Kunden Support

Mit einer modernen Infrastruktur und umfassendem Know-how bieten Experten Unterstützung vor Ort. (Foto: SCHOTT/J. Siefke)
Thilo Horvatitsch

Technologischer Wegbereiter in Asien

Mehr Unterstützung für Kunden, Partner und SCHOTT Bereiche in Asien: Das Application Center Asia (ACA) tritt als Problemlöser für die Anwendungsentwicklung mit einem Experten-Netzwerk an.

Zur Eröffnung im Frühjahr waren vier der fünf Top-Unternehmen aus Chinas Optikindustrie vertreten. Ein guter Start, denn geht es um optische Hightech-Komponenten wie etwa hochpräzise Linsen und Prismen für Digitalkameras oder -projektoren, so spielt die Musik in Asien. In dieser Wachstumsregion hat sich SCHOTT seit gut 40 Jahren einen Namen gemacht und will 2010 dort rund 30 Prozent seines Gesamtumsatzes erwirtschaften. Ein Megatrend begünstigt diese „Mission Asia”: Asiens Anteil an der jährlichen Weltproduktionsleistung soll laut Studien bis 2030 auf über 50 Prozent wachsen. Technologische Wegbereiter dafür sind auch multinationale Entwicklungs- und Anwendungszentren, die gerade in China wie Pilze aus dem Boden schießen. 2006 waren es 980, in diesem Jahr werde sich die Zahl auf 1.200 erhöhen, heißt es.
Die Labore werden künftig zur Bearbeitung optischer Materialien und für die kundenspezifische Anwendungsentwicklung genutzt. (Foto: SCHOTT/C. Fei)
Eines davon ist das ACA in Suzhou, unweit von Kunden, Lieferanten und Produktionsanlagen von SCHOTT. Das Zentrum beherbergt Büroräume, Labore zur Untersuchung und Bearbeitung optischer Materialien sowie zur Anwendungsentwicklung. Dies bedeutet eine erweiterte Hilfestellung für Kunden vor Ort in Asien, wobei weltweites Wissen genutzt wird: „Das ACA ist Drehscheibe für SCHOTT Expertisen weltweit, schafft Zugang zu F&E-Zentren in Asien und stärkt so die technische Zusammenarbeit mit unseren asiatischen Kunden erheblich”, erläutert José Zimmer, Leiter des Zentrums. Zudem baut das ACA in ausgewählten Bereichen Elite-Netzwerke von Experten innerhalb Asiens auf. Kooperationen gibt es mit führenden Einrichtungen Chinas wie der Zhejiang Universität, der Soochow Universität, dem Institut für Optik und Mechanik in Chengdu und dem Shanghai Institut für Optik und Feinmechanik. Partner ist auch das Department of Mechanical Engineering der Chung Hua Universität in Taipei, Taiwan. Der Themenfokus liegt derzeit auf zukunftsträchtigen optischen Technologien wie Präzisionsblankpressen von Low-Tg-Gläsern (Gläser mit geringer Transformationstemperatur – Tg) zur effizienten Herstellung asphärischer Linsen und diffraktiver optischer Elemente. Eingebunden sind koreanische, taiwanesische sowie chinesische Firmen und Universitäten. Auch ein Experten-Panel trieb diese Themen voran.
„Wir kommen unserem Ziel näher, Kompetenz vor Ort auszubauen.” Dr. UIrich Ackermann, President and ceo of SCHOTT Asia (Foto: SCHOTT/A. Sell)
Neben der Optik stehen Themen aus den Feldern technisches Glas und Glaskeramik auf der Agenda. Im nächsten Jahr soll es zudem um Glasbearbeitung, Beschichtung und Elektronik gehen. „Wir wollen in Asien quer durch alle Geschäftsfelder als umfassender Problemlöser gelten”, präzisiert Dr. Ulrich Ackermann, Präsident und CEO von SCHOTT Asia. Das ACA wurde darum eng mit dem Kundenservice aller asiatischen Vertriebsbüros vernetzt. Und SCHOTT investiert weiter: Nach dem eine Million Euro teuren Aufbau des Zentrums fließen weitere 300.000 Euro pro Jahr in die Erweiterung mit Personalzuwachs von zehn auf später 20 Ingenieure und Wissenschaftler. Die Mission Asia lebt: In Japan soll bald das nächste Applikationszentrum entstehen.