SCHOTT solutions Nr. 1/2016 > Kurzberichte

SCHOTT Focus
Foto: SCHOTT/A. Sell

Heisses Schauspiel

Glühend heiß, flüssig und orangerot wie Feuer – was ausschaut wie ein Lavasee inmitten einer bizarren Landschaft, ist ein aufschmelzendes Rohstoffgemenge aus Quarzsand, Soda, Kalk und weiteren Beimengungen. In steinernen Glasschmelzöfen entsteht so über mehrere Tage bei Temperaturen von mehr als 1400 °C homogenes Glas. Dem Schmelzen schließt sich eine vielseitige Formgebung des Werkstoffs an: Glas kann geblasen, gegossen, geschleudert, gewalzt, gepresst oder gezogen werden. Unser „heißes” Bild enstand an einer Schmelzwanne für ultradünnes Glas am SCHOTT Standort Grünenplan. <
 
Prof. Volker Rupertus
Foto: SCHOTT/A. Sell

Forscher erhält Turner Award

Die International Commission on Glass (ICG) hat Prof. Dr. Volker Rupertus mit dem Turner Award ausgezeichnet. Der SCHOTT Forscher erhielt den renommierten Preis für seine jahrelange aktive Arbeit in den Technischen ICG-Komitees, vor allem für seine Expertise in der Oberflächencharakterisierung von Glas. Prof. Dr. Rupertus leistete Pionierarbeit bei der Entwicklung eines Testverfahrens, mit dem sich die Delaminationsneigung bei Pharmafläschchen bestimmen lässt, also das Ablösen winziger Flitter von der inneren Glasoberfläche infolge einer Wechselwirkung mit dem Medikament. Damit trug er maßgeblich zur Entwicklung von SCHOTT Vials Delamination Controlled bei. <


Ihr Kontakt
christine.rettig@schott.com

 
MIROGARD® DARO
Foto: SCHOTT

Keine Chance für Schmutz und Fingerabdrücke

Mit der neuen Produktvariante MIROGARD® DARO brachte SCHOTT im August 2015 eine weitere innovative Bilderverglasung auf den Markt. Dank der Dauerhaften Anti-Reflektiven Beschichtung mit Oleophoben (DARO) Eigenschaften lassen sich störende Fingerabdrücke und Schmutz auf dem Glas von nun an einfach mit Hilfe eines feuchten, weichen Tuches entfernen. Die bei den Produkten der MIROGARD® Familie übliche sehr geringe Restreflexion von unter einem Prozent ist bei der DARO Variante ebenfalls gegeben. Mit der Innovation ist die bewährte Beschichtung mit oleophoben Eigenschaften nun auch im Kunstbereich verfügbar. <
Vakuumdichte Gehäuse
Foto: SCHOTT

Korrosionsschutz neu definiert

Elektronische Komponenten, die in Luft- und Raumfahrtanwendungen eingesetzt werden, müssen hohe Anforderungen erfüllen, etwa Beständigkeit in  aggressiven „Salt Spray” Tests. SCHOTT hat eine Spezialbeschichtung für Glas-Metall-Gehäuse entwickelt, die selbst nach 24 Stunden im Salznebel zuverlässig vor Korrosion schützt und die Anforderungen der Industrie sogar erstmals übertrifft. Die vakuumdichten Gehäuse kommen insbesondere zur sicheren Verkapselung empfindlicher Mess- oder Steuerelektronik zum Einsatz, deren Zuverlässigkeit durch die Spezialbeschichtung weiter verbessert werden kann. <
Millionen-Investition in China
Foto: SCHOTT

Millionen-Investition in China

Die SCHOTT AG wird ihre Präsenz im Wachstumsmarkt Asien weiter ausbauen. Dazu legte der Technologiekonzern im Sommer 2015 den Grundstein für ein neues Pharmaverpackungswerk südlich von Shanghai. Ab 2017 sollen dort Glasverpackungen für Injektabilia hergestellt werden, vor allem Fläschchen und Ampullen. Aber auch die bestehenden Anlagen am Verbundstandort Suzhou wird der SCHOTT Konzern erneuern und ausbauen. Insgesamt hat der Geschäftsbereich SCHOTT Pharmaceutical Systems in China Investitionen von rund 30 Millionen Euro in den kommenden drei Jahren vorgesehen. Dadurch wird sich die dortige Produktionskapazität im gleichen Zeitraum um 50 Prozent erhöhen. Mit dem Ausbau trägt das Unternehmen dem starken Wachstum des chinesischen Pharmamarktes Rechnung. <
Neutrino-Teleskop
Foto: SNO/Sudbury Neutrino Observatory

Auf Neutrino-Jagd mit Glas

Spezielle Elementarteilchen, sogenannte Neutrinos, können sich ineinander umwandeln und besitzen eine Masse. Für diesen in der Teilchenphysik bislang fehlenden Nachweis haben die Wissenschaftler Takaaki Kajita (Japan) und Arthur B. McDonald (Kanada) jetzt den Nobelpreis für Physik erhalten. Dabei lieferte SCHOTT Spezialglaskomponenten mit hervorragenden optischen und physikalisch-chemischen Eigenschaften für das kanadische Neutrino-Teleskop, das für die Forschungen eingesetzt wird. Laut Wissenschaft gibt es drei Neutrino-Arten. So treffen jede Sekunde 65 Milliarden Elektron-Neutrinos pro Quadratzentimeter auf die Erde, ausgelöst durch Kernreaktionen in der Sonne. <
SCHOTT Vorstand
Foto: SCHOTT/A. Sell

Neu im SCHOTT Vorstand

Hermann Ditz (56; links) sowie Dr.-Ing. Heinz Kaiser (49; rechts) wurden zum 01.01.2016 in den Vorstand der SCHOTT AG berufen. Hermann Ditz verantwortet die Business Units Advanced Optics, Electronic Packaging, Lighting & Imaging sowie die Corporate Function Technical Services, Dr. Heinz Kaiser ist für die Business Units Home Tech und Flat Glass sowie die Corporate Function Market Development verantwortlich. Beide neuen Vorstände sind seit vielen Jahren für SCHOTT tätig und nahmen verschiedene Managementfunktionen im In- und Ausland wahr: Hermann Ditz unter anderem als Leiter der Produktion von Electronic Packaging Asia in Singapur sowie Leiter der Business Unit Electronic Packaging; Dr. Heinz Kaiser als Leiter Lighting & Imaging North America in den USA und Leiter der Business Unit Home Tech. <

Umsatz und Ergebnis gesteigert

Mit der Verbesserung aller Ertragskennzahlen setzte die SCHOTT AG im Geschäftsjahr 2014/2015 ihren Wachstumskurs fort. Der EBIT erreichte 178 Millionen Euro (Vorjahr: 135 Mio. Euro), der Umsatz stieg um 3 Prozent auf 1,93 Milliarden Euro (1,87 Mrd. Euro) und der Konzernjahresüberschuss um 45 Prozent auf 95 Mio. Euro. „Unser Fokus lag vor allem auf der Verbesserung der Pro-fitabilität. Dies haben wir in vollem Umfang erreicht”, so Dr. Frank Heinricht, Vorsitzender des Vorstandes. Beschäftigt wurden weltweit 15.000 Mitarbeiter, davon 5.200 in Deutschland. <