SCHOTT solutions Nr. 1/2015 > Pharmaverpackungen

SCHOTT 100 Prozent Verantwortung

„100 Prozent Verantwortung” – dieses Motto bestimmt die Kampagne von SCHOTT in der Produktion von Pharmaverpackungen. Foto: SCHOTT/A. Sell

Qualität täglich leben


Mit einer internen Kampagne stärkt SCHOTT Qualitätsbewusstsein und ­Eigenverantwortung der Mitarbeiter in der Pharmapackmittel-Produktion.


Dr. Haike Frank

Neun Milliarden Spritzen, Fläschchen, Ampullen und Kar­pulen pro Jahr stellt SCHOTT her. Jede dieser Primärver­packungen hat direkten Kontakt mit einem Medikament, das später einem Patienten verabreicht wird. Jede Form von Verunreinigung eines solchen Containers birgt deshalb potenziell gesundheitliche Risiken. Aus diesem Grund gelten für die Herstellung
von Pharmaverpackungen strenge Regeln zur Qualitätssicherung. Grundlage dafür sind die Richtlinien der Good Manufacturing Practice (GMP), die in immer mehr Ländern ein gesetzliches Fundament erhalten.

Auch die Qualitätsphilosophie von SCHOTT orientiert sich an diesem hohen Standard. Als Packmittelhersteller steht das Unternehmen in der Pflicht, Pharmazeuten bereits am Anfang der Prozess­kette mit hochwertiger Ware zu beliefern. Und die Verantwortung dafür ist gewachsen: Häufig werden Verpackungen bereits vorsterilisiert und abfüllfertig an die Kunden geliefert. Die schlimmsten Fehlerquellen bei der Herstellung sind untermischte Produkte (Mix-ups), Verunreinigungen und die Verletzung der sogenannten Container Closure Integrity. Bei letzterer genügt beispielsweise eine kaum sichtbare Unebenheit im Material, um eine Lücke zwischen Verschluss und Container zu erzeugen, durch die Luft oder Mikroorganismen an das Medikament gelangen und es verunreinigen können. Auch Risse im Glas, verursacht durch einen fehlerhaften Produktionsprozess oder unsanftes Handling, können dazu führen, dass das Behältnis nicht mehr steril ist. Bei einem Mix-up wiederum werden Container verschiedener Größen oder Sorten in einer Lieferung an den Pharmazeuten vermischt. Dies kann zum Beispiel dazu führen, dass ein Patient die falsche Arzneimittel-Dosis erhält oder schlimmstenfalls ein falsches Medikament.

Gefordert sind darum höchste Sorgfalt und Aufmerksamkeit sowie eine disziplinierte Arbeitsweise in der Produktion – jeden Tag. Um dies im Bewusstsein der Mitarbeiter nachhaltig zu verankern, hat SCHOTT die Kampagne „100 Prozent Verantwortung” ins ­Leben gerufen. Dazu zählen zum Beispiel ganztägige Auftaktveranstaltungen, persönliche Botschaften der Führungskräfte an die Mitarbeiter, ein Imagefilm sowie Foto-Aktionen. An zahlreichen Stellen in den Werken appellieren Plakate, Banner und Aufsteller mit emotionaler Bildsprache an das Verantwortungsgefühl, erinnern Informationstafeln an die wichtigsten GMP-Regeln. In mehr als der ­Hälfte der weltweit 16 Packmittel-Werke hat SCHOTT die Kampagne mittlerweile ausgerollt – mit Erfolg: „Kunden, die uns dort seither besucht haben, gaben uns eine deutlich positive Resonanz. Ab ­Ende 2015 wollen wir an allen Standorten zeigen, dass die Einhaltung der GMP-Regeln bei uns höchste Priorität genießt”, informiert Dr. ­Stefan Bauer, Director Global Quality. <