SCHOTT solutions Nr. 2/2010 > Kochen mit Induktion

Wegen vieler Vorteile erfreut sich die effiziente Technologie für das Kochen mit Induktion ­zunehmender Beliebtheit in Europa und Asien. Foto: SCHOTT/W. Feldmann

Induktion etabliert sich


Während Induktionsherde das Potenzial haben, zum bevorzugten Hightech-Kochgerät der Köche weltweit zu werden, entwickeln sich einige Märkte etwas langsamer.


Richard Lane

Induktionskochfelder, die über elektromagnetische Wellen Kochgeschirr aus Eisen oder Edelstahl erhitzen, sind für die meisten Köche immer noch ein Geheimnis. Die Hitze entsteht so schnell, dass jeder, der gewöhnlich beim Aufheizen der Pfanne noch die letzten Zwiebeln schneidet, mächtig überrascht wird.

Die Induktionsmethode wird häufig als „kaltes Kochen” bezeichnet, da die Temperatur in der Küche dabei nicht ansteigt. Vielmehr wird die Energie durch die SCHOTT Ceran® Glaskeramik-Kochflächen übertragen, Wärme entsteht erst direkt im Topfboden. Solche Kochfelder sind damit effizienter als traditionelle Heizsysteme, da sie Nahrungsmittel schneller erwärmen und weniger Hitze verloren geht – ein Aspekt, den sowohl Hobby- als auch Profiköche zu schätzen wissen. Ein wachsender Trend zum „grünen Konsumenten” und die Not­wendigkeit, Ressourcen zu schonen, sorgen somit dafür, dass sich die Induktionstechnologie in Europa und großen Teilen Asiens zunehmender Beliebtheit erfreut. In Spanien hat der Bauboom dazu beigetragen, dort ein erhebliches Marktvolumen für Induktionsherde zu erschließen. Französische Konsumenten wiederum zeigen eine höhere Akzeptanz für Induktion, weil sie mit ihrer Schnelligkeit und exakten Kontrolle ähnliche Vorteile wie Gas bietet. Deutschland hinkt zwar etwas hinterher, weil der Markt jahrelang vom elektrischen Kochen mit Strahlungswärme bestimmt wurde, jedoch wird Induktion auch dort immer beliebter. Dazu trägt nicht zuletzt das verstärkte Marketing der großen Hersteller bei, die sich die Technologie zu eigen machten und Verbraucher über deren Vorzüge informierten.
Foto: CookTek
In den USA ist das Kochen mit Induktion relativ neu und deckt aktuell nur etwa ein bis zwei Prozent des Marktes ab, wobei die Nachfrage recht stabil ist. Es scheint, als würde diese Technologie dort trotz Preissenkungen weiterhin über Highend-Marken angeboten, die deutlich teurer sind als herkömmliche Gas- und Elektroherde. Offensichtlich haben sich die Vorteile der Technologie weder bei Verbrauchern noch Fachleuten so herumgesprochen wie in Europa und Asien. Das dürfte auch ein Grund dafür sein, dass der US-Markt dazu neigt, sich bei Innovationen auf Hochleistungsbeheizungen zum schnelleren elektrischen Kochen mit Strahlungswärme zu konzentrieren.

Auch wenn Induktion immer relativ teuer war und daher meist als Option für Highend-Produkte angeboten wurde, sind die Kosten zuletzt gesunken. Das hat weitere Anbieter bewogen, preisgünstigere Geräte auf dem Markt anzubieten. Die Reinigung von Induktionsherden wird durch die absolut glatte Oberfläche einer Ceran® Glaskeramik-Kochfläche deutlich vereinfacht. Übergelaufene Speisen können auch nicht einbrennen, da sich das Umfeld der Kochzone kaum erwärmt und Ceran® Kochflächen Wärme nur in geringem Maße weiterleiten. Die Glaskeramik wird lediglich von der Rückwärme des Kochgeschirrs erhitzt, im Umfeld des Gefäßes bleibt es relativ kühl. Darüber hinaus bieten die leicht zu reinigenden Induktionskochfelder mit Ceran® Kochflächen nicht nur höchste Funktionalität, sondern auch ein sehr stilvolles Design. Vielleicht sind ja deshalb nahezu alle Showküchen mit Kochfeldern vom Weltmarktführer ausgestattet.

Was Küchenchefs aus der ganzen Welt
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