solutions 2/2007 – Glaskeramik-Kochflächen

Induktionsherd: Präzise und schnell

Induktionsherde funktionieren völlig anders als konventionelle Elektroherde. Der Unterschied zeigt sich, sobald man die Kochzonen einschaltet: Beim Induktionsherd glühen keine Heizkörper auf. Doch wenn ein Topf mit Inhalt auf dem Kochfeld steht, wird die Hitze dorthin gebracht, wo sie tatsächlich gebraucht wird: in den Topfboden. Unterhalb der Kochfläche befindet sich eine stromdurchflossene Spule, die ein magnetisches Wechselfeld erzeugt. Dieses wiederum induziert in speziellem Geschirr aus ferromagnetischem Material Wirbelströme, die das Metall des Topfes und von dort durch Wärmeübertragung das Kochgut aufheizen. Vorteile sind eine präzise Dosierung der Wärmezufuhr und eine schnelle Reaktionszeit bei Änderung der Einstellungen. Und die Kochfläche bleibt im Normalfall relativ kühl, da sie selbst nicht aufheizt. Allerdings können auch bei Induktionsherden beträchtliche Temperaturen auf der Glaskeramik-Kochfläche entstehen. Bei Hochleistungssystemen oder einem leerkochenden Topf ist es möglich, dass Temperaturen von über 500° C auftreten. Von kaltem Kochen kann man demnach nur bedingt sprechen.