Produkte und intelligenter Lösungen an. Damit ist SCHOTT ein innovativer Partner für viele Branchen, zum Beispiel Hausgeräteindustrie, Pharma, Elektronik, Optik, Life Sciences, Automobil- und Luftfahrtindustrie. SCHOTT hat das Ziel, mit seinen Produkten zu einem wichtigen Bestandteil im Leben jedes Menschen zu werden. Das Unternehmen setzt auf Innovationen und nachhaltigen Erfolg. Mit Produktions- und Vertriebsstandorten in 34 Ländern ist der Konzern weltweit präsent. Rund 15.000 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2015/2016 einen Umsatz von 1,99 Milliarden Euro. Die Muttergesellschaft SCHOTT AG hat ihren Hauptsitz in Mainz und ist zu 100 Prozent im Besitz der Carl-Zeiss-Stiftung. Als Stiftungsunternehmen nimmt SCHOTT eine besondere Verantwortung für Mitarbeiter, Gesellschaft und Umwelt wahr. www.schott.com
Presse- und Medienkontakt
SCHOTT AG
Christine Fuhr
Public Relations Manager
Hattenbergstraße 10
55122 Mainz
Tel.: +49 6131/66-4550
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