SCHOTT solutions Nr. 2/2009 > Pharmaverpackung

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Innovative Antibiotika in hochwertiger Verpackung


Das US-Pharma-Unternehmen Wyeth wählt „TopLine” Fläschchen als Primärverpackung für ein neues Medikament.


Michael Bonewitz

Lebensbedrohliche Infektionen sind weltweit ein zunehmendes Problem. Gerade bei bakteriellen Infekten stoßen klassische Behandlungsmöglichkeiten mehr und mehr an ihre Grenzen, da sogenannte Multiresistenzen auftreten, das heißt, gängige Antibiotika zeigen keine Wirkung mehr.

„Tygacil” ist das erste Antibiotikum aus der neuartigen Gruppe der Glycylcycline zur Überwindung von Resistenzen, die durch Antibiotika ausgelöst werden. Entwickelt wurde es von Wyeth, einem der größten forschungsorientierten Pharmaunternehmen der Welt. Wyeth ist ein führendes Unternehmen in der Entdeckung, Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Pharmazeutika, Impfstoffen, biotechnologischen Produkten und nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten. „Unsere Arzneimittel sind lebenswichtig für die Gesundheit vieler Menschen. Das heißt, wir müssen unseren Auftrag sehr effizient und gewissenhaft erfüllen,” erklärt Chad Johnson, bei Wyeth für Global Strategic Sourcing zuständig.

Für die Verpackung ihres innovativen Medikamentes wandte sich Wyeth an SCHOTT. „Was sie suchten war eine maßgeschneiderte Verpackungslösung für höchste Anforderungen”, sagt Chuck Newswanger, Vertriebsleiter für den US-amerikanischen Osten bei SCHOTT forma vitrum. „Nachdem wir uns mit den Experten von Wyeth getroffen hatten, war schnell klar, dass unsere „TopLine” Fläschchen genau die kritischen Parameter erfüllen würden, auf die Wyeth so viel Wert legt.”
 

„Wyeth legt größten Wert auf Qualität, Service, Wertschöpfung und Sicherheit. Und genau dabei hat uns schott hervorragend unterstützt.”

Chad Johnson, Global Strategic Sourcing, Wyeth Pharmaceuticals

 
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Zufälligerweise liegt der Firmensitz von Wyeth nur knapp 60 Auto­minuten von der SCHOTT Produktionsstätte in Lebanon, Pennsylvania, entfernt. Es entstand eine partnerschaftliche und kreative Zusammen­arbeit – und das bis ins Detail hinsichtlich Einkauf, Material, Qualität, Produktion, Verkaufs- und Verpackungsfragen. Mit Erfolg: Das SCHOTT Experten-Team empfahl zum Beispiel eine kleine Anpassung der Fläschchenform, wodurch sich der Stopfen besser einpassen lässt. Die Modifizierung konnte so umgesetzt werden, dass die Spezifikationen erfüllt wurden und keine Veränderung der Wyeth Produktionslinie erforderlich war. SCHOTT unterstützte Wyeth auch bei der Entwicklung einer spe­ziellen Kunststoffverpackung, die sowohl die Wirksamkeit des Medikaments als auch die Umweltfreundlichkeit der Verpackung sicherstellte.
„TopLine” Qualität, das bedeutet Null-Fehler-Toleranzen für kritische Aspekte und 100-prozentige Inspektion mit Hilfe des „Automated Inspection System” (links). Foto: SCHOTT
Da Wyeth das Medikament „Tygacil” weltweit vertreiben will, mussten sowohl Fläschchen als auch Verpackungen die hohen Anforderungen des japanischen, europäischen aber auch des US-Pharmamarktes erfüllen. „Das ist ein Feld, auf dem SCHOTT be­sondere Vorteile bieten kann”, so Newswanger. „Mit unserer ‚TopLine‘ Produktlinie erhalten unsere Kunden maßgeschneiderte Verpackungslösungen auf der Basis unserer Fiolax® Spezialglasröhren – und das mit Null-Fehler-Toleranzen für kritische Aspekte und einer 100-Prozent-Inspektion sowohl nach dimensionellen wie auch kosmetischen Parametern, basierend auf dem Einsatz unseres ‚Automated Inspection Systems‘ (AIS).”

SCHOTT ist zudem in der Lage, ein Back-up-System anzubieten. Die Möglichkeit, die Fläschchen in gleich hoher Qualität von mehreren Produktionsstandorten anzubieten, war eine kritische Anforderung für Wyeth. Die weltweite Präsenz von SCHOTT spielte für Wyeth eine entscheidende Rolle für die Zusammenarbeit bei der Entwicklung der Primärverpackung. „Mit SCHOTT verfügt Wyeth über einen globalen Lieferanten und zugleich die Präzision und Qualität, die für ein Weltklasse-Produkt erforderlich ist”, resümiert Newswanger. “Wyeth legt größten Wert auf Qualität, Service, Wertschöpfung und Sicherheit. Und genau dabei hat uns SCHOTT hervorragend unterstützt”, so Chad Johnson. <|

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