07.10.2013, Mainz

Stiftungsprofessur stärkt anwendungsorientierte Forschung

Carl-Zeiss-Stiftung fördert Stiftungsprofessur in Mainz/ Stärkung der Zusammenarbeit von SCHOTT und Johannes Gutenberg-Universität
Mainz, 07. Oktober 2013 – Ab Wintersemester 2013 fördert die Carl-Zeiss-Stiftung - Eigentümerin der beiden Unternehmen SCHOTT AG, Mainz, und Carl Zeiss AG, Oberkochen – an der Universität Mainz eine Stiftungsprofessur „Festkörperforschung – oxidische Materialien“. Diese ermöglicht einen weiteren Ausbau der seit über zwanzig Jahren existierenden Kooperation des Technologiekonzerns SCHOTT und der Universität Mainz, aus der bereits viele Impulse in der Materialentwicklung entstanden sind. Im Fokus der experimentellen Stiftungsprofessur steht die Entwicklung nachhaltiger, ressourcenschonender Funktionsmaterialien mit spezifischen Anwendungsprofilen, wie z.B. im Bereich Energieeffizienz oder Medizintechnik.

„Wir freuen uns auf die neue Stiftungsprofessur an der Universität Mainz. Sie ermöglicht anwendungsorientierte Grundlagenforschung ganz in der Tradition unserer Firmengründer Otto Schott und Ernst Abbe - durch eine Zusammenarbeit zwischen wissenschaftlichen Einrichtungen und Wirtschaftsunternehmen. Gerade bei oxidischen Materialien, zu denen auch Spezialgläser und Glaskeramiken von SCHOTT gehören, ist das Potenzial bei weitem noch nicht voll erschlossen“, erklärt SCHOTT Forschungsvorstand Dr. Hans-Joachim Konz.

Oxide zählen neben den klassischen Halbleitern zu einer der wichtigsten Materialklassen für industrielle Anwendungen in der Elektronik, Optik, Sensorik oder Energietechnik. Aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften sind die Funktionswerkstoffe von wachsender Bedeutung für künftige Technologien, hier insbesondere als Materialien für Energieeffizienz. „Die Materialwissenschaften gehören zu den Profilschwerpunkten unserer Universität und verfügen über eine international hoch angesehene Expertise, die auch auf dem hervorragenden Forschungsumfeld in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung, dem Institut für Mikrotechnik Mainz und den Industriepartnern beruht“, erklärt der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Univ.-Prof. Dr. Georg Krausch. „Wir freuen uns daher sehr über die Stiftungsprofessur, die die Mainzer Materialforschung auf höchstem Niveau weiter ausbaut.“

Aus der Zusammenarbeit zwischen SCHOTT und der Universität sind in der Vergangenheit zahlreiche gemeinsame Promotionen hervorgegangen, die promovierten Naturwissenschaftler sind heute Mitarbeiter des Unternehmens. Kooperationsschwerpunkte sind insbesondere Spektroskopie und Simulation, die zu konstruktiven Forschungsergebnissen mit Anwendungsbezug geführt haben. So konnte in gemeinsamen Projekten die Entwicklung von Glas- und Glaskeramikwerkstoffen sowie simulationsbasierte Ansätze der Struktur-Eigenschaftsbeziehung in Gläsern forciert werden. Aus einem vom Bundesumweltministerium (BMU) geförderten Projekt entstanden zudem neuartige Gläser zur energieeffizienteren Nutzung der Sonnenenergie.

SCHOTT engagiert sich ebenfalls in der Graduiertenschule der Exzellenz „Materials Science in Mainz“, um jungen talentierten Nachwuchswissenschaftlern Einblick in die Forschungsaktivitäten eines modernen Technologiekonzerns zu ermöglichen. „Durch den Forschungsschwerpunkt „Oxidische Materialien“ kann nun in der Zusammenarbeit auch die Brücke zwischen Theorie und Analytik einerseits und experimenteller Materialentwicklung andererseits geschlagen werden“, so Dr. Rüdiger Sprengard, Leiter Entwicklung Neue Produkte und Materialien in der SCHOTT Forschung. Die Carl-Zeiss-Stiftung fördert Stiftungsprofessuren an der FH Jena (SCHOTT), der Universität Ulm (Carl Zeiss) und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (SCHOTT) über einen Zeitraum von fünf Jahren und mit bis zu 150.000 Euro pro Jahr. An der Uni Mainz wurden seitens der Stiftung in den vergangenen Jahren bereits die Stärkung der Forschungsstruktur „Materialdesign: Inverse Design mit definierten Eigenschaften“ sowie eine Juniorprofessur „Computersimulation in den Materialwissenschaften“ unterstützt.

SCHOTT ist ein internationaler Technologiekonzern mit mehr als 125 Jahren Erfahrung auf den Gebieten Spezialglas, Spezialwerkstoffe und Spitzentechnologien. Mit vielen seiner Produkte ist SCHOTT weltweit führend. Hauptmärkte sind die Branchen Hausgeräteindustrie, Pharmazie, Elektronik, Optik, Solarenergie, Transportation und Architektur. Das Unternehmen hat den klaren Anspruch, mit hochwertigen Produkten und intelligenten Lösungen zum Erfolg seiner Kunden beizutragen und SCHOTT zu einem wichtigen Bestandteil im Leben jedes Menschen zu machen. SCHOTT bekennt sich zum nachhaltigen Wirtschaften und setzt sich bewusst für Mitarbeiter, Gesellschaft und Umwelt ein. In 35 Ländern ist der SCHOTT Konzern mit Produktions- und Vertriebsstätten kundennah vertreten. 16.000 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2011/2012 einen Weltumsatz von 2 Milliarden Euro. Die SCHOTT AG mit Hauptsitz in Mainz ist ein Unternehmen der Carl-Zeiss-Stiftung.

Pressebilder zum Download unter: http://www.schott-pictures.net
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