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14.10.2020, Mainz, Deutschland

Zwei herausragende Glaswissenschaftler „in Pole- Position”

Das Kuratorium des Ernst-Abbe-Fonds hat den mit 25.000 Euro dotierten Otto-Schott-Forschungspreis verliehen, mit dem herausragende Leistungen in der Glas- und Glaskeramikforschung gewürdigt werden.
Professor Sabyasachi Sen und Professor Josef Zwanziger erhielten den diesjährigen Otto-Schott-Forschungspreis für ihre nachhaltigen und einzigartigen Fähigkeiten in der Grundlagen- und  experimentellen Glasforschung. Fotos: privat
Professor Sabyasachi Sen und Professor Josef Zwanziger erhielten den diesjährigen Otto-Schott-Forschungspreis für ihre nachhaltigen und einzigartigen Fähigkeiten in der Grundlagen- und experimentellen Glasforschung. Fotos: privat
Der 16. Otto-Schott-Forschungspreis wurde den Professoren Sabyasachi Sen und Josef Zwanziger verliehen, um ihre einzigartigen Fähigkeiten in der Grundlagen-  und experimentellen Glasforschung zu würdigen. Die Preisübergabe an die beiden Wissenschaftler erfolgte am 13. Oktober 2020 im Rahmen eines virtuellen Events durch die Jurymitglieder Professor Tanguy Rouxel vom LARMAUR Applied Mechanics Laboratory in Frankreich, Professor Kathleen A. Richardson von der University of Central Florida in den USA, Dr. Matthias Müller, Vice President R&D bei SCHOTT sowie den Kurator des Stifterverbandes des Ernst-Abbe-Fonds, Rainer Lüdtke.

Mainz, Deutschland, 14. Oktober 2020 - Die Professoren Sen und Zwanziger weisen eine Reihe von Gemeinsamkeiten auf: Sie verfügen über ähnliche wissenschaftliche Kennzahlen zur Produktivität sowie über das gleiche wissenschaftliche Interesse und Fachwissen auf dem Gebiet der Glasstruktur. Beide tragen auch regelmäßig zu weltweiten akademischen Tagungen und Aktivitäten bei und fördern so das Verständnis des traditionellen und innovativen Einsatzes von Glas in seiner Bandbreite an Erscheinungsformen und Anwendungen.

„Angesichts der Originalität und anhaltenden Produktivität ihrer qualitativ hochwertigen und in der internationalen Wissenschaftsgemeinschaft geschätzten Forschungsarbeiten, verbunden mit einer bereits früher bedeutenden weltweiten Anerkennung ihrer Leistungen, sind die Professoren Sen und Zwanziger ganz natürlich und unbestreitbar in der Pole-Position für die diesjährige Auszeichnung", so Professor Rouxel in seiner Laudatio.

Professor Sen von der University of California, Davis wird für seine nachhaltigen Beiträge zur Grundlagen- und angewandten Forschung an oxidischen und nicht-oxidischen Gläsern, einschließlich der Strukturmodellierung und Charakterisierungsmessungen, geehrt. Er arbeitet zudem mit einer Reihe internationaler Partner zusammen, um zum weiteren Verständnis des Amorphisierungs- und Zeolithkollaps-Phänomens beizutragen. 

Der bereits 2016 nominierte Professor Zwanziger von der Dalhousie University in Kanada war einer der ersten Wissenschaftler, der NMR (Kernspinresonanz)-Techniken zur Untersuchung der atomaren Struktur von Glas entwickelte. Er hat bedeutende Beiträge zum Verständnis borhaltiger Gläser und in jüngerer Zeit zur Entwicklung bleifreier Zusammensetzungen mit einem spannungsoptischen Koeffizienten von Null geleistet. Als Herausgeber des Journal of Non-Crystalline Solids verfügt Professor Zwanziger über einen beeindruckenden Umfang an publizierten Arbeiten und ist ein international gefragter Redner. 

"Die Professoren Sen und Zwanziger haben durch eine Kombination ausgeklügelter theoretischer, rechnergestützte und experimenteller Techniken bahnbrechende Beiträge zum Verständnis der atomaren Struktur von Glas und Korrelationen zu Eigenschaften geleistet", sagt Professor Kathleen Richardson. 

Der Otto-Schott-Forschungspreis wird seit 1990 verliehen und würdigt herausragende wissenschaftliche und technologische Leistungen auf dem Gebiet von Glas und Glaskeramik in Grundlagenforschung und Anwendung.

Mehr zum Otto-Schott-Forschungspreis und vorherige Preisträger.


SCHOTT ist ein international führender Technologiekonzern auf den Gebieten Spezialglas, Glaskeramik und verwandten Hightech-Materialien. Mit der Erfahrung von über 130 Jahren ist das Unternehmen ein innovativer Partner für viele Branchen, zum Beispiel Hausgeräteindustrie, Pharma, Elektronik, Optik, Life Sciences, Automobil- und Luftfahrtindustrie. SCHOTT ist weltweit präsent mit Produktions- und Vertriebsstandorten in 34 Ländern. Im Geschäftsjahr 2018/2019 erzielte der Konzern mit über 16.200 Mitarbeitern einen Umsatz von 2,2 Milliarden Euro. Die SCHOTT AG hat ihren Hauptsitz in Mainz und ist zu 100 Prozent im Besitz der Carl-Zeiss-Stiftung. Diese ist eine der ältesten privaten und größten wissenschaftsfördernden Stiftungen in Deutschland. Als Stiftungsunternehmen nimmt SCHOTT eine besondere Verantwortung für Mitarbeiter, Gesellschaft und Umwelt wahr.

 
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