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Brücke zwischen den KulturenDie unendlichen Möglichkeiten von Glas kollektiv erlebbar zu machen, diesem Ziel hat sich das im Mai 2011 eröffnete Shanghai Museum of Glass verschrieben.Dr. Haike Frank In Europa und den USA hat sich die Glaskunst als akademische Disziplin in den 1970er-Jahren sehr schnell etabliert. Vor 10 bis 15 Jahren zog China nach. Dabei spielte Zhuang Xiaowei, ein inzwischen international anerkannter Künstler, eine zentrale Rolle. 1998 hat ihn die Shanghai University darin bestärkt, einen Masterabschluss in Glaskunst an der School of Art and Design der University of Wolverhampton zu erwerben. |
Im Museum wird die Geschichte des Glases in Okzident und Orient parallel erzählt, ebenso die gegenseitigen Einflüsse der Kulturen im Laufe der Geschichte. Es geht um die Vielseitigkeit und die Gleichzeitigkeit von Glas, alles findet sich in allem wieder und bedingt sich gegenseitig. Dies ist das Grundmotiv der Ausstellung, symbolisch dargestellt im Motiv des Kaleidoskops, das in mehreren Facetten im Museum zum Einsatz kommt: von einem Kaleidoskop-Raum bis hin zur optischen Darbietung der Ausstellung zeitgenössischer Kunst. |
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Foto: diephotodesigner.de |
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„Zhuang Xiaowei ist es zu verdanken, dass das Museum die verschiedenen Welten und Kulturen vereint”, erklärt der deutsche Architekt Tilman Thürmer, den Zhuang mit der Innenarchitektur und Gestaltung des Museums beauftragt hat
(s. Interview).
„Er hat es zum Hauptthema im deutsch-chinesischen Projektteam gemacht, dass wir uns gegenseitig inspirieren, gegenseitig helfen und viel Verständnis aufbauen. Anders wären wir auch nicht erfolgreich gewesen.” Interaktiv aufgebaut, mit Experimentier- und Spielstationen ausgestattet, versteht sich das Museum als eine Erlebnisstätte. Die Ausstellung bricht aus traditionellen Museumskonzepten aus und stellt Glas als ein vielseitiges Material dar: Es ist Zeuge unserer Kultur und Geschichte, ein funktioneller Werkstoff, ein ästhetisches, künstlerisch wertvolles Material, die Basis für Innovationen, sowie ein Material des täglichen Lebens, das Menschen vereint. Als Stätte der Begegnung konzipiert, zieht das Museum zahlreiche Besucher nicht zuletzt anlässlich vieler kultureller Events und künstlerischer Workshops rund um das Thema Glas in die Ausstellung. <| |
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Interview „Gleichzeitigkeit von Glas dokumentieren” |
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