SCHOTT solutions Nr. 1/2015 > SCHOTT Innovation Award

SCHOTT TopPac® Polymerspritzen
Weniger Schmerz: Mit den neuen SCHOTT TopPac® Polymerspritzen gelingt die Injektion zähflüssiger Dermal Filler zur Hautglättung leichter. Foto: SCHOTT/ L&K

Einfach Schöner

Mehr Komfort für Arzt und Patient bieten SCHOTT TopPac® Polymerspritzen bei der Injektion hochviskoser Medikamente. Das innovative Design der Spritze adressiert kosmetische Dermal Filler. Das Entwicklungsteam von SCHOTT Pharmaceutical Systems erhielt dafür den SCHOTT Innovationspreis 2015.


Christine Fuhr

Die Zeit hinterlässt insbesondere im Gesicht immer deutlichere Spuren. Denn die Haut altert wie alle Organe, der Prozess ist genetisch programmiert und unaufhaltsam: Die Zellteilung reduziert sich, die Bindegewebszellen bilden immer weniger neues, stabilisierendes Kollagen und die Haut verliert an Elastizität. Wie lang ein Gesicht jung aussieht, liegt auch am Lebenswandel: Zu viel UV-Strahlung durch Sonnenbaden oder Solarium sowie Rauchen beschleunigen den Alterungsprozess, der meist schon ab Mitte 30 mit bloßem Auge sichtbar wird – und aus Fältchen werden Falten. Wer der Natur ein Schnippchen schlagen und auch in fortgeschrittenem Alter frisch und relaxt aussehen will, dem bietet die Schönheitsindustrie zahlreiche Optionen: Über 23 Millionen kosmetische chirurgische und nicht-chirurgische Behandlungen weltweit, davon acht Millionen Faltenbehandlungen, verzeichnete die International Society of Aesthetic Plastic Surgery (ISAPS) im Jahr 2013. Über fünf Millionen entfielen auf Hautstraffungen mit Botulinumtoxin A (Botox), drei Millionen auf solche mit Hautfüllern, sogenannten „Dermal  Filler”.

Durch Botox wird die Ausschüttung des Botenstoffs Acetylcolin gehemmt, damit werden die Reizübertragung blockiert und Muskeln quasi gelähmt. Insbesondere Mimikfalten im oberen Gesichtsdrittel rund um Augen und Stirn – vor allem die sogenannten Sorgen­falten, Zornesfalten oder Krähenfüße – lassen sich damit behandeln. Insgesamt wirkt Botox laut Experten etwa vier bis fünf Monate, bis der Körper es abgebaut hat und der Muskel wieder normal arbeitet.

Anders als Botox wirken Dermal Filler. Sie unterspritzen Falten, polstern Wangen auf, straffen Hals oder formen Lippen. Von den rund 160 kosmetischen Füllmaterialien zur Faltenunterspritzung ist eines der bekanntesten Hyaluronsäure. Hyaluronsäure ist natürlicher Bestandteil des Körpers, für den Nährstofftransport zuständig und sorgt durch ihre wasserbindende Eigenschaft für eine Polsterung zwischen den Zellen und damit elastische, straffe Haut. Die Menge eigener Hyaluronsäure verringert sich beim Älterwerden. Die Folge: Tiefe und insbesondere statische Falten entstehen, die gerade dann zum Vorschein kommen, wenn das Gesicht entspannt ist. Aus Hyaluron­säure hergestellte Füllmaterialien schaffen Abhilfe, lassen die Haut um Mund und Nase wieder glatter aussehen, mindern Lachfalten und Fältchen im Augenbereich, korrigieren verloren gegangenes Volumen an Wangen oder Lippen. Nach zwölf bis achtzehn Monaten ist das Füllmaterial im Körper abgebaut.
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SCHOTT TopPac®: Bruchsicher und transparent

 

„Der SCHOTT Innovation Award würdigt Top-Innovationen,
die sich nachweislich am Markt bewährt haben.”

Dr. Frank Heinricht, Chairman of the SCHOTT Board of Management
 
Innovationspreises 2015
Freude bei der Vergabe des Innovationspreises 2015 für die Weiterentwicklung von SCHOTT TopPac® (v. links): SCHOTT Vorstandsvorsitzender Dr. Frank Heinricht, Anil Busimi und Jörg Geiger aus dem preisgekrönten Entwicklungsteam von SCHOTT Pharmaceutical Systems sowie SCHOTT Vorstandsmitglied Dr. Hans-Joachim Konz. Foto: SCHOTT/A. Sell
Die minimalinvasive kosmetische Behandlung dauert wenige Minuten bis zu einer halben Stunde, danach müssen die betroffenen Gesichtspartien gekühlt werden. Da Hyaluronsäure sehr dickflüssig ist, sind für den Arzt sehr hohe Betätigungskräfte bei der Injektion mit konventionellen Luer-Lock-Spritzen erforderlich, was nicht selten auch Schmerzen für den Patienten bedeutet. Der hohe Druck kann sogar dazu führen, dass sich die Nadel von der Spritze löst und schlimmstenfalls die Verbindung zwischen Spritze und Nadel, der sogenannte Luer-Lock-Adapter, beschädigt wird. Um dies zu vermeiden und die Anwendung von Hyaluronsäure ­sicherer und komfortabler zu machen, hat SCHOTT gemeinsam mit einem Kunden eine Lösung entwickelt: SCHOTT TopPac® Spritzen aus dem hochwertigen Polymermaterial Cyclic-Olefin-Copolymer (COC) wurden für die Injektion hochviskoser Medikamente (HVD/Highly Viscous Drugs) wie etwa Dermal Filler entwickelt. Das innovative Design umfasst einen kleineren Innendurchmesser der ­Spritze, einen integrierten Luer-Lock-Adapter für eine sichere Anbringung der Nadel und eine optimierte Silikonisierung. Letztere sorgt dafür, dass der Kolben der Spritze gleichmäßig und ohne Kraft­aufwand gleitet und das Medikament präzise dosiert verabreicht werden kann.
SCHOTT TopPac®
Das neue SCHOTT TopPac® Design umfasst einen kleineren Innendurchmesser der Spritze, einen integrierten Luer-Lock-Adapter für eine sichere Anbringung der Nadel sowie eine optimierte Silikonisierung, damit der Kolben leichter gleitet. Foto: SCHOTT/L&K
„Mit der Weiterentwicklung unserer SCHOTT TopPac® Polymerspritzen für HVD ist es uns gelungen, eine ausbaufähige Produktplattform in einem wachsenden Marktsegment zu schaffen”, erklärt Anil Busimi, Head of Global Product Management Syringes Business. Hyaluronäure wird neben dem kosmetischen Bereich auch bei Gelenkproblemen, zur Wundheilung oder für Augen­operationen (Grauer Star) eingesetzt. Auf dem Markt für Hyaluron­säure sind mehr als 70 Firmen engagiert, das globale Marktvolumen wird mit vier bis fünf Millionen US-Dollar beziffert.

Die Entwicklung der neuen SCHOTT TopPac® Polymerspritzen für hochviskose Medikamente wurde jetzt mit dem SCHOTT Innovationspreis 2015 ausgezeichnet. Kriterien für dessen Bewerber waren Kundennutzen, Markt, Wettbewerb und geistiges Eigentum (IP). „Der SCHOTT Innovation Award würdigt Top-Innovationen, die sich nachweislich am Markt bewährt haben und vom Kunden erfolgreich angenommen werden”, erklärte SCHOTT Vorstands­vorsitzender Dr. Frank Heinricht bei der Preisverleihung. Und: Auch die Kunden der Hersteller von Hyaluronsäure, nämlich Ärzte und Patienten profitieren – durch eine einfache und sichere Verabreichung und weniger Schmerzen.
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claas.otto@schott.com