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SCHOTT solutions Nr. 2/2010 > Solararchitektur


Der Bürokomplex des Multikonzerns Abengoa bei Sevilla ist das Musterbeispiel eines „Green Buildings“: Mitte 2009 fertiggestellt, wurde er bereits mehrfach ausgezeichnet und nutzt 632 SCHOTT Solarmodule. Foto: A. Garrido

Oase der grünen Technologien


Der Business-Park Campus Palmas Altas in Spanien ist nach modernsten Maßstäben der Nachhaltigkeit und Energieeffizienz erbaut. Mit dabei: Solartechnik von SCHOTT.


Alberto Zuniga

Wer im Süden der andalusischen Hauptstadt Sevilla die Umgehungsstraße SE-30 entlang fährt, kommt an einem beeindruckenden Bürokomplex vorbei. Mitte 2009 fertiggestellt, ist der Campus Palmas ­Altas Hauptsitz des Multikonzerns Abengoa und Musterbeispiel eines „Green Buildings”, das ökologischen, beruflichen und sozialen Bedürfnissen gleichermaßen gerecht wird. Auf dem rund 47.000 Quadratmeter großen Gelände gruppieren sich sieben drei- bis vierstöckige Bürogebäude um einen zentralen Platz. Im Grün des umgebenden Gartens und auf zahlreichen Patios lassen sich geeignete Nischen zur Entspannung finden. Darüber ­hinaus beherbergt der Business-Park Einrichtungen wie etwa Kindergarten, Supermarkt, Restaurant, Fitness-Center oder eine kleine Klinik.

Für Abengoa ist der Ausgleich zwischen Beruf und Freizeit eine soziale Verpflichtung. Darum sollte eine attraktive Arbeitswelt für die Mitarbeiter entstehen. Aber nicht nur das: Vision und Ziel war auch ein zukunftsweisendes Bauwerk, in dem das Potenzial innovativer Technologien und alternativer Energien sicht- und spürbar wird. Schließlich beschäftigen sich Abengoa und seine Tochterunternehmen vor allem mit der Entwicklung von nachhaltigen Technologien auf Feldern wie Energie, Telekommunikation und Umwelt.

So entwarfen die Architekten, der britische Pritzker-Preisträger Richard Rogers mit Rogers Stirk Harbour & Partners (RSH&P) und das spanische Architekturbüro Vidal y Asociados Arquitectos, ein auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Architektur­konzept mit möglichst breitem Einsatz ressourcensparender Technologien. „Sämtliche eingesetzten Systeme mussten anhand von Studien ihre Wirtschaftlichkeit, ihren Beitrag zur Einsparung von Energie und Kohlendioxid (CO2) oder andere Vorteile unter Beweis stellen”, so José María López-Bellido von der Abengoa-Tochter Inabensa, verantwortlich für das zugehörige Solarprojekt.

Hightech im Grünen: Die in Sonnendächer integrierten semitransparenten SCHOTT ASI® Thru Photovoltaik-Module (siehe auch „Details” unten) helfen bei der Verschattung der weitläufigen Patios und bei der Reduzierung der Sonneneinstrahlung auf die Glasfassaden der Gebäude. Foto: A. Garrido

Auf dieser Grundlage empfahl sich auch der Einsatz semitransparenter SCHOTT ASI® Thru Photovoltaik (PV)-Module. Hergestellt mit amorphem Silicium auf Basis der sogenannten Dünnschicht-Technologie, ermöglichen die Solarelemente aus Glas eine gute Leistungsabgabe auch bei höheren Temperaturen und schützen in halbtransparenter Ausführung vor zu viel Sonneneinstrahlung – wesent­liche Vorteile angesichts der oft extremen Klimabedingungen im südspa­nischen Sommer. Zudem erlaubt die flexible Bauweise dieser Glas-Glas-PV-Paneele deren direkte Integration in ein Gebäude als optisch attraktive Bauelemente.

Showroom für Solartechnik


Die insgesamt 632 eingesetzten SCHOTT Solarmodule sind Teil von acht PV-Sonnendächern mit insgesamt 1.382 Modulen. Diese Solar-Pergolen wurden auf dem Campus so positioniert, dass sie die Patios verschatten oder die Sonneneinstrahlung auf die Glasfassaden der Gebäude verringern. Und sie stellen gewissermaßen einen „Showroom der Solartechnik” dar. Die dafür ausgewählten PV-Module wurden mit verschiedenen Technologien hergestellt und besitzen unterschiedliche elektrische Charakteristiken. Insgesamt sind bis zu sieben verschiedene Modultypen vorhanden, darunter allein drei ASI® Thru-Mo­delle. Betrieben werden die Solarelemente mit zwei unabhängigen Anlagen von 80 und 70 Kilowatt Nenn­leistung. Diese erzeugen laut Berechnungen zusammen rund 221 Megawattstunden Strom jährlich. Das würde für die Versorgung von 60 Haushalten reichen und erspart der Umwelt Emissionen von rund 232 Tonnen CO2 pro Jahr.

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