Editorial

Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer, Vorsitzender des Vorstandes der SCHOTT AG

Liebe Leserinnen und Leser,


der Begriff der Nachhaltigkeit entstand vor rund 300 Jahren in der Forstwirtschaft, heißt es. Damals forderten vorausblickende Zeitgenossen, immer nur so viel Holz zu schlagen, wie durch planmäßige Aufforstung wieder nachwachsen kann. Heute ist das Prinzip des natürlichen Gleichgewichts zum Leitbild für eine zukunftsfähige Entwicklung der Menschheit geworden. Diese ganzheitliche Perspektive von Nachhaltigkeit versucht SCHOTT aktiv voranzutreiben. So haben wir eine neue Schmelztechnologie entwickelt und konnten als erster Anbieter weltweit eine schwarze Glaskeramik-Kochfläche ohne Zusatz von Arsen und Antimon herstellen. Damit gewann SCHOTT CERAN® nicht nur den Deutschen Innovationspreis 2010, sondern schaffte auch den Sprung unter die Top 3 der nachhaltig­sten Produkte beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2011. Und wir waren Sponsor beim Wettbewerb „Koch des Jahres” 2011, wo ­Umweltschutz ebenfalls groß­geschrieben wurde.

Nachhaltigkeit hat für SCHOTT viel mit sozialer Verantwortung zu tun. Wir arbeiten darum mit Unternehmen und Politik zusammen und unterstützen u. a. Projekte in Kenia, um Solarenergie zu einer dauerhaften, umwelt- und klimafreundlichen Alternative der Stromerzeugung in Afrika zu machen. Auch der nachhaltige Fortschritt auf dem Sektor Gesundheit ist ein wichtiges Thema für uns: Im Einklang mit dem russischen Regierungsprogramm für eine bessere Gesundheitsversorgung und die Förderung der Herstellung innovativer Medikamente haben wir eine Produktionsstätte für Ampullen und Fläschchen in ­Zavolzhe in Betrieb genommen, die die russische Pharmaproduktion an die internationalen Standards heranführen soll. Ebenfalls um das Wohlbefinden der Menschen geht es bei unseren kreativen Beleuchtungslösungen für Kliniken oder andere medizinische Einrichtungen.

All diese Projekte verstehen wir auch als Chance für nachhaltiges Handeln, um ökonomische, ökologische und soziale Interessen ins Gleichgewicht zu bringen. Denn nur so können wir uns und unseren Kindern eine intakte Basis für die Zukunft bewahren und mehr Lebensqualität für alle schaffen.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen,

Ihr
Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer