23.03.2016, Mainz, Germany

Einer der Pioniere des „Wirtschaftswunders“

Geburtstag von Erich Schott jährt sich zum 125. Mal
Erich Schott gehörte zu den Pionieren des Wirtschaftswunders. Foto: SCHOTT
Erich Schott gehörte zu den Pionieren des Wirtschaftswunders. Foto: SCHOTT
Am 29. März jährt sich der Geburtstag von Erich Schott (1891 – 1989) zum 125. Mal. Beim Technologiekonzern und Spezialhersteller SCHOTT gilt er nach den Firmengründern Otto Schott und Ernst Abbe als bedeutendste Persönlichkeit der Unternehmensgeschichte. Als Nachfolger seines Vaters Otto gehörte er mehr als 40 Jahre, von 1927 bis 1968, dem SCHOTT Vorstand an. In dieser Zeit prägte er das Unternehmen wie kein anderer.

„Nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Verlust des Stammwerkes in Jena infolge der Spaltung Deutschlands hat Erich Schott unser Unternehmen durch die schwerste Krise und vom neuen Hauptwerk in Mainz aus zurück in die Weltspitze geführt“, erklärt Dr. Frank Heinricht, Vorsitzender des Vorstandes der SCHOTT AG, anlässlich des Geburtstages.

Als Sohn des Firmengründers war Erich Schott die Glastechnologie und das Unternehmertum quasi in die Wiege gelegt worden. 1917 trat der Physiker und Chemiker als wissenschaftlicher Mitarbeiter in das Jenaer Glaswerk ein. Nach seiner Berufung in den Vorstand gehörte Erich Schott zu den ersten Industrievertretern, die die Zusammenarbeit mit Künstlern suchten. So verpflichtete er den Bauhauskünstler Wilhelm Wagenfeld als Designer für die hitzebeständigen Hauswirtschaftsgläser der Marke „Jenaer Glas“. Die Erschließung weiterer neuer Geschäftsfelder wie Glas-Metall-Komponenten für die Elektronik oder Fernsehglas sind ebenso mit seinem Namen verbunden wie die Gründung der ersten Tochterstandorte in Deutschland in den 1930er und der Aufbau der ersten Standorte im Ausland ab den 1950er Jahren.

Als nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges US-Militärs bei ihrem Rückzug aus Thüringen die Geschäftsleitung und ausgewählte Spezialisten von Jena in den Westen Deutschlands brachten, um das Spezialglas-Know-how von SCHOTT für den Westen zu sichern, stand Erich Schott an der Spitze des sogenannten „Zuges der 41 Glasmacher“.
Nach Stationen in Heidenheim an der Brenz und den bayerischen SCHOTT Standorten Zwiesel, Mitterteich und Landshut endete dieser 1952 in Mainz. Hier baute SCHOTT mit Krediten aus dem Marshall-Plan ein neues Hauptwerk auf, nachdem das  Stammwerk in Jena 1948 enteignet und in einen volkseigenen Betrieb umgewandelt worden war und sich die Spaltung Deutschlands durch die Gründung der beiden deutschen Staaten 1949 verfestigt hatte. Aufgrund seiner unternehmerischen Leistung gehört Erich Schott zu den führenden Akteuren des sogenannten Wirtschaftswunders in der Bundesrepublik Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg.

In seiner Rede zur Eröffnung des neuen Werkes in Mainz im Mai 1952 sprach er bemerkenswerte Worte: „Wir hoffen auf eine glückliche Zukunft, in der wir Deutschen wieder miteinander vereint sein müssen. Denn dass dies einmal der Fall sein wird, darüber kann es keinen Zweifel geben. Wir warten auf diese Zeit und werden dann zwei Werke haben: eines hier in Mainz, das moderne, und das alte Traditionswerk in Jena. Wir hoffen auf diese Zeit.“ Die Erfüllung dieser Vision konnte er nicht mehr erleben. Erich Schott starb im Sommer 1989 im Alter von 98 Jahren, wenige Monate vor dem Fall der Berliner Mauer.

Auf Grund seines gesellschaftlichen Engagements an verschiedenen Standorten des SCHOTT Unternehmens verliehen die Städte Mainz und Zwiesel Erich Schott die Ehrenbürgerwürde. Zudem benannten die Städte Mitterteich, Zwiesel und Landshut Straßen nach seinem Namen.

SCHOTT ist ein international führender Technologiekonzern auf den Gebieten Spezialglas und Glaskeramik. Mit der Erfahrung von über 130 Jahren herausragender Entwicklungs-, Material- und Technologiekompetenz bietet das Unternehmen ein breites Portfolio hochwertiger Produkte und intelligenter Lösungen an. Damit ist SCHOTT ein innovativer Partner für viele Branchen, zum Beispiel die Hausgeräteindustrie, Pharmazie, Elektronik, Optik, Automotive und Aviation. SCHOTT hat das Ziel, mit seinen Produkten zu einem wichtigen Bestandteil im Leben jedes Menschen zu werden. Das Unternehmen setzt auf Innovationen und nachhaltigen Erfolg. Mit Produktions- und Vertriebsstandorten in 35 Ländern ist der Konzern weltweit präsent. Rund 15.000 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2014/2015 einen Umsatz von 1,93 Milliarden Euro. Die Muttergesellschaft SCHOTT AG hat ihren Hauptsitz in Mainz und ist zu 100 Prozent im Besitz der Carl-Zeiss-Stiftung. Als Stiftungsunternehmen nimmt SCHOTT eine besondere Verantwortung für Mitarbeiter, Gesellschaft und Umwelt wahr. www.schott.com 

Erich Schott gehörte zu den Pionieren des Wirtschaftswunders. Foto: SCHOTT
Erich Schott gehörte zu den Pionieren des Wirtschaftswunders. Foto: SCHOTT
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