SCHOTT solutions Nr. 2/2012 > Glaskeramik

NEXTREMA™ steht für „Next Extreme Material” – und verspricht Glaske­ramiken, deren Eigenschaften Ingenieure und Designer ansprechen sollen. Foto: SCHOTT/W. Feldmann

Fit für Extrembedingungen


Die Hightech-Glaskeramiken der Markenfamilie NEXTREMA™ eröffnen Ingenieuren und Designern neue Anwendungsfelder, besonders in Hochtemperatur-Umgebungen zwischen 400 und 950 Grad Celsius.


Dr. Haike Frank

Die beeindruckende Bandbreite ihrer Eigenschaften und die aufregenden potenziellen Anwendungen sichern den Glaskeramiken eine helle Zukunft”, urteilt der renommierte brasilianische Glaskeramikexperte und Universitätsprofessor Edgar Dutra Zanotto. Diese Bewertung erfuhr breite Zustimmung schon beim wissenschaftlichen Kolloquium von SCHOTT zum Thema Glaskeramik im März 2012. Wie viel Potenzial wirklich in diesem Zukunftsmaterial steckt, soll sich jetzt zeigen: SCHOTT bietet seit 2012 ein Portfolio an leistungsstarken Glaskeramiken an. Ihr Markenname NEXTREMA™ leitet sich von „Next Extreme Material” ab – und gibt kraftvoll die Richtung an: Dank seiner außergewöhnlichen technischen Eigenschaften will das Hochleistungsmaterial neue Anwendungsbereiche eröffnen, bei denen herkömmliche Werkstoffe wie Kunststoff, Glas oder Metall an ihre Grenzen stoßen.

So legen Applikationsingenieure und Materialexperten besonderes Augenmerk auf die physischen, chemischen und mechanischen Parameter des Werkstoffes. Robustheit bei hohen Temperaturen sowie hohe chemische Stabilität spielen dabei eine große Rolle. Aber auch Designer suchen nach neuen Materialien in den verschiedensten Farben, Formen und Anmutungen, um innovative Produkte in modernem industriellem Design zu gestalten. „Für beide Ansätze gibt NEXTREMA™ neue Impulse”, erläutert Michael Glaninger, verantwortlicher Produktmanager bei SCHOTT.
Foto: SCHOTT/W. Feldmann
„NEXTREMA™ ist kein einfaches Produkt für eine einzige Anwendung, sondern eine Materialfamilie für die Realisierung neuer Zukunftsideen, die wir gemeinsam mit interessierten Partnern entwickeln wollen.”

Dabei sollen die technischen Eigenschaften in verschiedensten Industrien überzeugen. Die Glaskeramiken lassen sich bei Temperaturen bis 950 Grad Celsius einsetzen, zum Beispiel als Innenauskleidung und Trägermaterial in Hochtemperaturprozessen der Halbleitertechnologie. Bei der effizienten Herstellung von Displays, Chips oder Wafern für den Halbleitermarkt können sie Produkteigenschaften ausspielen wie Temperaturbeständigkeit, chemisch inertes Verhalten in Beschichtungsprozessen sowie ein breites optisches Transmissionsspektrum. Auch in der Elektrobranche, der Medizintechnik oder der Hausgeräteindustrie bieten sich Chancen – etwa als effizientes, extrem temperaturwechselbeständiges Substrat für die Beschichtung mit Heizelementen in Elektrokleingeräten. Zudem ergeben sich mit NEXTREMA™ neuartige Design-Möglichkeiten. „Wir denken darüber nach, wie sich beispielsweise weiße Glaskeramik für schicke Gehäusekomponenten von modernen elektronischen Geräten einsetzen lässt”, so Glaninger. „Die Anwendungsoptionen sind vielfältig. NEXTREMA™ ist ein besonderes Material mit extremen Eigenschaften, die wir bis zum Limit ausreizen wollen, um Innovationen zu schaffen. Technische Weiterentwicklung und schickes Produktdesign sollen dabei Hand in Hand gehen. Wir freuen uns auf anregenden Austausch mit interessierten Kunden.” <|

NEXTREMA™ – Ideen für die Zukunft

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