Editorial

Vorstand der SCHOTT AG
Vorstand der SCHOTT AG: Klaus Rübenthaler, Dr. Frank Heinricht (Chairman), Dr. Heinz Kaiser und Hermann Ditz (von links nach rechts).
Liebe Leserinnen und Leser,

manchmal sind Innovationen ihrer Zeit weit voraus. So ging es etwa der Laserdisc: Im Großformat bot sie schon ab Ende der 1980er-Jahre eine bessere Wiedergabequalität als VHS-Videokassetten, konnte sich aber nicht durchsetzen – 20 Jahre später feierte die Technologie als DVD Erfolge.

Ähnliches erlebt jetzt unser ultradünnes Glas: Vor rund zehn Jahren war der Markt für diese faszinierende Entwicklung noch nicht reif. Jetzt ebnet sie den Weg für Innovationen in Zukunftsmärkten wie Mikroelektronik und Halbleiterindustrie. Im Smartphone von morgen beispielsweise werden ultradünne Gläser ihre Flexibilität voll ausspielen und die besonderen Glaseigenschaften bislang Unmögliches möglich machen.

Wie konnte das Ultradünnglas jetzt durchstarten? Sicher braucht es dazu interessierte Kunden und Anwender. Vorher ist es für die Entwickler jedoch nötig, leidenschaftlich, kreativ sowie mutig zu sein und dabei bewusst Grenzen zu überschreiten. Um aus einer Erfindung marktfähige Produkte zu formen. Zugleich heißt es, Einsatzmärkte immer wieder zu sondieren und neu zu erschließen.

Wir sind selbst immer wieder fasziniert, welche neuen Anwendungsfelder sich dem Hightech-Werkstoff Glas eröffnen. Sei es in der Astronomie, in der Umwelttechnik, bei Anwendungen in der Messtechnik oder beim Einkauf am Kühlregal. Wie Glas dabei ein Innovationstreiber ist und wir gemeinsam mit unseren Kunden so manchen Meilenstein erreichen, erfahren Sie in diesem Magazin.

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre.
Dr. Frank Heinricht
Hermann Ditz
Dr. Heinz Kaiser
Klaus Rübenthaler