SCHOTT solutions Nr. 2/2011 > Touchpanels

Das ultraharte SCHOTT Displayglas Xensation® Cover wird im vollkontinuierlichen Schmelzprozess der Mikrofloatanlage hergestellt. Foto: SCHOTT/J. Meyer

Unvergleichlich hart im Nehmen


Das ultraharte Deckglas SCHOTT Xensation® Cover macht Touchpanels noch widerstandsfähiger.


Alexandra Meinhardt

Kaum ein Tag vergeht, an dem selbst Tageszeitungen nicht über sie berichten: Smartphones und Tablet-PCs mit Touch-Funktion sind die neuen Lieblinge unserer elektronischen Welt. Aktuelle Prognosen etwa der US-Marktforscher von IDC sagen für 2011 allein dem Weltmarkt für Smartphones ein Wachstum von 55 Prozent auf 472 Millionen Geräte voraus. 2015 sollen es fast eine Milliarde werden.
Foto: SCHOTT/J. Meyer
Der Kampf um die Gunst der ­Kunden ist entsprechend groß. Und er spielt sich auf vielen Ebenen ab. So geht der Technologiekonzern SCHOTT als Zulieferer für den attraktiven Touchpanel-Markt nun mit einem neuen Glas seiner Familie für Cover- und Touch-Technologien ins Rennen: SCHOTT Xensation® Cover besitzt eine außergewöhnliche Festigkeit sowie Widerstandsfähigkeit und schützt damit Touchscreens von Smartphones und Tablet-PCs vor Kratzern und Bruch.

Das gefloatete Aluminosilicatglas bewies seine Qualitäten in internen Standardtests. Dabei zeigte es bei einer Oberflächen-Druckspannung von über 900 Mega­pascal eine wesentlich höhere Bie­ge­zugfestigkeit und im Kugelfalltest eine höhere Festigkeit als vergleich­bare Gläser im Markt. Damit ist das Deckglas bei gleichen Vorspannbe­dingungen bis zu 20 Prozent fester. Wird die Nachverarbeitung auf marktübliche Festigkeitswerte ausgelegt, ermöglicht dies Touchpanel-Herstellern geringere Prozesszeiten und damit Kosteneinsparungen. Diese Vorzüge bestätigten sich in externen Tests bei Weiterverarbeitern der „Cover & Touch”-Branche. „Nach der Evaluierungsphase wird das Glas nahtlos und ohne Umrüstung in bestehenden Standard-Fertigungsverfahren einsetzbar sein. Für eine reibungslose Prozessintegration bieten wir zudem aus unserem Kompetenzfeld Cover & Touch heraus Fachwissen und technische Unterstützung entlang der kompletten Wertschöpfungskette”, verspricht Dr. Jochen Alkemper aus der Materialentwicklung von SCHOTT.
Zur Pressekonferenz in Jena präsentieren Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer, Vorsitzender des ­Vorstandes der SCHOTT AG, und das SCHOTT Xensation® Model das neue Produkt. Foto: SCHOTT/J. Meyer
Dies ist ein nicht zu unterschätzender Trumpf: Die Herstellung etwa eines Cover-Glases für Mobilfunkgeräte umfasst weit über 100 Arbeitsschritte. Die Gläser für Touchpanels werden dabei in einem minuziös festgelegten und streng kontrollierten Prozess weiterverarbeitet. Jede Änderung zieht Aufwand und Kosten nach sich – und das soll angesichts des ­harten Wettbewerbs und des kurzen ­Modelllebens von Mobilfunkgeräten vermieden werden.

SCHOTT kann hierbei breitgefächerte Kompetenzen vorweisen, denn der Konzern bietet als einziger Hersteller Spezialgläser für sämtliche Cover- und Touch-Technologien unter der Dachmarke Xensation® an. Das ist auch aus einem anderen Grund von Vorteil: Nicht nur iPhone und Co. sorgen für die Vorhersage von zweistelligen Wachstumsraten im Touchpanel-Markt der nächsten Jahre. Auch die Auslegung künftiger Computer-Betriebssysteme wie Windows 8 auf die primäre Bedienung per Fingerberührung deutet an, dass die große Stunde für Touchscreens aller Art erst noch kommen wird. <|