Kochflächen

Foto: SCHOTT
Christine Fuhr

Reine Glaskeramik

SCHOTT produziert die ersten und weltweit derzeit einzigen Kochflächen ohne die giftigen Schwermetalle Arsen und Antimon.

Durch die Thematisierung des Klima­wandels haben Umweltfreundlichkeit, Bewahrung von Natur und Umwelt sowie Nachhaltigkeit im öffentlichen Bewusstsein weltweit an Relevanz gewonnen. Die Politik setzt national wie international neue Standards. Denn die Menschen von heute sind alle Teil der „Generation Green”, die konkretes Handeln und greifbare Ergebnisse fordert, so die im Februar 2008 veröffentlichte Studie „How to reach today’s eco-minded consumers” von Kleber & Associates, Marketing and Communications (K&A) in Atlanta, USA.

Wie bei der Inter­nationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin und der KBIS (Kitchen and Bath Industry Show) in Chicago deutlich wurde, forcieren die Unternehmen ihre Anstrengungen, um „eco-friendly” und „ökologisch verträglich” zu einem wichtigen Qualitätslabel ­ihrer Produkte auf dem Markt zu machen. Neue Entwicklungen aus den Forschungslabors sollen dabei nicht nur den Energiehunger drosseln und zu höherer Energieeffizienz führen, sondern auch zu höherer Umweltverträglichkeit durch das Verbannen von Schadstoffen aus der Produktion – ­etwa durch den Einsatz neuer Werkstoffe – beitragen.
SCHOTT wirbt mit „Reinste Glaskeramik. Frei von Arsen und Antimon“, für seine neuen Glaskeramik-Kochflächen, die in einem patentierten Schmelzverfahren gefertigt werden. Diese bestehen zu einem hohen Anteil aus dem Rohstoff Quarzsand. Fotos: SCHOTT/T.Lohmes (links) Panther Media (rechts)
Mit der ersten und bislang weltweit einzigen Glaskeramik-Koch­fläche hergestellt ohne die giftigen Schwermetalle Arsen und Antimon, setzt SCHOTT – auch für die Hausgeräteindustrie – einen Meilenstein in Sachen Umweltfreundlichkeit.

„Mit der neuen Schmelztechnologie, deren Entwicklung bereits in den 90ern begann, übertreffen wir die ­Bestimmungen der Europäischen Union und erfüllen bereits jetzt künftige Ökostandards”, betont Stefan-Marc Schmidt, Vice President Marketing and Sales SCHOTT Home Tech.

Durch die Materialmischung und einen optimierten, patentierten Fertigungsprozess spart SCHOTT jährlich mehr als 180 Tonnen der üblicherweise verwendeten Schwermetalle Arsen und Antimon. Diese waren früher im konventionellen Produktionsprozess erforderlich, um die hohe Werkstoff­qualität und die geforderte glatte Oberfläche der Kochflächen zu erhalten.

Eine neue Qualität

Bemerkenswert dabei ist, dass das neue Verfahren eine Glaskeramik hervorbringt, die ihre Vorgängergenera­tion in Bezug auf Festigkeit, Hitzedurchlässigkeit und Temperaturbeständigkeit sogar noch übertrifft.

Durch die hohe Hitzedurchlässigkeit ist die neu entwickelte Kochfläche besonders energieeffizient.

Bei gleicher Temperatur und Zeit ist sie zudem belastbarer als herkömmliche Glaskeramik und hält Temperaturunterschiede bis 700 Grad Celsius aus. Zugleich ist sie mit ± 580 Grad Celsius sehr widerstandsfähig gegenüber Temperaturschwankungen. Damit unterliegt die Kochfläche – bei sachgemäßer Benutzung – praktisch keinem Alterungsprozess und ist unbegrenzt haltbar.
Stefan-Marc Schmidt Vice President Marketing and Sales SCHOTT Home Tech. Foto: SCHOTT/A. Stephan
Ceran Suprema® besteht zu einem hohen Anteil aus Quarzsand, der in fast unerschöpflicher Menge in der Natur vorkommt. Bei der Entsorgung werden keinerlei Schadstoffe freigesetzt, die Luft, Wasser oder Boden schaden könnten. Das Produkt höchster hygienischer Reinheit mit einem Anteil von 72 Prozent Quarzsand (SiO2) und 21 Prozent Aluminiumoxid (AL2O3) wird in einem hochmodernen Verfahren umweltschonend von SCHOTT „Made in Germany” gefertigt. Mittelfristig plant der Tech­nologiekonzern seine gesamte Kochflächenproduktion auf den neuen umweltfreundlichen Standard umzustellen.

Mit einer gezielten Informationskampagne unter dem Titel „Reinste Glaskeramik. Frei von Arsen und Antimon“, bei der die Aspekte Umweltverträglichkeit, ressourcenschonende Produktion und Lang­lebigkeit im Mittelpunkt stehen, ­sollen Hausgerätehersteller, Handel und Endkunden auf die besonderen ökologischen Vorzüge hingewiesen werden. „Mit unserer reinen Glaskeramik wollen wir bei umweltbewussten Käuferschichten punkten”, so Stefan-Marc Schmidt.

Das veränderte Konsumbewusstsein hat laut einer Studie der deutschen Gesellschaft für Konsum­forschung (GfK Comsumer Scope 2008) zur Folge, dass inzwischen fast die Hälfte (48 Prozent) der deutschen ­Verbraucher bereit sind, mehr Geld für umweltfreundliche Produkte auszugeben.