Editorial

Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer, Vorsitzender des Vorstandes der SCHOTT AG

Liebe Leserinnen und Leser,


Glas ist heute mehr denn je die Verbindung zwischen Hightech und Mensch. In fast jedem Lebensbereich übernimmt dieses faszinierende Material eine Schlüsselfunktion. Dies zeigte sich auf der glasstec 2012, der internationalen Leitmesse rund um den Werkstoff Glas. SCHOTT präsentierte dort bemerkenswerte Neuheiten: so etwa ein Wandsystem und eine Glaswand mit Lösungen für hochwertiges Innendesign. Oder das weltweit härteste Xensation® Cover Glas, das in Displays der Smartphones bekannter Markenhersteller eingesetzt wird. Oder die Glaskeramik NEXTREMA™, ein Hightech-Material mit außergewöhnlichen Eigenschaften.

Solche Beispiele verdeutlichen: zukunftsweisende Architektur, Kommunikation, Mobilität, Gesundheit oder Energieerzeugung sind ohne Glas nicht vorstellbar. Dank unseres F+E-Netzwerks mit weltweit über 600 Experten können wir das Werkstoffpotenzial voll ausschöpfen. Einem der forschungsstärksten Unternehmen im Bereich Glas und Glastechnologie gelingen dadurch Entwicklungen wie das dünnste Glas von der Rolle oder die fortschrittliche Erzeugung von Nanostrukturen auf Glasflächen. Dass SCHOTT an vielen wegweisenden F+E-Aktivitäten aktiv mitwirkt, zeigt die langjährige Auslobung des Otto-Schott-Forschungspreises ebenso wie die maßgebliche Beteiligung an einem Forschungsförderprojekt zur Entwicklung einer Batterie-Technologie für die Elektroautos von morgen.

F+E-basierte Innovation ist und bleibt unser Treibstoff. Das zeigt die Tatsache, dass wir über 30 Prozent unseres Umsatzes mit neuen Produkten erzielen. Nicht zuletzt deshalb sind wir auch Markt- und Innovationsführer bei Receivern für Solarkraftwerke, von denen wir inzwischen eine Million Stück gefertigt haben. Rund 60 davon gibt es bereits weltweit, viele sind im Bau oder in Planung. In Zukunft soll der saubere Strom aus diesen Kraftwerken auch nach Europa geliefert werden. Ein erstes Referenzprojekt dieses Wüstenstromprojektes „Desertec” ist im kommenden Jahr in Marokko geplant. Und SCHOTT ist bei der Realisierung der Desertec-Vision aktiv beteiligt.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen,

Ihr
Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer