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Auf Augenhöhe in AsienDie Customer Technical Service Center von SCHOTT beweisen sich als wettbewerbsstarke Motoren der Produktentwicklung. Dies zeigt die erfolgreiche Einführung von Cover-Glas für Touchpanels.Thilo Horvatitsch Mobiltelefone sind zwar keine Eintagsfliegen. Aber nach etwa einem halben Jahr ist ihr Modellleben oft schon vorbei. Umso überraschender ist: Die Bauteile dieser kurzlebigen Geräte müssen zu ihrer Her stellung durch viele Länder reisen. Die Lieferketten führen oft durch halb Asien, der Haupterzeugerregion für Konsumelektronik. Von Weiterverarbeiter zu Weiterverarbeiter werden die einzelnen Baugruppen sukzessive komplettiert. Die Zeit dafür ist knapp bemessen angesichts der kurzen Produktzyklen in der Mobilfunkbranche. |
Diese lokale Schlüsselrolle als technischer Service und zur Anwendungsentwicklung im Direktkontakt mit Kunden spielen zunehmend die Customer Technical Service Center (CTSC) von SCHOTT in Asien. Zu ihrer Service-Palette gehören analytische Labor- und Messdienstleistungen, Prototyping und Anwendungsentwicklung sowie Kontaktaufbau mit Forschungseinrichtungen und Unternehmen im gesamten asiatischen Raum. Diesen Service bietet das erste CTSC im chinesischen Suzhou seit Frühjahr 2007; inzwischen kamen Standorte in Minakuchi, Japan, und seit kurzem im südkoreanischen Seoul dazu. Rund 40 festangestellte und freie Mitarbeiter zählen heute zum qualifizierten CTSC-Team aus Ingenieuren, Wissenschaftlern und Technikern – Tendenz steigend. Die Expansion hat gute Gründe: Optische Technologien, wie sie SCHOTT entwickelt und nutzt, sind zunehmend innovative Schrittmacher in vielen Industriesparten. Laut dem Fachverband Spectaris betrug der Weltmarkt für Produkte aus optischen Technologien schon vor ein paar Jahren über 210 Milliarden Euro und soll bis 2015 auf 439 Mrd. Euro wachsen. Potenziale ergeben sich vor allem in Konsumelektronik und Informationstechnik, wo Asien den Ton angibt. Chancen bietet verstärkt gerade China, das sich von der Werkbank für Länder wie Japan, Korea und Taiwan gemausert hat zur Region für technologische Entwicklungen und Märkte. Mit dem Wettbewerb in Asien wuchsen auch Aufgabenbereich und Bedeutung der CTSC, die heute eng und kontinuierlich mit Vertrieb wie auch Kunden zusammenarbeiten. |
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SCHOTT verfügt in Asien über neun Produktionsstandorte sowie 13 Corporate & Sales Offices (inklusive Vertriebsbüros in Tel Aviv/Israel und Dubai/VAE) mit 2.700 Mitarbeitern. Quelle: SCHOTT/dw |
Dieses Know-how trug wesentlich zum Anwendungserfolg bei: Die Kommerzialisierung von SCHOTT LAS80 mit namhaften asiatischen Herstellern von Mobilfunkgeräten ist im Gange. Ab Frühjahr 2011 soll die Glasproduktion in Großserie starten. Für SCHOTT ein chancenreiches Geschäft, denn die berührungssensitiven Bildschirme werden immer begehrter: Schon im Jahr 2009 beliefen sich die weltweiten Erlöse aus dem Verkauf von Touchscreen-Modulen auf 4,3 Milliarden US-Dollar; bis 2016 sollen sie um 18 Prozent pro Jahr auf 14 Mrd. Dollar zulegen, prognostizierte das Marktforschungsunternehmen DisplaySearch. Die CTSC von SCHOTT sollen mit und an solchen Entwicklungen weiter wachsen. „Wir sind inzwischen für fast alle SCHOTT Business Units tätig und wollen auf bestimmten Feldern die Anwendungs- und Produktentwicklung noch forcieren. Dazu ist ein gezielter Ausbau der Personalkapazitäten geplant“, so José Zimmer. Dies ist ein Erfolgsweg auch für Lutz Grübel: „Dass nicht nur unser Vertrieb von der Kooperation mit den CTSC profitieren, zeigen die Aussagen unserer asiatischen Kunden: Viele sind erstaunt, wie schnell wir technisch reagieren können.” Auf Augenhöhe mit dem lokalen Wettbewerb. |
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