SCHOTT solutions Nr. 2/2011 > Open Innovation

Prämierte Ideen mit Glasprofilrohr CONTURAX® Pro Foto: SCHOTT/A. Sell

Kluge Köpfe für kreative Ideen


Knapp 800 Teilnehmher aus 68 Ländern folgten dem Aufruf von SCHOTT-Rohrglas und lieferten Ideen für neue Einsatzmöglichkeiten des eckigen Glasprofilrohrs CONTURAX® Pro.
 

Sabrina Winter

Wie erzeugt man innovative Ideen oder ein Kraftfeld, in dem Kreativität zu sprudeln beginnt? Innovationsmanager nutzen dazu heute Ansätze wie Open Innovation, Crowdsourcing und Ideation. Hinter diesen Begriffen verbirgt sich die Öffnung für das Kreativpotenzial, das in der gesamten Bevölkerung schlummert. Menschen aus ganz unterschiedlichen Kulturen und mit verschiedenen Lebenshorizonten liefern Unternehmen dabei neue Ideen und Denkansätze. Gepaart mit bereits vorhandenem Wissen und Know-how können so innovative Produkte und Anwendungen entstehen – sowohl für bestehende als auch für neue Märkte.
Installation zur Lichtlenkung und ­Beschattung von Thomas E. Miller, USA. Illustration: SCHOTT
Dieses Potenzial wollte sich auch SCHOTT-Rohrglas für sein eckiges Glasrohr CONTURAX® Pro erschließen. Auf der Suche nach neuen Anwendungsideen wählte das Unternehmen deshalb den Ansatz von Open Innovation. Mit Erfolg: Innerhalb von acht Wochen folgten knapp 800 Teilnehmer aus 68 Ländern dem Aufruf des Unternehmens und reichten über eine Internet-Plattform mehr als 500 Ideen rund um den Einsatz von eckigem Glasrohr in Bereichen wie Architektur, Design, Beleuchtung, Wissenschaft und Haushalt ein. „Wir haben die eingereichten Ideen anschließend nach Kriterien wie Kundennutzen, technische Umsetzbarkeit und Marktpotenzial bewertet”, erklärt Dr. Nikolaos Katsikis, Director Business Development, SCHOTT-Rohrglas GmbH, die Vorgehensweise der Experten-Jury.
Transparente Zwischenwände von Denny Kondic, Deutschland. Illustration: SCHOTT
Den ersten Platz belegte schließlich Thomas E. Miller, Architekt aus Huntley im US-Bundesstaat Illinois mit seinem Konzept für eine Installation zur Lichtlenkung und Beschattung von Hausfassaden. Die eckigen Glasprofilrohre kommen dabei als architektonische Elemente zum Einsatz und erfüllen sowohl funktionale als auch ästhetische Aspekte. Im Vergleich zu anderen möglichen Materialien besitzt das Glas eine hohe Lebensdauer und verursacht einen vergleichsweise geringen Pflegeaufwand. Auf Platz zwei landete die Idee von Denny Kondic aus dem baden-württembergischen Nehren. Dabei handelt es sich um eine Installation von transparenten Zwischenwänden aus Glasrohr, die Räume optisch größer erscheinen lässt. Durch den Einsatz farbiger Leuchtmittel lassen sich zudem unterschiedliche Stimmungen erzeugen. Den dritten Platz belegte Daniil Kondratyev, ein Grafik-Designer aus Israel. Sein Ansatz sieht vor, die Lichtbrechung der eckigen Glasrohre zu nutzen, um atmosphärische Lichteffekte zu erzeugen. Durch den Einsatz von unterschiedlich langen, schräg geschnittenen quadratischen Rohren und die Verwendung verschiedener Lichtquellen lassen sich diese zudem flexibel variieren.
Erzeugung atmosphärischer Lichteffekte durch ­Lichtbrechung von Daniil Kondratyev, Israel. Foto: SCHOTT/A. Sell
Die sieben Bestplatzierten des Ideenwettbewerbs wurden im Rahmen einer Preisverleihung ausgezeichnet. An dieser nahmen auch Vertreter von Glaco, Maars und Zumtobel teil – diese Unternehmen konnte SCHOTT-Rohrglas bereits als Partner für die Realisierung der Protoypen für die Ideen der Plätze eins bis drei gewinnen. „Bei allen drei Unternehmen handelt es sich um Spezialisten für die jewei­ligen Anwendungsbereiche”, so Dr. ­Nikolaos Katsikis. „Wir sind deshalb zuversichtlich, dass wir diese Ideen gemeinsam mit unseren Partnern bis zur Marktreife bringen werden.”. <|
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