SCHOTT solutions Nr. 2/2011 > Konturbeleuchtung

Besondere Lichteffekte wie der „Glow Wire”-Effekt sind das Highlight der ­Premium Edition des neuen „TRON Legacy” Flipperautomats. Das Gerät thematisiert den 2010 gedrehten gleichnamigen Disney Science-Fiction-Film. Foto: Stern Pinball Inc.

ElekTRONisches Lichtspiel


Stern Pinball Inc. ist der weltweit einzige Hersteller von Flipperautomaten. Bei seiner limitierten Edition des „TRON Legacy” setzt man auf faseroptische Sidelights von SCHOTT.


Eveline Bürgi

Noch in den 90er-Jahren waren sie fast in jeder Bar, in Spielsalons, Einkaufszentren, ja sogar in Privathaushalten anzutreffen. Durch ihre farbig blinkenden Lichter und die lauten computeranimierten Sounds machten sie auf sich aufmerksam und zogen Jung und Alt in ihren Bann – Flipperautomaten. „The ball is wild”, pflegte der Flipperkastenpionier Harry Williams zu sagen – wie recht er doch hatte!

Bei den Vorläufern heutiger Flipperautomaten wurden auf einem abschüssigen Spielfeld stählerne Kugeln nach oben geschossen, die Kugeln trafen bei ihrem Weg nach unten auf Hindernisse oder wurden in markierten Feldern abgefangen, wofür der Spieler Punkte erhielt. Die Erfolgsgeschichte der Flipperautomaten startete so richtig jedoch erst 1947, als Harry Mabs die namensgebenden Flipperhebel erfand. Durch sie konnte man nun durch zwei an beiden Seiten des Automaten angebrachte Knöpfe aktiv am Spiel teilnehmen. Metall löste all­mählich die Holzgehäuse ab, und in den späten 70er-Jahren wurden die Maschinen elektronisch ausgefeilter. Es wäre wohl so erfolgreich weiter­gegangen, wären ab den 70ern nicht Videospiele und PC-Spiele auf den Markt gekommen, die den Marktanteil von Flipperautomaten drastisch reduzierten. Doch neue technische Features sowie immer spannendere Designs ließen die Faszination der blinkenden Spielautomaten nie ganz erlöschen. „Sie konnten immer eine magische Verbindung zwischen Spieler und Ball erzeugen”, erklärt Jody Dankberg, Marketingleiter von Stern Pinball in Chicago. Die Flippergeräte des Unternehmens faszinieren Flipper-Fans, denn sie werden thematisch nach berühmten Filmen, aber auch Sportarten und anderen Unterhaltungsthemen gestaltet. Neustes Highlight ist das im Juni 2011 erstmals produzierte Gerät „Tron” – nach dem in 2010 produzierten Disney 3D-­Science-Fiction-Film „Tron Legacy”.
Foto: Stern Pinball Inc.
Rund 1.500 Tron Flipperkästen sollen bis Ende 2011 gefertigt sein, und 400 davon verfügen in einer Premium-Version über eine ganz spezielle Ausstattung mit patentierten SCHOTT Sidelights. Diese erfüllten die besondere Herausforderung von Stern, ­einen Lichteffekt entsprechend des „Glow Wire”-Effekts im Film zu generieren. Die innovative Lichtleiter­technik mit Sidelights setzt SCHOTT bereits im automobilen Innenraum-­Design wie beispielsweise im neuen „Mini Countryman” ein, aber auch für Ambiente- und Mood-Beleuchtung in Flugzeugen und im medizinischen Bereich.

Für SCHOTT, so Carl VanDom-melen, Business Manager bei SCHOTT Lighting and Imaging, habe sich jetzt bei Stern Pinball die Chance geboten, vorhandene Produkte und Technologien in eine neue Richtung zu lenken, bislang ungekannte Möglichkeiten und potenzielle Märkte zu entdecken, also auch fortwährend innovativ zu sein. Bei der flexiblen Konturbeleuchtung von SCHOTT wird in die Glas-fasern mittels LED-Licht eingespeist, das in allen gewünschten Farben und Intensitäten über die gesamte Länge der Lichtstrecke strahlt. Im Vergleich zu herkömmlicher LED-Beleuchtung bietet dieses System zwei entscheidende Vorteile: Was die visuelle Wahrnehmung betrifft, überzeugen Homogenität und Farbechtheit. Schlagende Argumente aus technischer Sicht sind geringe Einbautiefe, exzellentes Temperaturmanagement, lange Lebensdauer, hohe Wartungsfreundlichkeit und vor allem die hohe Flexibilität. Perfekte Voraussetzungen für ein ausgeflipptes Lichtspiel à la Tron. <|

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